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Wien - Bezirkswappen - Beschreibung - Symbole - Alltagskultur

Beschreibung der Wiener Bezirkswappen#


1., Innere Stadt#

Bezirkswappen Innere Stadt
In Rot ein silbernes Kreuz.

Erklärung: Das charakteristische Balkenkreuz kann mit einiger Wahrscheinlichkeit auf die ähnlich gestaltete Sturmfahne der kaiserlichen Truppen im Mittelalter zurückgeführt werden. Das erste Auftreten fällt in die Zeit, als König Rudolf I. (1218-1291) Wien in den Besitz des Reiches nahm (1278). Es ist daher denkbar, dass diese Fahne Vorbildwirkung für das Stadtwappen hatte.


2., Leopoldstadt#

Bezirkswappen Leopoldstadt
Der Schild ist von Silber, Grün und Blau durch geschwungenen Göpelschnitt gespalten.

Rechts auf grünem Wiesengrund Markgraf Leopold der Heilige im blauen Rock, gegürtet mit einem goldenen Schwert, einen roten, hermelinbesetzten Mantel tragend, auf dem Haupt den österreichischen Herzogshut, mit der Rechten ein Kirchenmodell, mit der Linken das niederösterreichische Banner -in Blau fünf goldene Adler - haltend (Leopoldstadt).

Links auf ebensolchem Grund ein silberner Hirsch mit goldenem, zwölfendigen Geweih, zwischen dessen Stangen ein goldenes Kreuz aus dem Haupt des Hirschen wächst (Jägerzeile).

In der Spitze eine rote Zunge im goldenen Heiligenschein mit fünf fünfstrahligen Sternen (Zwischenbrücken).

Erklärung: Die Zunge ist das Symbol des hl. Johannes Nepomuk, des Brückenpatrons. Nach der Legende soll der Heiligenschein des Geistlichen mit fünf leuchtenden Sternen an jener Stelle aufgeschienen sein, wo der Heilige in den Wellen der Moldau unterging. Er war ertränkt worden, weil er das Beichtgeheimnis nicht verraten wollte.


3., Landstraße#

Bezirkswappen Landstraße
Der Schild ist von Silber, Blau und Rot durch Göpelschnitt gespalten.

Rechts auf grünem Wiesengrund der hl. Nikolaus im bischöflichen Ornat mit rotem Mantel und silbernem Rock, in der Rechten drei goldene Kugeln auf einem Buch, in der Linken einen Krummstab haltend (Landstraße).

Links auf grünem Wiesengrund zwei silberne Erdbeerblüten, überhöht von einer roten Erdbeere, alle mit grünen Blättern (Erdberg).

In der Spitze auf grünem Boden ein grüner Strauch, begleitet von zwei silbernen, anspringenden Böcken (Weißgerber).

Erklärung:

Der hl. Nikolaus war der Patron des Frauenklosters St. Niklas, das einst an der Landstraße bestand. Nach der Legende soll der im vierten Jahrhundert in Kleinasien wirkende Bischof jeder von drei Töchtern eines verarmten Edelmannes eine goldene Kugel geschenkt haben, um sie davon zu befreien, dass sie ihr Heiratsgut als Straßenmädchen verdienen mussten.

Die beiden Böcke sind verschiedenen Zunftwappen der Gerber entnommen. Sie weisen auf das von diesem Gewerbe bearbeitete Leder hin, während der Strauch die Gewinnung der pflanzlichen Gerbstoffe (Gerberlohe) andeutet.


4.,Wieden#

Bezirkswappen Wieden
Der Schild ist halbgespalten und geteilt von Blau, Rot und Silber.

Rechts auf grünem Boden ein grüner Weidenbaum (Wieden). Links eine goldene, mit fünf Pfauenfedern besteckte Krone, aus der sich der Südturm des Stephansdoms erhebt (Schaumburgergrund).

Unten auf grünem Boden ein aus Quadern gebauter roter Ziehbrunnen, beseitet vom hl. Florian im goldenen Gewand eines römischen Kriegers mit blauem Mantel, auf dem Haupt einen Helm mit rotem Federbusch, eine Fahne mit einem roten Kreuz in Silber in der Rechten und einen Wasserkübel in der Linken haltend, sowie vom hl. Petrus im blauen Gewand mit goldenem Mantel, mit der Rechten sich auf den Brunnenrand stützend und mit der Linken einen goldenen Schlüssel haltend. Über dem Brunnendach, aus Wolken wachsend, die Figur des hl. Leopold mit dem Herzogshut, in der Rechten ein Kirchenmodell und in der Linken das Banner von Niederösterreich haltend (Hungelbrunn).


5., Margareten#

Bezirkswappen Margareten
Der geteilte Schild ist durch geschwungenen Göpelschnitt von Rot, Silber, Blau und Rot, die Spitze von Gold, gespalten.

Der aufgelegte Herzschild zeigt in Gold die Figur der hl. Margareta auf Wolken über einem grünen Drachen sitzend, in der Rechten ein schwarzes Kreuz haltend (Margareten).

Rechts oben auf grünem Grund der hl. Nikolaus mit silbernem Rock und blauem, goldbebortetem Mantel, auf dem Haupt eine blaue Mitra, in der Rechten einen Krummstab, in der Linken ein aufgeschlagenes Evangelienbuch haltend (Nikolsdorf).

Links oben auf grünem Boden der hl. Florian im goldenen Gewand eines römischen Kriegers mit blauem Mantel, am Helm einen roten Federbusch, mit der Rechten einen Wasserkübel leerend, in der Linken eine silberne Fahne mit rotem Kreuz haltend (Matzleinsdorf).

Rechts unten auf grünem Boden ein silberner Turm, in dessen geöffnetem goldenen Tor die vordere Hälfte eines herausspringenden silbernen Einhorns (Hundsturm).

In der Spitze ein schwarzer, pfahlweise gestellter Rost, nach der Legende das Symbol des hl. Laurentius (Laurenzergrund).

Links unten ein blauer Reichsapfel mit goldenem Kreuz (Reinprechtsdorf).


6., Mariahilf#

Bezirkswappen Mariahilf
Der Schild ist von Gold und Silber geviert.

Der aufgelegte Herzschild zeigt in Blau auf natürlichem Gewässer ein braunes Segelschiff mit silbernem Segel, am Heck die Doppeladler-Flagge führend, darauf die Figur des Don Juan d’Austria in goldener Rüstung, ein Schwert in der Rechten (Mariahilf).

Rechts oben auf grünem Boden die Figur des hl. Theobald im braunen Mönchsgewand, rechts von einem Altar mit Kruzifix, links von einer rot gedeckten Kirche beseitet (Laimgrube).

Links oben auf grünem Boden die Figur des hl. Theobald im bischöflichen Ornat, rechts beseitet von einer rot gedeckten Kirche (Windmühle).

Rechts unten auf grünem Boden die hl. Magdalena in braunem Kleid und blauem Mantel zu Füßen des Gekreuzigten kniend (Magdalenengrund).

Links unten eine eingebogene goldene Spitze mit drei Lilien in gewechselten Farben (Gumpendorf).

Erklärung: Don Juan d’Austria soll seinen Seesieg bei Lepanto(1571) der Hilfe der Jungfrau Maria verdankt haben.


7., Neubau#

Bezirkswappen Neubau
Der Schild ist geviert in Rot, Blau, Silber und Rot.

Der aufgelegte Herzschild zeigt In Rot ein goldenes Kreuz über einem liegenden silbernen Halbmond (Neubau).

Rechts oben ein silbernes Kreuz, von vier goldenen Lerchen bewinkelt (Altlerchenfeld).

Links oben auf grünem Boden der hl. Ulrich im bischöflichen Gewand mit rotem Mantel, in der Rechten einen goldenen Krummstab, in der Linken einen silbernen Fisch haltend (St. Ulrich).

Rechts unten auf grünem Boden ein wandernder Schottenpriester im braunen Mönchsgewand, in der Rechten einen Stab haltend (Schottenfeld).

Links unten ein mit einem blauen Reichsapfel mit goldenem Kreuz belegter Felsenberg, überhöht vom hl. Geist in Gestalt einer silbernen Taube in einem goldenen Strahlenkranz (Spittelberg).

Erklärung: Nach der Legende soll der 993 heiliggesprochene Bischof Ulrich von Augsburg einem Boten ein Stück Gänsebraten geschenkt haben, welcher sich am Morgen des darauffolgenden Fasttages jedoch in einen Fisch verwandelt hatte.


8., Josefstadt#

Bezirkswappen Josefstadt
Der Schild ist geviert in Rot, Gold, Blau und Rot.

Der aufgelegte Herzschild zeigt in Blau auf grünem Grund den hl. Josef in rotem Gewand mit braunem Überwurf, in der Rechten einen Lilienstamm mit drei Knospen und vier geöffneten Blüten, auf dem linken Arm das Jesuskind haltend (Josefstadt).

Rechts oben ein silbernes Kreuz, von vier goldenen Lerchen bewinkelt (Altlerchenfeld).

Links oben auf grünem Boden eine natürliche Elster auf einem grünbelaubten Baumstumpf sitzend (Alsergrund).

Rechts unten über grünem Boden die hl. Maria als Himmelskönigin in goldenem Gewand und rotem Mantel, das nimbierte Haupt mit einer Krone bedeckt, in der Rechten einen goldenen Reichsapfel und in der Linken ein goldenes Szepter haltend, auf Wolken schwebend (Breitenfeld).

Links unten ein silberner Querbalken (Strozzigrund).


9., Alsergrund#

Bezirkswappen Alsergrund
Der Schild ist geteilt und zweimal gespalten.

Der aufgelegte Herzschild zeigt In Gold auf grünem Boden eine natürliche Elster auf einem Baumstumpf mit einigen grünen Blättern sitzend (Alsergrund).

Oben rechts im rot-blau gespaltenen Feld die silbernen Flügel des Erzengels Michael (Michelbeuerngrund).

Oben in der Mitte in Rot auf grünem Boden ein silbernes Osterlamm, eine silberne Fahne mit einem roten Kreuz mit dem rechten Vorderbein haltend (Himmelpfortgrund).

Oben links in Silber auf grünem Boden der hl. Johannes der Täufer, in der Rechten ein Kirchenmodell mit rotem Dach, in der Linken einen Kreuzstab mit rotem Spruchband („Ecce Agnus Dei“) haltend, beseitet rechts von einem silbernen Lamm, links von einem natürlichen Baumstrunk (Thury).

Unten rechts in Silber zwei durch einen Spalt getrennte, begraste braune Felsen, auf deren jedem ein rot bedachtes Haus steht, überhöht von einer goldenen Sonne (Lichtental).

Unten in der Mitte In Rot auf grünem Boden ein silberner, schreitender Hubertushirsch, ein goldenes Kreuz zwischen den goldenen Geweihstangen tragend (Althan). Unten links in Blau auf grünem Boden eine Baumgruppe mit vier Bäumen (Roßau).


10., Favoriten#

Bezirkswappen Favoriten
Der Schild ist von Rot und Blau geviert. Durch Göpelschnitt gespalten, zeigt er unten einen goldenen Keil.

Der aufgelegte Herzschild ist von Rot und Silber geteilt und zeigt ein spätgotisches Steinmonument:die „Spinnerin am Kreuz“ (Favoriten).

Rechts oben ein silbernes Kreuz, darüber gelegt der hl. Johannes Evangelist in blauem Gewand, mit grünem Mantel, in der Rechten eine goldene Schreibfeder, in der Linken ein goldenes Evangelienbuch haltend, rechts begleitet von einem sitzenden, natürlichen Adler (alter Bezirksteil Favoriten).

Links oben ein silberner Schalenbrunnen mit zwei einander entgegengesetzten Fontänen (Oberlaa).

Rechts unten ein roter Ringofen, darunter ein silberner Bachlauf (Rothneusiedl).

Im Keil ein rotes Malteserkreuz (Unterlaa).

Links unten eine goldene Weintraube mit grünem Blatt, besteckt mit drei goldenen Ähren (Inzersdorf-Stadt).


11., Simmering#

Bezirkswappen Simmering
Der Schild ist von Blau, Gold und Rot durch Göpelschnitt gespalten.

Rechts der silberne Buchstabe „S“ (Simmering).

Links ein springendes schwarzes Einhorn (Kaiserebersdorf).

Unten ein blauer Kreis belegt mit zwei gekreuzten silbernen Fischen (Albern).


12., Meidling#

Bezirkswappen Meidling
Der Schild ist geviert in den Tinkturen: Rot, Silber, Rot über Silber geteilt, Blau.

Im aufgelegten, geteilten goldenen Herzschild oben eine nackte Nymphe mit langen braunen Haaren aus Wellen wachsend, zwei silberne Kannen haltend, unten ein quaderförmiger silberner Römerstein mit einer schwarzen Inschrift: „Nymphis sacrum T. Vettius Rufus leg. XIII“ (Untermeidling).

Oben rechts über blauem Schildfuß eine silberne Brücke mit drei Bogenöffnungen, auf der der hl. Johannes Nepomuk im silbernen Chorrock mit roter goldgeborteter Stola und schwarzem Talar steht, das mit einem schwarzen Barett bedeckte Haupt von einem Heiligenschein mit fünf goldenen Sternen umgeben, in der Rechten ein braunes Kreuz haltend, die Linke auf die Brust gelegt Gaudenzdorf).

Oben links ein schwarzes Kreuz (Hetzendorf).

Unten rechts im geteilten Feld oben ein goldenes Mühlrad, unten ein goldener Halbmond und Stern über einem grünen Berg (Obermeidling).

Unten links ein auffliegender Rabe mit einem goldenen Ring im Schnabel (Altmannsdorf).

Erklärung zum Herzschild: Die Wellen weisen auf den Wienfluss hin, die Nymphe mit den Kannen auf die Heilquellen. Der Stein bezieht sich auf den 1853 an der Wien aufgefundenen römischen Altarstein.


13., Hietzing#

Bezirkswappen Hietzing
Der Schild ist von Rot und Blau geviert.

Der aufgelegte Herzschild zeigt in Silber auf grünem Boden einen grünen Baum. In der Baumkrone die Gottesmutter mit dem Jesuskind im goldenen Strahlenkranz, beseitet von zwei geflügelten nackten Engeln; unter dem Baum vier betende Bauern, drei stehend, einer kniend (Hietzing).

Oben rechts ein silberner Balken, darin drei Hacken in gewechselten Farben (Hacking).

Oben links die Figur des hl. Vitus in silbernem Gewand, die Rechte segnend erhoben, einen grünen Palmzweig in der Linken, aus einem braunen Kessel wachsend, der auf einer Feuerstelle steht (Ober- und Unter-St.-Veit).

Unten rechts ein silberner Pelikan mit goldenem Schnabel im goldenen Nest, seine Jungen mit dem eigenen Blut ernährend (Speising).

Unten links auf grünem Boden ein silberner Hirsch mit einem goldenen zwölfendigen Geweih, zwischen den Stangen ein goldenes Kreuz aus dem Haupt des Hirschen (Hubertushirsch) wachsend (Lainz).

Erklärung zum Herzschild: Nach der Volkssage hätte ein im Baum verstecktes Marienbild vier an den Baum angekettete Bauern 1529 mit den Worten befreit: „hüats enk“ (mundartlich für „Hütet euch“); daher vermeintlich der Name Hietzing.


14., Penzing#

Bezirkswappen Penzing
Der Schild ist von Gold und Blau geviert.

Der aufgelegte Herzschild zeigt in Rot einen blauen Reichsapfel mit goldenem Kreuz, beseitet von den silbernen Buchstaben D und P („Dorf Penzing“).

Oben rechts auf grünem Boden der hl. Laurentius in roter, goldgesäumter Dalmatika und silbernem Chorrock, in der Rechten einen schwarzen Rost, in der Linken eine grüne Palme (die Märtyrerpalme) haltend (Breitensee).

Oben links eine silberne Steinmauer mit schwarzer Toröffnung und zwei roten Dächern, dazwischen ein rotgedeckter Turm mit goldenem Knauf (Hütteldorf).

Unten rechts auf grünem Boden ein Muttergottesstandbild auf einem runden, aus roten Steinen gemauerten Podest. Die hl. Maria ganz in Silber mit dem Jesuskind in den Armen (Hadersdorf-Weidlingau).

Unten links ein grüner Nadelbaum hinter einem braunen Flechtwerkzaun (Ober- und Unterbaumgarten).


15., Rudolfsheim-Fünfhaus#

Bezirkswappen Rudolfsheim-Fünfhaus
Im geteilten Schild ist die obere Hälfte gespalten und geteilt - sie steht für Rudolfsheim.

Darin oben rechts in Blau ein silberner Mond (Rustendorf), oben links in Grün eine goldene Weintraube mit zwei goldenen Blättern (Reindorf) und im unteren Feld in Silber ein Hirsch (Braunhirschen).

Die untere Schildhälfte zeigt in Rot den Erzengel Michael in silbernem Gewand, auf der Brust ein goldenes Kreuz, mit einem goldenen, straußenfederbesetzten Helm einen auf braunem Felsboden liegenden, flammenspeienden grünen Drachen mit einer goldenen Kreuzlanze tötend (Fünfhaus).

Anmerkung: Das ehemalige, mit dem Wappen von Fünfhaus praktisch identische Wappen von Sechshaus ging in diesem Wappen auf.


16., Ottakring#

Bezirkswappen Ottakring
Der Schild ist von Blau und Schwarz gespalten.

Rechts auf grünem Dreiberg ein roter Schild, belegt mit einem silbernen schwebenden Kreuz. Über dem Schild eine silberne, goldgesäumte und edelsteinbesetzte Mitra (Ottakring).

Links auf goldenem Boden ein von drei goldenen Lerchen überhöhter goldener Baum (Neulerchenfeld


17., Hernals#

Bezirkswappen Hernals
Der Schild ist geteilt und gespalten.

Oben in Rot eine blaue Weintraube mit zwei grünen Blättern (Hernals).

Unten rechts in Gold zwei gekreuzte schwarze Schlüssel (Dornbach).

Unten links in Blau eine von einem Weg durchzogene Wiese, darauf ein rot gedecktes Haus mit drei schwarzen Fenstern, beseitet von zwei grünen Bäumen (Neuwaldegg).


18., Währing#

Bezirkswappen Währing
Der Schild ist durch Göpelschnitt von Silber, Blau und Rot gespalten.

Der aufgelegte Herzschild ist von Blau und Silber geviert, darauf auf grünem Boden stehend der hl. Laurentius in goldgesäumter Dalmatika mit silberner Alba, in der Rechten einen grünen Palmenzweig, in der Linken einen schwarzen Rost, das Zeichen seines Martyriums, haltend (Währing).

Oben rechts auf grünem Boden der hl. Ägidius in braunem Mönchsgewand, in der Linken ein rotes Buch haltend, den rechten Arm auf ein Reh gestützt (Pötzleinsdorf).

Oben links auf grünem Boden der hl. Johannes Nepomuk in silbernem Talar und goldgeborteter roter Stola, mit einem Heiligenschein, belegt mit fünf goldenen Sternen, in der Rechten einen grünen Palmzweig, in der Linken ein Kreuz haltend (Gersthof).

Unten auf grünem Boden zwei Winzer mit braunen Röcken, kurzen grünen Hosen und grünen, mit einer krummen Feder gezierten Hüten, die an einer auf die Schultern gelegten Holzstange eine große goldene Weintraube mit zwei grünen Blättern tragen (Weinhaus).


19., Döbling#

Bezirkswappen Döbling
Der Schild ist zweimal gespalten und zweimal geteilt.

Der aufgelegte Herzschild zeigt In Blau eine goldene Weintraube mit einem grünen Blatt (Oberdöbling).

Oben rechts in Silber der Erzengel Michael, der Seelenwäger, im Gewand eines römischen Kriegers, mit blauem Schuppenpanzer, auf der Brust ein goldenes Kreuz, auf dem Haupt einen goldenen Helm mit zwei roten und einer silbernen Feder, mit roten, gold ausgeschlagenen Stiefeln, in der Rechten ein goldenes Schwert, in der Linken eine goldene Waage haltend, vor einem grünen zweifüßigen Drachen mit roter Zunge und rotem Stachelschwanz stehend (Heiligenstadt). Oben in der Mitte in Gold der hl. Jakob in grünem Gewand mit rotem Mantel, in der Rechten einen braunen Kreuzstab und in der Linken ein schwarzes Buch haltend (Unterdöbling). Oben links in Blau zwei goldene, aus einem goldenen Stamm sprießende Zweige mit drei goldenen Nüssen und acht goldenen Blättern (Nussdorf).

In der Mitte rechts In Silber auf grünem Boden die Figur des hl. Sebastian mit einem blauen Lendenschurz bekleidet, von fünf schwarzen, rot gefiederten Pfeilen durchbohrt, an einen grünen Baum gefesselt, links beseitet von einem kleinen grünen Baum (Salmannsdorf). In der Mitte links In Silber auf grünem Boden die Figur des hl. Rochus in braunem Gewand mit blauem Mantel und einem braunen Pilgerhut, in der Rechten einen Pilgerstab haltend, hinter seinen Füßen ein silbern-braungescheckter Hund liegend (Neustift am Walde).

Unten rechts In Gold auf grünem Boden der hl. Severin in rotem, blau gefüttertem Mantel und silberner Alba, mit erhobener rechter Segenshand, in der Linken einen goldenen Krummstab haltend (Sievering). Unten in der Mitte in Rot die Figur des hl. Georg in goldener Rüstung, auf dem Haupt einen Helm mit zwei goldenen und einer blauen Feder, auf einem silbernen Pferd mit blauer Pferdedecke sitzend und einen auf einem braunen Berg auf dem Rücken liegenden grünen Drachen mit einer goldenen Lanze tötend (Kahlenbergerdorf). Unten links In Silber auf grünem Boden ein Mann mit rotem, gold gesäumten Rock, braunen Beinkleidern und silbernen Strümpfen, der eine blaue Weintraube mit zwei grünen Blättern hält (Grinzing).


20., Brigittenau#

Bezirkswappen Brigittenau
Im von Blau und Silber geteilten Schild oben ein aufrechter, silberner Anker mit einem Ring (Brigittenau), unten eine rote Zunge im Heiligenschein mit fünf fünfstrahligen Sternen (Zwischenbrücken).

Erklärung:

Der Anker symbolisiert die Lage an der Donau, die Zunge ist das Symbol des hl. Johannes Nepomuk, des Brückenpatrons. Nach der Legende soll der Heiligenschein des Geistlichen mit fünf leuchtenden Sternen an jener Stelle aufgeschienen sein, wo der Heilige in den Wellen der Moldau unterging. Er war ertränkt worden, weil er das Beichtgeheimnis nicht verraten wollte.


21., Floridsdorf#

Bezirkswappen Floridsdorf
Der geteilte Schild ist durch Göpelschnitt gespalten.

Der aufgelegte Herzschild zeigt In Silber eine grüne, zweihenkelige Vase mit drei roten Blumen an grünen Stielen zwischen vier grünen Blättern (Floridsdorf).

Oben rechts In Blau ein braun bekleideter Rechtarm, fünf goldene Ähren haltend (Leopoldau).

Oben links In Silber auf grünem Boden eine Baumgruppe, aus einem Laub- und drei Nadelbäumen bestehend (Stammersdorf).

Unten rechts in Silber das golden gekleidete, mit Perlenschnüren und Edelsteinen verzierte gekrönte Gnadenbild der Jungfrau Maria zu Loretto mit dem Jesuskind, beseitet von den roten Buchstaben M und L für "Maria Loretto" (Jedlesee).

Unten links in Blau auf grünem Boden ein rotbedachter schwarzgeöffneter Turm mit zwei runden Fensteröffnungen und zwei roten Fähnchen mit goldenem Knauf auf dem Dachfirst (Strebersdorf).

Unten in der Mitte In Rot zwei zugebundene gekreuzte silberne Säcke (Großjedlersdorf).


22., Donaustadt#

Bezirkswappen Donaustadt
Der Schild ist zweimal geteilt, Schildhaupt und Balkenstelle sind zweimal, der Schildfuß ist einmal gespalten.

An der Herzstelle in Rot der hl. Georg in goldener Rüstung, auf dem Haupt einen Helm mit zwei goldenen und einer blauen Feder, auf einem silbernen Pferd mit blauer Pferdedecke sitzend und einen auf dem Rücken liegenden grünen Drachen mit einer silbernen Lanze tötend (Kagran).

Oben rechts In Blau auf grünem, baumbestandenem Boden ein hölzerner, strohgedeckter Stadel mit verriegeltem Tor und zwei roten Fahnen auf dem Dachfirst (Stadlau), in der Mitte in Silber auf grünem Boden ein grüner Baum (Aspern), links in Blau auf grauem Steinfundament ein überdachter goldener Ziehbrunnen mit einem an einem Seil über einer Rolle hängenden Eimer (Süßenbrunn).

In der Mitte rechts in Rot ein silberner Balken mit einem pfahlweise gestellten goldenen Krummstab, gekreuzt mit einem roten Buch mit goldenen Schnallen (Breitenlee), links in von Rot und Silber geteiltem Feld ein goldener Adlerflügel mit einem mit acht schwarzen Spitzen belegten silbernen Schrägrechtsbalken (Essling). Unten rechts in Blau eine goldene Schiffsmühle (Kaisermühlen), links in Rot über grünem Boden ein springender goldener Hirsch (Hirschstetten).


23., Liesing#

Bezirkswappen Liesing
In Blau eine silberne aufgebogene Spitze, in den beiden Oberwinkeln rechts ein goldener Winzerkorb, links ein goldenes Kammrad. In der Spitze ein Haselnusszweig mit drei grünen Blättern und vier Früchten über einem lodernden Feuer und der Jahreszahl 1683.

Erklärung:

Das Wappen bezieht sich auf die Haupterwerbszweige der Bewohner Liesings sowie auf die beiden für den Ort folgenschweren Türkenbelagerungen. Die Flammen, die Jahreszahl und der Haselnusszweig erinnern an die Türkenbelagerungen, wobei der Haselnusszweig der Sage nach im Schlosspark von Liesing nur deshalb von den Türken verschont geblieben sein soll, weil er sie an ihre Heimat erinnert hätte.


Danksagung: Die Wappen der 23 Wiener Bezirke wurden freundlicherweise vom Stadt- und Landesarchiv Wien zur Verfügung gestellt.