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vom 13.03.2020, aktuelle Version,

Liste der denkmalgeschützten Objekte in Mils bei Imst

Die Liste der denkmalgeschützten Objekte in Mils bei Imst enthält die denkmalgeschützten, unbeweglichen Objekte der Tiroler Gemeinde Mils bei Imst.[1]

Denkmäler

Foto   Denkmal Standort Beschreibung
Datei hochladen Ehem. Brauhaus, Zur Post
ObjektID: 19985
Dorfstraße 17
Standort
KG: Mils
Der zur Gänze gemauerte zweigeschoßige Einhof ist seit 1543 als Gaststätte belegt und wurde auch als Poststation und Umspannplatz für Pferdefuhrwerke genutzt, 1960 wurde er umgebaut und die Fassade neu gestaltet. Der Wohnteil in der südlichen Gebäudehälfte ist traufseitig von Norden über einen Mittelflur erschlossen. Vom ursprünglichen spätgotischen Bau sind das Rundbogenportal mitabgefastem Steingewände sowie teilweise die Fensteröffnungen mit tiefer Laibung erhalten. An der Fassade finden sich vermutlich aus dem 17. Jahrhundert stammende Reste von Architekturmalerei. Der im Norden anschließende Wirtschaftsteil ist ebenfalls traufseitig über eine breite Rundbogeneinfahrt mit abgefastem Steingewände als Zufahrt zur Quertenne erschlossen. Im Inneren haben sich das Kellergeschoß mit gewölbten Räumen und abgefasten Steinportalen, im Obergeschoß ein Flur mit Stichkappengewölbe, eine Selchkammer mit Tonnengewölbe sowie spätgotische Portalgewände erhalten. Der ehemalige Pferdestall im Wirtschaftsteil weist ein auf mächtigen Steinsäulen ruhendes Gewölbe auf.[2]
Datei hochladen Widum
ObjektID: 64514
Dorfstraße 24
Standort
KG: Mils
Das Pfarrhaus südöstlich der Kirche wurde 1738 errichtet, mehrmals umgebaut und 1985/1986 neu gestaltet. Der zweigeschoßige Mauerbau mit Schopfwalmdach und giebelseitig erschlossenem Mittelflurgrundriss ist an den Fassaden mit gemalten Faschenrahmungen um die Maueröffnungen und vierpassförmigen Oculi im Giebelfeld gegliedert.[3]
Datei hochladen Bauernhaus
ObjektID: 19986
Dorfstraße 25
Standort
KG: Mils
Das Wohngebäude eines Paarhofes stammt im Kern vom Ende des 15. Jahrhunderts und wurde um 1640 ausgebaut. Das zweigeschoßige, gemauerte, materiell geteiltes Gebäude mit Satteldach ist giebelseitig über einen Mittelflur erschlossen. An der Eingangsfassade befindet sich ein segmentbogig geschlossenes Steinportal mit abgefastem Gewände, darüber ein dreiseitiger Mittelerker. Die rechte Haushälfte kragt im Obergeschoß auf gotischen Konsolen über die Fassadenflucht vor. Die barockisierte Eingangsfassade ist durch eine gemalte Eckquaderang an den Mauerkanten und Fenster mit Hohlkehlen und Putzfaschen gegliedert und weist schwach erkennbare Reste von Fassadenmalereien auf. An der Südwestecke befindet sich ein polygonaler Erker mit gemalter Rautenmusterung. Im Inneren weist der Flur in beiden Geschoßen ein Stichkappengewölbe und eine Lichtnische auf, die Küche und der Keller ein Tonnengewölbe.[4]

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Kath. Pfarrkirche hl. Sebastian und Friedhof
ObjektID: 19982
Kirchweg
Standort
KG: Mils
Die neugotische Kirche wurde 1853–1857 nach Plänen von Anton Geppert in Nachfolge einer 1451 erwähnten Kapelle und einer Kirche aus dem 18. Jahrhundert errichtet. Der einschiffige Bau mit eingezogenem Chor und Turm mit Giebelspitzhelm ist am Langhaus mit Strebepfeilern und Kaffgesimsen gegliedert. Die Eingangsfassade weist einen Treppengiebel ein Spitzbogenportal und ein zweibahniges Maßwerkfenster auf. Das dreijochige Langhaus wird von einer Spitztonne mit Stichkappen und Rippenauflagen überwölbt und durch einen spitzbogigen Triumphbogen vom fünfseitig geschlossenen Chor getrennt. Die Ausstattung wurde um 1860 von August Schärmer, Franz Hellweger, Caspar Jele und Johann Endfelder geschaffen. Im Chor hängt das ehemalige Altarbild mit einer Darstellung des heiligen Sebastian von Franz Anton Zeiller aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts.[5]
Datei hochladen Feldkapelle zum Heiland im Elend/Wiesenkapelle
ObjektID: 19984

Standort
KG: Mils
Der gemauerte Kapellenbildstock mit dreiseitigem Chorschluss und Satteldach wurde anstelle eines älteren Vorgängerbaus 1974 neu errichtet. In der rundbogigen Nische befindet sich eine Holzskulptur Unser Herr im Elend aus der Zeit um 1800, darunter als Antependium ein Tafelbild mit einer Fegefeuerdarstellung.[6]

Legende

Quelle für die Auswahl der Objekte sind die vom BDA jährlich veröffentlichten Denkmallisten des jeweiligen Bundeslandes.[1] Die Tabelle enthält im Einzelnen folgende Informationen:

Foto: Fotografie des Denkmals. Klicken des Fotos erzeugt eine vergrößerte Ansicht. Daneben finden sich ein oder zwei Symbole:
Das Symbol bedeutet, dass weitere Fotos des Objekts verfügbar sind. Durch Klicken des Symbols werden sie angezeigt.
Durch Klicken des Symbols können weitere Fotos des Objekts in das Medienarchiv Wikimedia Commons hochgeladen werden.
Denkmal: Bezeichnung des Denkmals. Es ist die Bezeichnung angegeben, wie sie vom Bundesdenkmalamt (BDA) verwendet wird. Weiters ist die interne Objekt-Identifikationsnummer (ObjektID) angeführt.
Standort: Es ist die Adresse angegeben. Bei freistehenden Objekten ohne Adresse (zum Beispiel bei Bildstöcken) ist im Regelfall eine Adresse angegeben, die in der Nähe des Objekts liegt. Durch Aufruf des Links Standort wird die Lage des Denkmals in verschiedenen Kartenprojekten angezeigt. Darunter ist die Katastralgemeinde (KG) angegeben.
Beschreibung: Kurze Angaben zum Denkmal.

Die Tabelle ist alphabetisch nach dem Standort des Denkmals sortiert. Das Sortierkriterium ist die Katastralgemeinde und innerhalb dieser die Adresse.

Durch Klicken von „Karte mit allen Koordinaten“ (rechts oben im Artikel) wird die Lage aller Denkmale im gewählten Kartenobjekt angezeigt.

Abkürzungen des BDAs: BR … Baurecht, EZ … Einlagezahl, GB … Grundbuch, GstNr. … Grundstücksnummer, KG … Katastralgemeinde, 0G … Grundstücksnummernadresse

Literatur

  • Bundesdenkmalamt (Hrsg.): Die Kunstdenkmäler Österreichs - Tirol. Verlag Anton Schroll & Co, Wien, 1980
Commons: Denkmalgeschützte Objekte in Mils bei Imst  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. 1 2 Tirol – unbewegliche und archäologische Denkmale unter Denkmalschutz. (PDF), (CSV). Bundesdenkmalamt, Stand: 18. Februar 2020.
  2. Schumacher, Wiesauer: Einhof, quergeteilt, Mittelflurgrundriss, ehemaliger Gasthof Post. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 3. Juli 2018.
  3. Wiesauer: Pfarrhaus Mils. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 3. Juli 2018.
  4. Schumacher, Wiesauer: Wohngebäude eines Paarhofes, Mittelflurgrundriss, materiell geteilt, Tonis, Alberte. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 3. Juli 2018.
  5. Praxmarer, Wiesauer: Pfarrkirche hl. Sebastian. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 13. März 2020.
  6. Schumacher, Wiesauer: Kapellenbildstock, Kapelle Unser Herr im Elend. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 3. Juli 2018.
  7. § 2a Denkmalschutzgesetz im Rechtsinformationssystem der Republik Österreich.