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Made in Austria#

"Made in Austria" ist nach internationalem Übereinkommen ein Hinweis, dass ein Produkt in Österreich erzeugt wurde. Die Wertschöpfung im Inland muss dabei mindestens 50 % betragen.

Angesichts des steigenden Handelsbilanzdefizits wurde der Slogan "Ja zu A" seit 1979 beworben. Der Verbreitung österreichischer Qualität dienen weiters die seit 1957 bestehenden Österreich-Wochen als Informationsveranstaltungen im Ausland und die von der Wirtschaftskammer eingerichteten Österreich-Häuser bei internationalen Sportveranstaltungen.

Vorbild dafür war wohl "Made in Germany" - die Herkunftsbezeichnung für deutsche Waren. Sie wurde ursprünglich Ende des 19. Jahrhunderts als Schutz vor billiger Importware in Großbritannien eingeführt.

Frühe Beispiele für eine Herkunftsbezeichnung aus Österreich sind zwei Porzellanmarken:

Bild 'Altrohlau'
Bild 'Haidinger'

Der Europäische Gerichtshof (EuGH) sieht in nationalen Aktionen, die zum bevorzugten Kauf einheimischer Produkte auffordern eine "Maßnahme gleicher Wirkung wie eine Einfuhrbeschränkung" und erklärt diese als unzulässig. Anlass für ein diesbezügliches Urteil gab die Aktion "Buy Irish". Die Marke Österreich (Made in Austria) jedoch kann ohne werbliche Einschränkungen verwendet werden.

Nach knapp einem Viertel Jahrhundert wurde die Vereinigung der österreichischen Wirtschaft 2002 aufgelöst. Das bekannte Markenzeichen, das rot-weiß-rote "A", verschwand von den Produkten und Verpackungen.

Das Austria-Zeichen war 1978 ins Leben gerufen worden. Auslöser war damals ein dramatisches Leistungsbilanzdefizit. Als sozialpartnerschaftliche "Vereinigung zur Förderung des Inlandsabsatzes österreichischer Produkte" bemühte sich "Made in Austria", Qualität und Vorteile heimischer Produkte bei österreichischen Konsumenten bekannt zu machen, sowie die Leistungsfähigkeit der heimischen Wirtschaft herauszustreichen. Das rot-weiß-rote "A", das werbliche Symbol der Vereinigung, wurde unter anderem durch das beliebte Fernseh-Quiz "Made in Austria" zu einer der stärksten Marken Österreichs - mit zeitweise bis zu 97 Prozent Markenbekanntheit.

Mit der Abschaffung des rotweißroten "Made in A" als Herkunftszeichen für ein überwiegend österreichisches Produkt verschwand eines der bekanntesten Warenzeichen, das Konsumenten als Orientierung gedient hat.

Weiter für Produkte verwendet wird das Austria Gütezeichen der Arge Qualitätsarbeit. Der Verein vermittelt auf Antrag des Erzeugers eine Produktprüfung etwa auf Güte, Normen und gesetzliche Vorschriften und verleiht nach bestandener Prüfung das Gütezeichen - eine goldene, kreisrunde Plakette. Ist die Plakette mit einem rotweißroten A in der Mitte ausgestattet, heißt das, dass die Wertschöpfung des Produkts überwiegend in Österreich erfolgte.

Bild 'Austria'
Bild 'Guetezeichen'
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Der Relaunch des Markenzeichens im Jahre 2009#

Bild 'Austria_neu'
Bild 'ingenious'

Um die qualitativen Wettbewerbsvorteile österreichischer Unternehmen, Produkte, Dienstleistungen und Branchen im Ausland noch stärker kommunizieren zu können, hat die AUSSENWIRTSCHAFT mit Unterstützung der Exportoffensive go-international - einer Förderinitiative des Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft und der Wirtschaftskammer Österreich - das werbliche Erscheinungsbild der österreichischen Wirtschaft im Ausland auf neue Beine gestellt. Dieses basiert auf einem Dachmarkenkonzept und spiegelt den Einfallsreichtum, die Genialität und die Einzigartigkeit österreichischer Unternehmen und ihrer Produkte eindrucksvoll wider.

Das Austria-Zeichen ist eine starke Marke, die im In- und Ausland seit über 30 Jahren als Symbol für die österreichische Wirtschaft steht und von der Wirtschaftskammer Österreich markenrechtlich geschützt ist. Im Jahr 2009 erfolgte eine zeitgemäße Modernisierung. Das neue Austria „A“ steht für die Qualität und die Innovationskraft der österreichischen Wirtschaft. Das Austria-Zeichen dient als reines werbliches Orientierungszeichen für österreichische Unternehmen und freie Berufe. In den Nutzungsrichtlinien wird klargestellt, dass das Austria-Zeichen kein Herkunfts-, Qualitäts- oder Gütezeichen darstellt. Als Konsequenz ist ein Hinweis „made in...“ in Verbindung mit dem Austria-Zeichen untersagt. Das Austria-Zeichen darf auf unternehmensspezifischen Kommunikationsmitteln (Drucksorten, Werbekampagnen, Homepage/Internet, Messeständen) eingesetzt werden.

Das Austria-Zeichen (sowie SURPRISINGLY INGENIOUS) sind weltweit markenrechtlich geschützte Wort- und Bildmarken, die sich im Eigentum der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) befinden.

--> Mehr zum neuen Austria-Zeichen und hier eine konkrete Anwendung:

Bild 'China'

Redaktion: P. Diem