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vom 03.01.2019, aktuelle Version,

Johann von der Asseburg

Johann von der Asseburg, auch Johann VIII. von der Asseburg oder Hans von der Asseburg († 17. Mai 1567 in Kaschau) war ein kaiserlicher Feldobrist, Oberhauptmann in Thüringen und kurbrandenburgischer Rittmeister.

Leben

Herkunft

Johann war Angehöriger des braunschweigischen Adelsgeschlechts von der Asseburg. Seine Eltern waren der Erbherr auf Neindorf, Peseckendorf, Falkenstein und Crottorf, Ludwig von der Asseburg († vor 15. April 1517) und Gisela von Dannenberg.

Werdegang

Asseburg ist zu Beginn des 16. Jahrhunderts auf dem väterlichen Gut Neindorf geboren, die Angaben zu seinem Geburtsjahr reichen von 1503 bis 1512. Er war Herr auf Neindorf, Peseckendorf, Gunsleben, Wallhausen und Anteil Falkenstein.

1547 trat er für Kurfürst Moritz von Sachsen in kursächsische Kriegsdienste. So konnte er im Vorgriff des kaiserlichen Feldzuges gegen Sachsen im Zuge des Schmalkaldischen Krieges bei Rochlitz gegen Kurfürst Johann Friedrich I. von Sachsen erfolgreich sein.

Er führte 1552 dem brandenburgischen Markgrafen Johann von Brandenburg auf dessen Anforderung hin 500 reisige Pferde und "wohlgerüstete" Schützen zu. Er wurde als Befehlshaber über diese Truppe am 2. Juni in Küstrin zum kurbrandenburgischer Rittmeister ernannt und erhielt 2500 Taler Wartegeld.

1566 wurde Asseburg Oberhauptmann in Thüringen.

Er ist als kaiserlicher Feldobrist vor Kaschau in Ungarn im Krieg gegen die Türken gefallen[1][2] und wurde auch in Kaschau begraben.

Familie

Asseburg vermählte sich im Jahr 1538 mit Klara von Cramm († 1579), einer Tochter des Söldnerführers der Reformationszeit und Freund Martin Luthers, Asche von Cramm und der Margarethe Dorothea von Brandenstein. Aus der Ehe gingen sechs Töchter und vier Söhne hervor.[3]

  • Anna von der Asseburg (1539–1543)
  • Katharina von der Asseburg († nach 1570), ⚭ Christoph von Trotha zu Gänsefurth
  • Maria von der Asseburg (* 1543), ⚭ I. Graf Georg V. Vitzthum von Eckstädt zu Kannawurf († 1578); ⚭ II. Gebhard von Bortfeld zu Oelber
  • Gisela von der Asseburg († nach 1582), ⚭ Hans Gebhard von Hoym († vor 1582), ⚭
  • Augustus von der Asseburg (1545–1604), braunschweigischer Rat, Domherr zu Magdeburg, ⚭ I. 1574 Gertrud von Veltheim († 1575); ⚭ II. 1577 Elisabeth von Alvensleben (1552–1609)
  • Ludwig von der Asseburg (1546–1633), magdeburgischer Landrat, ⚭ I. 1575 Anna Westphalen zu Lichtenau (1556–1623); ⚭ 1625 II. Sibylle von Spitznas († 1649)
  • Asche von der Asseburg (1548–1580), ⚭ 1579 Anna von Steinberg († nach 1612)
  • Hans Ernst von der Asseburg († 1612), brandenburgischer Rat, ⚭ I. Magdalene von Bortfeld († 1580); ⚭ II. 1583 Ilse von Quitzow (1552–1625)
  • Margaretha von der Asseburg (1541–1606), ⚭ 1569 Joachim von Alvensleben zu Calbe und Erxleben († 1588)
  • Anna von der Asseburg († 1592), ⚭ 1588 Hans Hartmann von Erffa († 1610)

Johann von der Asseburg war der Stammvater der vier nachmaligen Hauptlinien seines Geschlechts:

  • Linie Falkenstein und Neindorf
  • Linie Schermcke, Wallhausen und Hinnenburg
  • Linie Ampfurth, Eggenstedt und Gunsleben
  • Linie Beyernaumburg, Peseckendorf und Neu-Asseburg

Literatur

Einzelnachweise

  1. Valentin König: Genealogischer Adelskalender - Genealogische Adels-Historie oder Geschlechts-Beschreibung derer im Chur-Sächsischen und angräntzenden Landen Adligen Geschlechter., Band 3, Leipzig 1736, S. 11.
  2. Konrad Barthold Behrens: Genealogische und zum Teil historische Vorstellung des Ursprungs und Fortstammung einiger uralter wohlgeborener hochadeligen Häuser, Hannover und Wolffenbüttel 1703, S. 52.
  3. Konrad Barthold Behrens: Stamm-Baum des hoch-adelichen Hauses Asseburg, Paderborn 1721, Stammtafel II.