100 Jahre Passionsspiele St. Margarethen#
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Die Passionsspiele in St. Margarethen im Burgenland feiern 2026 ihr 100-Jahr-Jubiläum mit einer spannenden Neuinszenierung der Passionsgeschichte.
1926 veranstalteten Pfarrer Josef Kaindlbauer und der Leiter der Pfarrjugend, Jungbauer Emmerich Unger, gemeinsam mit Jugendlichen der Pfarre St. Margarethen die ersten Passionsspiele im Bauernhof der Familie Unger. Danach fanden die Spiele alle zehn Jahre im Pfarrgemeindehaus statt. 1961 übersiedelten die Passionsspiele in den Römersteinbruch St. Margarethen, seitdem wird alle fünf Jahre vor der spektakulären Naturkulisse des Steinbruchs gespielt.
Die Passionsspiele St. Margarethen sind Gründungsmitglied der „Europassion“, einer Vereinigung von Passionsspielorten in 16 europäischen Ländern, die die Förderung religiöser Theateraufführungen zum Ziel hat. Für das Jubiläumsjahr 2026 wird die Geschichte vom Leben, Leiden und Sterben Christi und von seiner Auferstehung mit neuem Text, neuer Musik und unter neuer Regie interpretiert. „Mirjam – stark wie der Tod ist die Liebe“, verfasst vom Spielleiter Pfarrer Dr. Richard Geier, erzählt die Passionsgeschichte erstmals aus der Perspektive einer Frau: Mirjam, also Maria Magdalena, die engste Vertraute Jesu, erinnert sich 20 Jahre danach gemeinsam mit anderen Figuren aus dem Johannesevangelium an die Ereignisse rund um die Kreuzigung Jesu. Rund 500 ehrenamtliche Mitwirkende aus St. Margarethen sind an den Aufführungen von Mai bis Juli 2026 beteiligt, der Reingewinn wird für gemeinnützige, karitative und kirchliche Projekte verwendet.

