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vom 24.12.2017, aktuelle Version,

3. Panzergrenadierbrigade (Bundesheer)

3. Panzergrenadierbrigade


Verbandsabzeichen der 3. Panzergrenadierbrigade
Aufstellung 1956
Land Osterreich Österreich
Streitkräfte Bundesheer
Teilstreitkraft Landstreitkräfte
Truppengattung Mechanisiert
Typ Panzergrenadiere
Unterstellte
Truppenteile

 

Unterstellung Bundesministerium für Landesverteidigung und Sport
Sitz des Brigadekommandos Julius Raab Kaserne, Mautern an der Donau
Farben Infanteriegrün, Schwarz
Kommandant
Brigadekommandant Bgdr Christian Habersatter
Insignien
Identifikationssymbol Kreuz, Vierblättriges Kleeblatt

Die 3. Panzergrenadierbrigade (3. PzGrenBrig) war bis 2016 eine von zwei mechanisierten Brigaden des Österreichischen Bundesheeres und besaß mehrere Bataillone verschiedener Waffengattungen in Niederösterreich und im Burgenland. Ihr Kommando befand sich in Mautern an der Donau.

Im Zuge der Bundesheerreform 2016 wurde die 3. Panzergrenadierbrigade in das Kommando Schnelle Einsätze übergeführt.

Geschichte

Die 3. Panzergrenadierbrigade wurde am 1. September 1956 als 3. motorisierte (Infanterie-)Brigade in Wien aufgestellt. Zu der Einheit gehörten das Bataillon 9, das Infanteriebataillon 10 und die Brigadeartillerieabteilung 3. Im Oktober 1956 erfolgte die Verlegung nach Krems an der Donau. Ein Jahr später besetzte die Brigade die Raab-Kaserne in Mautern an der Donau, wo das Kommando noch heute stationiert ist.

Die ersten gepanzerten Fahrzeuge waren russische Kampfpanzer vom Typ T-34.

Am 1. Jänner 1963 erfolgte die Umgliederung in die 3. Panzergrenadierbrigade mit dem Brigadekommando und dem Panzerstabsbataillon 3 in Mautern an der Donau, dem Panzergrenadierbataillon 9 in Horn und Weitra, dem Panzerbataillon 10 in St. Pölten-Spratzern und dem Panzerartilleriebataillon 3 in Allentsteig.

1998 wurde das St. Pöltner Panzerbataillon 10 an die 4. Panzergrenadierbrigade (Standort: Linz-Ebelsberg) abgegeben. Dafür erhielt die Brigade das Panzerbataillon 33 in Zwölfaxing und das Aufklärungsbataillon 3 in Mistelbach.

In dieser Zeit wurden auch die Kampfpanzer vom Typ Leopard 2 A4 angeschafft und die ersten weiblichen Rekruten wurden ausgebildet.

Das Verbandsabzeichen der 3. Panzergrenadierbrigade war ein goldgefasster schwarzer Halbrundschild mit weißem Kreuz. Im darüber liegenden Schildhaupt befand sich ein weißer Schriftzug mit dem Namen des Verbandes. Links oben befand sich ein weißes vierblättriges Kleeblatt, welches die vier Viertel Niederösterreichs symbolisiert.

Als Konsequenz der Flüchtlingskrise 2015 kam es beim Bundesheer einerseits zu einer Aufstockung der Verbände und andererseits zu einer weiteren Spezialisierung und Neugliederung. Für die 3. Panzergrenadierbrigade hatte dies zur Folge, dass sie im Rahmen dieser Bundesheerreform 2016 in das Kommando Schnelle Einsätze übergeführt wurde.

Gliederung

Die Brigade hatte zuletzt folgende Gliederung:

Stärke und Bewaffnung

Kampfpanzer Leopard 2A4 des Panzerbataillons 33

Der Großverband hatte neben den Schützenpanzern noch Pionier-, Infanterie- (Jäger-), Aufklärungs- und Artillerieeinheiten. Die Brigade verfügte über folgende Waffen und Geräte:

Einsätze

Die 3. Panzergrenadierbrigade kam gezielt zur militärischen Landesverteidigung im Inland und im Ausland zum Einsatz. Zusätzlich wurde sie auch bei Katastrophen und Unglücksfällen, wie Lawinen, Muren und Hochwasser, eingesetzt. Weitere Aufgaben waren die Ausbildung von Kontingenten für friedensunterstützende Einsätze im Ausland, wie etwa im Kosovo oder in Bosnien.

Kommandanten

Siehe auch