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vom 05.01.2017, aktuelle Version,

Friedbert Ficker

Friedbert Ficker (* 5. September 1927 in Arnoldsgrün; † 10. Januar 2007 in Jena) war ein deutscher Kunsthistoriker.

Seit 1944 besuchte er die Kunstschule in Plauen und seit 1948 die Kunstgewerbeschule in Leipzig, wo er auch an der Universität Kunstgeschichte studierte. 1953 wurde Ficker in der DDR vom Hochschulstudium ausgeschlossen und ging 1957 in die Bundesrepublik Deutschland. Dort studierte er in München weiter, erlangte aber keinen Hochschulabschluss. In München hatte er unter anderem Lehraufträge an der Akademie für das Graphische Gewerbe, der Meisterschule für das deutsche Malerhandwerk sowie der Kunstakademie. 1966 erhielt er den Titel eines Fürstlich-Liechtensteinischen Professors.

Sein Forschungsschwerpunkt war die Kunstgeschichte der Länder Südosteuropas. Er war Mitglied der Leibniz-Sozietät, Academia Scientiarum et Artium Europaea, der Oberlausitzischen Gesellschaft der Wissenschaften und der Serbischen Akademie der Wissenschaften und Künste.

Die Sammlung Friedbert Ficker gehört seit 1996 den Kunstsammlungen Zwickau. Sie umfasst 10.000 Blätter zur Kunst des 16. bis 20. Jahrhunderts, die über Jahrzehnte hinweg zusammengetragen wurden.[1]

Literatur

  • Friedbert Ficker zum 70. Geburtstag. In: Weltkunst 67, 1997, S. 1869.
  • Nachruf. In: Zwickauer Pulsschlag. Amtsblatt der Robert-Schumann-Stadt Zwickau 18, 3, 2007, S. 1 (Volltext).
  • Wolfgang Eichhorn: Rede zum Tode Friedbert Fickers. In: Sitzungsberichte der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin 94, 2008, S. 184–188 (Volltext).
  • Dem Gedenken an Friedbert Ficker. In: Sitzungsberichte der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin 113, 2012, S. 189–207 (Volltext).

Einzelnachweise

  1. Auf der Seite des Museums