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vom 25.01.2018, aktuelle Version,

Liste der denkmalgeschützten Objekte in Schiefling am Wörthersee

Die Liste der denkmalgeschützten Objekte in Schiefling am See enthält die 8 denkmalgeschützten, unbeweglichen Objekte der Gemeinde Schiefling am See in Kärnten.[1]

Denkmäler

Foto   Denkmal Standort Beschreibung
BW Datei hochladen Waldhaus am See (Alban-Berg-Haus)
ObjektID: 13074
Auen-Bergweg 22
Standort
KG: Schiefling am See
Alban und Helene Berg erwarben 1932 das im Typus eines alpinen Landhauses errichtete Wohnhaus und nutzen es ab 1933 als ständigen Wohnsitz. In diesem Haus arbeitete Berg an der Oper Lulu und am Violinkonzert Dem Andenken eines Engels. Im Stiegenhaus hängen secessionistische Bilder von Bergs Schwager Nahowski.[2]
BW Datei hochladen Haus Heimdall/ Villa Ast
ObjektID: 13075
Auen-Waldpromenade 35
Standort
KG: Schiefling am See
Die für den Baurat Eduard Ast im Jahr 1924 errichtete Jugendstil-Villa zählt zu den bedeutendsten Kärntner Privatbauten des 20. Jahrhunderts. Der Wiener Architekt Josef Hoffmann war auch für die Aufstockung im Jahre 1934 verantwortlich. Ein Zitat von Wilhelm Deuer: „Das kubische, fast schmucklose Haus wirkt durch die feine Putzarchitektur wie aus Schichten aufgebaut. Vor dem Portal ist eine offene Vorhalle mit einem Bacchantinnenfries von Anton Hanak. Im Zuge der Aufstockung von 1934 schuf Hoffmann einen weiteren Fries im oberen Geschoß durch umlaufende, fast quadratische Fenster.“

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Kath. Pfarrkirche hl. Michael in Schiefling
ObjektID: 13073

Standort
KG: Schiefling am See
Die kleine Kirche besteht aus einem barocken, im 17. Jahrhundert errichteten Saalbau, der 1900 um einen westlichen Fassadenturm ergänzt wurde. Zur Einrichtung zählen der neobarocke Hochaltar von 1850, ein Seitenaltar mit Marienfigur von 1878 und ein spätbarocker Florianialtar.[3]

Anmerkung: Der Denkmalschutz schließt auch den nicht direkt anschließenden, östlich gelegenen Friedhof mit ein.


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Spätantike Höhensiedlung Kathreinkogel
ObjektID: 13111
Kathreinkogel
Standort
KG: St. Kathrein
Am Kathreinkogel befand sich eine spätbronzezeitliche Siedlung und ein spätantikes Kastell mit Gräberfeld. 1988 legte man eine frühchristliche Saalkirche von zwölf mal fünf Metern aus dem 5./6. Jahrhundert mit einer Priesterbank, einem erhöhten Presbyterium und Estrichboden sowie südwestlich zwei Zisternen frei. Über die östliche Zisterne wurde 1986/87 ein Schutzbau mit einem angeschlossenen Museum errichtet.[4]

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Kath. Filialkirche hl. Katharina
ObjektID: 13113
Kathreinkogel
Standort
KG: St. Kathrein
Die kleine Kirche ist ein einschiffiger romanischer Bau mit spätgotischem Chor mit 5/8-Schluss, Dachreiter, westlicher Vorhalle und eisenbeschlagener gotischer Tür an der Nordseite. Bemerkenswert ist rechts vom Eingang die Opfernische mit spätgotischem Flechtornament. Im Kircheninneren wurden an der Nordwand gotische Fresken aus dem 14. Jahrhundert freigelegt; vor dem Hochaltar (von 1720, mit gedrehten Säulen) wurden die Reste eines romanischen Rechteckchors freigelegt.[4]
Hauptartikel: Filialkirche Kathreinkogel

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Kath. Filialkirche hll. Ulrich und Martin
ObjektID: 13114
Albersdorf-Albersdorfer Weg 34
Standort
KG: Techelweg
Die kleine Kirche ist ein einschiffiger romanischer Bau mit offener westlicher Vorhalle, gotischem Portal, Zwiebelhelmdachreiter und niederem, gerade geschlossenen Chor. An der Nordwand gibt es zwei Martins- und ein Christophorusfresko. Im kreuzgratgewölbten Langhaus befinden sich wuchtige Säulen und eine Holzempore aus dem 17. Jahrhundert.[5]
Hauptartikel: Filialkirche Albersdorf

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Mauerspeicher Sima
ObjektID: 13115
Roda-Panoramaweg 1
Standort
KG: Techelweg
Der mehrmals mit 1559 bezeichnete Mauerspeicher aus der Renaissance weist an der Vorderseite ein Kruzifix in Sinopiatechnik auf.

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Mauerspeicher Suhsitz
ObjektID: 13116
Zauchen-Pyramidenkogelstraße 1
Standort
KG: Techelweg
Der dreigeschoßige Speicherbau ist im Baubestand seit der Renaissance nahezu unverändert. Die Fassaden mit aufgeputzten Eckquader und architektonischen Tür- und Fensterrahmungen weisen noch zum Teil Putze des 16. Jahrhunderts auf. Die Erdgeschoßtüren besitzen profilierte Steingewände. Die Stuckrahmung über dem Portal ist mit 1597. Über dem Rundbogenportal befindet sich eine Sinopia mit der Darstellung eines Kruzifixes. Das Kellergeschoß ist mit einem Kreuzgratgewölbe des 16. Jahrhunderts mit aufgeputzten Graten ausgestattet.[6]

Legende

Quelle für die Auswahl der Objekte sind die vom BDA jährlich veröffentlichten Denkmallisten des jeweiligen Bundeslandes.[1] Die Tabelle enthält im Einzelnen folgende Informationen:

Foto: Fotografie des Denkmals. Klicken des Fotos erzeugt eine vergrößerte Ansicht. Daneben finden sich ein oder zwei Symbole:
Das Symbol bedeutet, dass weitere Fotos des Objekts verfügbar sind. Durch Klicken des Symbols werden sie angezeigt.
Durch Klicken des Symbols können weitere Fotos des Objekts in das Medienarchiv Wikimedia Commons hochgeladen werden.
Denkmal: Bezeichnung des Denkmals. Es ist die Bezeichnung angegeben, wie sie vom Bundesdenkmalamt (BDA) verwendet wird. Weiters ist die interne Objekt-Identifikationsnummer (ObjektID) angeführt.
Standort: Es ist die Adresse angegeben. Bei freistehenden Objekten ohne Adresse (zum Beispiel bei Bildstöcken) ist im Regelfall eine Adresse angegeben, die in der Nähe des Objekts liegt. Durch Aufruf des Links Standort wird die Lage des Denkmals in verschiedenen Kartenprojekten angezeigt. Darunter ist die Katastralgemeinde (KG) angegeben.
Beschreibung: Kurze Angaben zum Denkmal.

Die Tabelle ist alphabetisch nach dem Standort des Denkmals sortiert. Das Sortierkriterium ist die Katastralgemeinde und innerhalb dieser die Adresse.

Durch Klicken von „Karte mit allen Koordinaten“ (rechts oben im Artikel) wird die Lage aller Denkmale im gewählten Kartenobjekt angezeigt.

Abkürzungen des BDAs: BR … Baurecht, EZ … Einlagezahl, GB … Grundbuch, GstNr. … Grundstücksnummer, KG … Katastralgemeinde, 0G … Grundstücksnummernadresse
  Commons: Denkmalgeschützte Objekte in Schiefling am Wörthersee  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. 1 2 Kärnten – unbewegliche und archäologische Denkmale unter Denkmalschutz. (PDF), (CSV). Bundesdenkmalamt, Stand: 17. Jänner 2018.
  2. Dehio-Handbuch. Die Kunstdenkmäler Österreichs. Kärnten. Anton Schroll, Wien 2001, ISBN 3-7031-0712-X, S. 24.
  3. Dehio-Handbuch. Die Kunstdenkmäler Österreichs. Kärnten. Anton Schroll, Wien 2001, ISBN 3-7031-0712-X, S. 862ff.
  4. 1 2 Dehio-Handbuch. Die Kunstdenkmäler Österreichs. Kärnten. Anton Schroll, Wien 2001, ISBN 3-7031-0712-X, S. 749.
  5. Dehio-Handbuch. Die Kunstdenkmäler Österreichs. Kärnten. Anton Schroll, Wien 2001, ISBN 3-7031-0712-X, S. 6.
  6. Dehio-Handbuch. Die Kunstdenkmäler Österreichs. Kärnten. Anton Schroll, Wien 2001, ISBN 3-7031-0712-X, S. 864.
  7. § 2a Denkmalschutzgesetz im Rechtsinformationssystem der Republik Österreich.