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Dualsysteme#

von Peter Diem

Stephansdom, Wien - Foto: P. Diem
Stephansdom, Wien - Foto: P. Diem

Lisl Regschek:
Foto: Lisl Regschek


Mosaik in Griechenland - Foto: P. Diem
Mosaik in Griechenland - Foto: P. Diem

Nach Hans Biedermann sind unter dem Begriff "Dualsysteme" alle jene symbolischen Strukturen zu verstehen, die ihre Aussagekraft aus der Spannung zwischen zwei Komponenten beziehen, wobei jede einzelne dieser Komponenten für sich allein weniger Kraft zu entfalten imstande wäre. In der Freimaurerei spricht man von „Polarität".

Beispiele solcher Dualsysteme sind: Himmel-Erde, Sonne-Mond, Gold-Silber, Tag-Nacht, Mann-Frau, Leben-Tod, Gott-Teufel, oben-unten, gut-böse, West- Ost.

In vielen starken Symbolen finden sich derartige Dualitäten: Doppeladler, Yin-Yang, Kreuz, Hexagramm, Hakenkreuz,  etc.

Archetypische Gegensatzpaare sind bis auf den heutigen Tag weltweit verbreitet. Sie entstehen entweder aus dem Gegensatz zwischen Innen- und Außenwelt des Individuums oder aus dem Gegensatz der Geschlechter. Sie stellen These und Antithese in meist unversöhnlicher Weise dar. Umso interessanter ist die Suche nach Systemen/Symbolen, die diesen Gegensatz zwar enthalten, ihn aber gleichzeitig im Sinne einer Synthese aufzulösen imstande sind.

Auch das Kreuz oder die Farbkombination Rot-Blau sind Dualsysteme