unbekannter Gast
vom 01.04.2018, aktuelle Version,

Bioenergy 2020+

Bioenergy 2020+ GmbH
Rechtsform Gesellschaft mit beschränkter Haftung
Gründung 2003
Sitz Graz, Österreich; Außenstellen in Güssing, Wieselburg
Leitung Walter Haslinger, Roman Schmid
Mitarbeiter ca. 100
Branche Forschung, Entwicklung, Demonstration
Website www.bioenergy2020.eu
Stand: 12. Mai 2015

BIOENERGY 2020+ GmbH ist ein COMET K1-Zentrum für die Forschung, Entwicklung und Demonstration im Sektor Energetische Nutzung von Biomasse. Sie befindet sich in Graz, am Campus Inffeldgasse.

Geschichte

Das 2003 gegründeten Kompetenzzentrum Austrian Bioenergy Centre mit einer Außenstelle in Wieselburg war eines der 18 österreichweiten Kplus-Zentren der Forschungsförderungsgesellschaft,[1] Im Herbst 2006 hatten sich die wissenschaftlichen Proponenten des K-net-Netzwerkes RENET Austria und des Kplus-Zentrums Austrian Bioenergy Centre auf eine gemeinsame Einreichung im Rahmen des neu gestalteten COMET-Programmes geeinigt.[2] Am 24. Oktober 2008 fand der für die Umfirmierung notwendige Notariatsakt statt, die Eintragung ins Firmenbuch als BIOENERGY 2020+ GmbH erfolgte schließlich Ende Januar 2009[3][4][5][6] 2013 erfolgte die Einreichung im Rahmen der 3. Ausschreibung der COMET Programmlinie K1 Zentren der FFG.[7] Am 10. Juli 2014 wurde die Neubewilligung bekanntgegeben.[8] Das Zentrum firmiert seither unter dem Kürzel BE 2020_2.0.

Struktur

Eigentümerstruktur:[9]

Firmensitz ist Graz, weitere Standorte befinden sich in Güssing (Europäisches Zentrum für erneuerbare Energie) und Wieselburg (im Technologie- und Forschungszentrum /Technopol Wieselburg-Land der Ecoplus,[10][11]) Forschungsstätten werden in Pinkafeld und Tulln (am Technopol Tulln) betrieben.

Schwerpunkt der COMET-Kompetenzzentren ist eine enge Verbindung von angewandter Wissenschaft und wirtschaftlicher Nachfrage (Forschung und Entwicklung und zweckorientierte Grundlagenforschung). Rund 100 Forscher aus unterschiedlichen Fachgebieten arbeiten bei BIOENERGY 2020+ in Zusammenarbeit mit wissenschaftlichen und Industriepartnern an Lösungen für die Energetische Nutzung von Biomasse.

Forschungsfelder

Bioenergy 2020+ forscht an:[9][12]

  • Verbrennung von Biomasse in kleinen, mittleren und Großanlagen (u. a. Neue Biomasseressourcen, Emissions- & Effizienzoptimierung bei Kleinanlagen, Neue Regelungskonzepte für Biomassefeuerungsanlagen, Feinstaub-Ursachen und Gegenmaßnahmen)
  • Thermische Vergasung von Biomasse
  • Biogas (u. a. Neue Biogaskonzepte, Optimierung von Biogasanlagen)
  • Biotreibstoff – konventionell und innovativ (u. a. Polygeneration-Konzepte, Biogene Abfallnutzung)
  • Brennstoff-, Substrat- und Asche-Charakterisierung
  • Brennstofflogistik
  • Aufbereitung von Abfällen zur energetischen Nutzung
  • CFD-Simulation und Modellierung (u. a. Virtuelles Biomassekraftwerk auf CFD-Simulationsbasis)

Bioenergy 2020+ führt im Bereich Biotreibstoffe das Sekretariat des IEA-Programms Fortschrittliche Motorkraftstoffe (IEA-AMF Advanced Motor Fuels),[13] ist im Vorstand der Europäischen Technologieplattform für Erneuerbares Heizen und Kühlen vertreten (ETP-RHC European Technology Platform on Renewable Heating & Cooling)[14] und berät den VDI bei der Erstellung von Richtlinien zur sicheren Lagerung von Holzpellets (VDI-Richtlinie 3464 Lagerung von Holzpellets).[15][16]

Im Rahmen des 7. Forschungsrahmenprogramms der Europäischen Kommission ist Bioenergy 2020+ als Koordinator und wissenschaftlicher Partner in mehreren Projekten eingebunden:[17] Unter anderem als Koordinator in den Projekten AshMelT (Entwicklung eines praktischen und zuverlässigen Tests zur Bestimmung des Ascheschmelzpunkts von Biomasse-Brennstoffen, insbesondere Holzpellets, 2012–2014)[18][19][20] und SafePellets (Sicherheits- und Qualitätssicherungsmaßnahmen entlang der Pellet-Versorgungskette, 2012–2014)[21][22], als wissenschaftlicher Partner in den Projekten BeReal (BeReal - Verbesserte Testmethoden für optimale Leistungen von Biomasse Feuerstätten unter realistischen Einsatzbedingungen, 2013–2016),[23] und einem Projekt zur Entwicklung eines Korrosionstests für Edelstahlkamine.

Einzelnachweise

  1. Austrian Bio Energy Center tüftelt für KMU (Memento vom 3. Dezember 2013 im Internet Archive). In: Wirtschaftsblatt online, 4. April 2007.
  2. Energieforschungsstrategie für Österreich. (PDF; 2,3 MB), abgerufen am 20. November 2013.
  3. Unternehmensgeschichte; bioenergy2020.eu, abgerufen am 20. November 2013.
  4. Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie: COMET - Competence Centers for Excellent Technologies, abgerufen am 12. November 2012.
  5. Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft: Comet K1 Zentren, abgerufen am 12. November 2012.
  6. Otto Starzer, FFG: 10 Jahre Bioenergieforschung im Rahmen des österr. Kompetenzzentren-Programms. (PDF, 0,6 MB; lko.at; abgerufen am 3. November 2015).
  7. K1-Zentren: 14 Anträge im Rahmen der 3. Ausschreibung eingereicht; ffg.at, abgerufen am 15. Januar 2014.
  8. Mitterlehner/Bures: Startschuss für 10 neue K1-Zentren gefallen. In: Austria Presse Agentur, APA OTS0016, 10. Juli 2014. 
  9. 1 2 Imagebroschuere BE2020 (Memento des Originals vom 29. Juli 2013 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.bioenergy2020.eu (PDF; 4,3 MB; abgerufen am 20. November 2013).
  10. Technologie- und Forschungszentrum Wieselburg-Land (Memento des Originals vom 20. Januar 2014 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.ecoplus.at. ecoplus.at, abgerufen am 17. Januar 2014
  11. Technopol Wieselburg (Memento des Originals vom 2. Februar 2014 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.ecoplus.at. ecoplus.at, abgerufen am 17. Januar 2014
  12. Forschung in der Steiermark - Wissenschaftsbericht 2011/12. (Memento des Originals vom 4. März 2016 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.landtag.steiermark.at, S. 228 f. (PDF, 4,53 MB; landtag.steiermark.at; abgerufen am 3. November 2015).
  13. International Energy Agency (IEA): AMF - Advanced Motor Fuels (English) Abgerufen am 30. Januar 2014.
  14. European Technology Platform on Renewable Heating & Cooling (RHC-Platform) (English) Abgerufen am 30. Januar 2014.
  15. Richtlinie des Monats September: Sicher heizen mit Holzpellets; VDI.de, 27. August 2012, abgerufen am 17. Januar 2014.
  16. VDI-Richtlinie: VDI 3464 Lagerung von Holzpellets beim Verbraucher - Anforderungen an das Lager sowie Herstellung und Anlieferung der Pellets unter Gesundheits- und Sicherheitsaspekten; VDI.de, abgerufen am 17. Januar 2014.
  17. EU-Projekte mit Beteiligung von Bioenergy 2020+; Suche nach Projekten mit BIOENERGY 2020+ in EU-Forschungsprojekten, abgefragt am 17. Januar 2014.
  18. Projekt Ashmelt, Homepage.
  19. Projekt AshMelT DE. YouTube-Video, Dauer 12:36, veröffentlicht am 16. Oktober 2013.
  20. AshMelT-Projekteintrag auf CORDIS; abgerufen am 17. Januar 2014.
  21. Projekt SafePellets, Homepage
  22. SafePellets-Projekteintrag auf CORDIS; abgerufen am 17. Januar 2014.
  23. BeReal-Projekteintrag auf CORDIS; abgerufen am 17. Januar 2014.