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vom 20.12.2016, aktuelle Version,

Nikolaus von Liechtenstein

Nikolaus von Liechtenstein (2000)

Prinz Nikolaus Ferdinand Maria Josef Raphael von und zu Liechtenstein[1] (* 24. Oktober 1947 in Zürich, Schweiz) ist ein liechtensteinischer Diplomat.

Biografie

Nikolaus von Liechtenstein wurde 1947 als Sohn des Fürsten Franz Josef II. von Liechtenstein (1906–1989) und dessen Frau Fürstin Gina (1921–1989) in Zürich geboren. Er wuchs bei den Eltern im Fürstenhaus in Vaduz auf. Er absolvierte die Volksschule in Vaduz, ehe er das Schottengymnasium in Wien und später das Gymnasium in Zuoz besuchte. Von 1968 bis 1972 studierte er Rechtswissenschaften an der Universität Wien. Von 1973 bis 1974 war wissenschaftlicher Assistent beim Internationalen Roten Kreuz in Genf. Danach war er von 1975 bis 1976 Stage beim Fürstlichen Landesgericht und bei der Landesverwaltung in Vaduz. Von 1977 bis 1978 arbeitete er als Berater im Amt für Internationale Beziehungen der Regierung des Fürstentums.

Im Jahr 1979 wurde er Ständiger Vertreter Liechtensteins beim Europarat in Straßburg und bekleidete dieses Amt bis 1989. Im Jahr 1986 wurde er der erste nicht-residierende Botschafter beim Heiligen Stuhl. Daneben war er von 1989 bis 1996 Botschafter in der Schweiz und ist seit 1996 Botschafter in Belgien und bei der Europäischen Union. Von 1990 bis 1995 war er Leiter der liechtensteinischen Verhandlungsdelegation für das Abkommen zum Beitritt zum Europäischen Wirtschaftsraum.

Nikolaus von Liechtenstein ist mit Prinzessin Margaretha von Luxemburg, der jüngsten Tochter von Jean von Luxemburg, verheiratet. Aus der Ehe gingen vier Kinder hervor.

Wie andere Mitglieder des Fürstenhauses ist auch Nikolaus mit der Pfadfinderbewegung eng verbunden, von 1971 bis 1989 war er Korpsführer des liechtensteinischen Pfadfinderkorps.[2] Ferner ist er Mitglied der Wiener Landsmannschaft Wallenstein im KÖL.

Auszeichnungen

Einzelnachweise

  1. Nikolaus Ferdinand Maria Josef Raphael Prinz von und zu Liechtenstein auf thepeerage.com, abgerufen am 12. August 2015 (englisch)
  2. http://www.scout.li/verband/geschichte/geschichte_ppl.php
  3. Aufstellung aller durch den Bundespräsidenten verliehenen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich ab 1952 (PDF; 6,9 MB)