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vom 02.10.2017, aktuelle Version,

Paris Lodron Salzburg Wasserball

Logo des PL Salzburg

Paris Lodron Salzburg Wasserball (kurz PL Salzburg) ist ein Sportverein aus Salzburg. Bei der Vereinsgründung am 27. April 1988 schloss man sich dem Universitäts-Sportinstitut Salzburg als Sektion „Wasserball“ an, um im Sportzentrum Rif bei Hallein die Trainingsmöglichkeiten nutzen zu dürfen. Der Fürsterzbischof Paris von Lodron gründete im Jahr 1622 die Salzburger Universität. Der Verein ist der Nachfolgeverein des damaligen „SC Delphin Salzburg“.

Der Verein spielt seit 1993 in der Bundesliga – der obersten österreichischen Spielklasse. Er zählt daher seit vielen Jahren zu den erfolgreichsten des Landes Salzburg. Inklusive Nachwuchs- und Damenmannschaften konnte er sich insgesamt 63 Mal in den Medaillenrängen platzieren und war im Zeitraum von 1999 bis 2013 immer unter den vier besten Mannschaften in Österreich und 2015 Österreichischer Meister.

Geschichte

PLS-Team
PL Salzburg nach dem Österreichischen CUP-Finale
Salzburg nach Gewinn des Pokals 2014
Salzburg Kreis im Leopoldskroner Freibad 2014

Dass das Schwimmbecken im Universitäts-Sportzentrum aufgrund größerer Baumängel unmittelbar nach dem „Wasserball-Beginn“ drei Jahre lang nicht benutzbar war und um 2,75 Millionen Euro renoviert werden musste, hat den Verein sportlich zurückgeworfen.

Es gab anschließend nur die Möglichkeit, im relativ kleinen – jedoch verkehrsmäßig gut gelegenen – „Paracelsus“-Hallenbad in der Stadt Salzburg mit 2 × 45 Minuten Trainingszeit pro Woche (Dienstag und Donnerstag) den Sportbetrieb aufrechtzuerhalten.

Im April 1991 bekam der Verein drei Trainingseinheiten zu je 1,5 Stunden im Universitäts-Sportzentrum Hallein-Rif zugewiesen. Der Nachteil war der Verlust der gesamten Jugendlichen aus der Stadt, da Rif außerhalb liegt und keine ideale Verkehrsanbindung hat.

Der Nachwuchs für Wasserball wurde dann durch mehr oder weniger aufwändige Postwurfsendungen in der näheren Umgebung entdeckt und gefunden.

Nach der Jahrtausendwende kam die goldene Generation von Paris Lodron Salzburg zu ihrem Höhepunkt. In den beiden Saisonen 2001/02 und 2002/03 konnte der Verein jeweils den Meistertitel in der österreichischen Bundesliga an die Salzach holen. Nachdem PL Salzburg einige Abgänge von Leistungsträgern hinnehmen musste, begann die Umstrukturierung. Viele Projekte zur Talenteförderung von jungen Spielern wurden ins Leben gerufen, der Fokus wurde auf die Nachwuchs-Meisterschaften gelegt.

Ab der Saison 2010/11 fand Paris Lodron Salzburg unter dem damaligen Trainer Mike Fasching zurück zu alter Stärke. Dieser verließ nach der Saison 2011/12 die Mozartstädter in Richtung ASV Wien. Sein Nachfolger wurde die Vereinslegende Christian Stickler. Seit der Neugründung 1988 war er immer als Spieler für die Salzburger im Wasser und wirkte ab diesem Zeitpunkt vom Beckenrand auf die Spieler ein.

In den beiden Folge-Saisonen konnte der erneute Vizemeister-Titel (2012/13) und anschließend der dritte Platz in der Meisterschaft (2013/14) errungen werden.

Die Saison 2014/15 sollte eine denkwürdige für die Mannschaft von Paris Lodron werden. In einer hervorragenden Vorrunde konnte man in zehn Spielen neun Siege einfahren und befand sich somit auf dem ersten Platz in der Tabelle. Das Halbfinale wurde gegen IW Vienna ausgetragen, in welchem sich jeweils Salzburg durchsetzen konnte. Die Kontrahenten im zweiten Halbfinale waren Serienmeister und Titelfavorit WBC Tirol und der WBV Graz. Nach einem 13:11 im Hinspiel der Tiroler, konnten die Steirer die beiden weiteren Partien jeweils mit 11:10 gewinnen und sich somit für das Finale um den Meistertitel 2014/15 gegen Salzburg qualifizieren. Somit war der Serienmeister WBC Tirol nach neun Jahren Dominanz erstmals nicht im Finale um die Meisterschaft.

Das erste Spiel zwischen Salzburg und Graz fand in der Steiermark statt. Im Bad Eggenberg „Auster“ fand ein sehr hartes und körperbetontes Spiel statt. Bei einem Halbzeitstand von 7:9 für Salzburg wurden die Seiten gewechselt. Im dritten Viertel beim Stand von 8:10 für PL Salzburg dann die unglaubliche Szene. Ein Salzburger Spieler wird gefoult, der gegnerische Grazer schmeißt den Ball weg und Bekommt einen berechtigten Ausschluss. Als er diesen nicht akzeptieren will wird er regelkonform mit einem „Ausschluss mit Ersatz“ (Rolle) bestraft. Der Spieler steigt aus dem Wasser und greift den Schiedsrichter tätlich an, woraufhin dieser das Spiel abbricht. Die Sportkommission bearbeitete den Vorfall in den darauffolgenden Tagen.

Erfolge

Bundesliga
  • 5 × Österreichischer CUP-Sieger (2000, 2001, 2002, 2015, 2016)
  • 3 × Österreichischer Meister (2002, 2003, 2015)
  • 6 × Österreichischer Vizemeister (2000, 2008, 2011, 2012, 2013, 2016)
Nachwuchs
  • 3 × Österreichischer Schülermeister, 1 × Vizemeister
  • 2 × Österreichischer Jugendmeister, 7 × Vizemeister
  • 6 × Österreichischer Juniorenmeister, 7 × Vizemeister

Vorstand Saison 2016/17

  • Finanzreferent: Hannes Markowitsch
  • Obmann: Wolfgang Pfau
  • Sportlicher Leiter: Patrick Schütz
  • Schriftführer: Fritz Gruber

Trainerstab Saison 2016/17

PLS-Trainer Christian Stickler
Name Mannschaft Nationalität beim Verein
seit
Trainer
Christian Stickler Kampfmannschaft Osterreich 1988
Tamas Gyurovath U19-Mannschaft Ungarn 2013
Vladimir Savtchenko U17 & U15-Mannschaft Weissrussland 2004
Patrick Schütz U17 & U15-Mannschaft Osterreich 2001

Aktueller Kader

PLS-Kapitän Salkan Samardzic im Tor gegen die deutsche Nationalmannschaft

Stand: 11. Mai 2015

Nummer Name Nationalität beim Verein
seit
Tor
01 Salkan Samardzic Osterreich 1999
13 Mitar Rakita Osterreich 2010
Center-Verteidiger
07 Jonathan Huber (K) Osterreich 2003
12 Viktor Selendic Frankreich  Frankreich 2016
Center
6 Istvan Hegedüs Ungarn 2016
010 Hannes Prodinger Osterreich 2015
Flügel & Rückraum
03 Sebastian Donis Osterreich 2008
04 Mark Jaksa Ungarn 2011
2 Bernhard Hengl Osterreich 2016
06 Wolfgang Pfau Osterreich 1998
08 Tamas Gyurovath Ungarn 2013
09 Roland Kreil Osterreich 2003
13 Lorenz Mühlfellner Osterreich 2014
11 Ferenc Makray Osterreich 2012
12 Mark Major Ungarn 2015
13 Maximilian Moser Osterreich 2013
  Commons: Paris Lodron Salzburg Wasserball  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Quellen

  • Homepage PL Salzburg
  • Facebookseite PL Salzburg
  • „Paris Lodron Salzburg Wasserball Jahresbericht 2010“
  • '„PL Salzburg“, Vereinsheft