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vom 22.04.2017, aktuelle Version,

Paul Pochhammer

Paul Pochhammer (* 21. Februar 1841 in Neisse; † 2. März 1916) war ein preußischer Oberstleutnant und Dante-Forscher.

Leben

Pochhammer trat 1859 in die Preußische Armee ein und war als Hauptmann im Ingenieur-Corps und als Lehrer an der Kriegsakademie in Berlin tätig. Er machte die Feldzüge 1864 gegen Dänemark, 1866 gegen Österreich und 1870/71 gegen Frankreich mit. Im Frühjahr 1888 musste er krankheitshalber den Militärdienst quittieren.[1]

Sein Sohn, Hans Pochhammer, war Erster Offizier an Bord des Großen Kreuzers Gneisenau und ranghöchster deutscher Überlebender im Seegefecht bei den Falklandinseln.[2]

Veröffentlichungen

  • Dante und die Schweiz. Ein Wort an Einheimische und Fremde. Zürich, Raustein 1896.
  • Durch Dante. Ein Führer durch die „Commedia“ in 100 Stanzen und 10 Skizzen. Zürich, Verlag von Karl Henckell 1897.
  • Dantes Göttliche Komödie in deutschen Stanzen. Leipzig, Teubner 1901. Buchschmuck von Heinrich Vogeler.
  • Die Wiedergewinnung Dantes für die deutsche Bildung. 1902.
  • Ein Dantekranz aus hundert Blättern. Ein Führer durch die „Commedia“. Berlin, G. Grote'sche Verlagsbuchhandlung 1906. Mit 100 Federzeichnungen von Franz Stassen.

Literatur

  • Paul Pochhammer † in: Deutsches Dante-Jahrbuch. 5. Bd., Jena 1920, S. 182a–182b.
  • Hans Mackowsky: Paul Pochhammer († 2. März 1916). Rede, gehalten bei der Gedächtnisfeier der Humboldt-Akademie Freien Hochschule am 16. April 1916 im Bürgersaal des Rathauses. Berlin 1916.

Einzelnachweise

  1. Frau Margarete Pochhammer. in: Lexikon deutscher Frauen der Feder. Bd. 2, Berlin, 1898., S. 143.
  2. geni.com: Paul Friedrich Karl Pochhammer, Eintrag vom 1. März 2015, Aufruf am 22. April 2017.