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vom 27.01.2016, aktuelle Version,

Friedrich Wilhelm Belgicus von Bentheim-Bentheim

Friedrich Wilhelm Belgicus von Bentheim-Bentheim Lithographie von Friedrich Lieder, 1830

Friedrich Wilhelm Belgicus, Prinz von Bentheim-Bentheim (* 17. April 1782 in Steinfurt; † 12. Oktober 1839 in Villafranca di Verona[1]) war ein österreichischer Feldmarschallleutnant.

Leben

Friedrich Wilhelm Belgicus wurde als Sohn des späteren Fürsten Ludwig Wilhelm von Bentheim-Steinfurt geboren und trat 1799 in das österreichische Heer ein. 1809 wurde er während der Schlacht bei Aspern zum Oberst ernannt und kämpfte anschließend wirkungsvoll in den Schlachten von Wagram (1809), Dresden und Kulm (1813).

Bald darauf wurde er zum General ernannt und erhielt den Auftrag, in Prag die Österreichisch-Deutsche Legion zu errichten, die gegen Ende der Befreiungskriege 1814 im Süden von Frankreich noch wichtige Dienste leistete.

Nach dem Pariser Frieden war Friedrich Wilhelm Belgicus im Interesse der mediatisierten deutschen Fürsten als deren Bevollmächtigter tätig. Zum Heer zurückgekehrt wurde er Brigade-Kommandant in Prag, 1826 Inhaber eines Infanterieregiments, 1827 Feldmarschallleutnant und Divisions-Kommandant in Padua. Er trug 1831 zur Unterdrückung der Unruhen in den nördlichen Provinzen des Kirchenstaats bei.

Als Kommandant des II. Armeekorps in Italien starb er am 12. Oktober 1839 in Villafranca.

Literatur

Einzelnachweise

  1. Oesterreichische militärische Zeitschrift, 1840, Heft 8, S. 153 f.