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vom 29.06.2017, aktuelle Version,

Reinhard Hüttl

Gespräch von Holger Klein mit Reinhard Hüttl zu seiner Arbeit am Geoforschungszentrum Potsdam (2014). [1]

Reinhard F. Hüttl (* 1. Januar 1957 in Regensburg) ist ein deutscher Forst- und Bodenwissenschaftler und seit 2007 Leiter des Geoforschungszentrums Potsdam (heute: Deutsches GeoForschungsZentrum), einem Institut der Helmholtz-Gemeinschaft. Weiterhin hat er zahlreiche Ämter in Gremien der wissenschaftlichen Selbstverwaltung inne und ist Mitglied mehrerer wissenschaftlicher Akademien.

Leben

Hüttl studierte von 1978 bis 1983 Forst- und Bodenwissenschaften an der Albert-Ludwigs-Universität in Freiburg im Breisgau und an der Oregon State University. 1984 bis 1985 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Bodenkunde der Universität Freiburg, wo er 1986 promoviert wurde.

Von 1986 bis 1992 war er Leiter des internationalen Forschungsreferates beim Bergbauunternehmen Kali und Salz in Kassel, parallel dazu war er Habilitand an der Universität Freiburg, wo er sich 1991 habilitierte.

Nach einer Vertretungsprofessur in Hawaii (1990–1991) war er von 1992 bis 1995 Leiter des Instituts für Wald- und Forstökologie im Zentrum für Agrarlandschafts- und Landnutzungsforschung (ZALF) in Eberswalde. Seit Januar 1993 ist er Inhaber des Lehrstuhls für Bodenschutz und Rekultivierung an der Brandenburgischen Technischen Universität (BTU) in Cottbus. Von 1993 bis 2000 war er Vizepräsident dieser Universität.

Von 1996 bis 2000 war er Mitglied des Sachverständigenrats für Umweltfragen.

Seit 1995 ist er ordentliches Mitglied der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften (BBAW), seit 2006 Mitglied der Königlich Schwedischen Akademie für Land- und Forstwirtschaft und der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. 2011 wurde er als ordentliches Mitglied in die Academia Europaea aufgenommen.[2] Von 2000 bis 2006 war er Mitglied des Wissenschaftsrates, ab 2003 Vorsitzender der Wissenschaftlichen Kommission des Rates.

Von Oktober 2008 bis Februar 2017 war er einer von zwei Präsidenten von acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften. Von 2005 bis 2008 war er Vizepräsident der Akademie und bekleidet dieses Amt wieder seit Februar 2017. Seit März 2011 ist Hüttl Mitglied der Ethikkommission für eine sichere Energieversorgung. Hüttl ist seit 2009 Mitglied im Bioökonomierat (BÖR) und war von 2009 bis 2012 Vorsitzender.

Er ist Mitglied des Aufsichtsrat der BMW Group.

Ehrungen

Einzelnachweise

  1. Resonator-Podcast der Helmholtz-Gemeinschaft: Das Geoforschungszentrum Potsdam (Folge 26, 7. März 2014)
  2. Mitgliederverzeichnis: Reinhard F. Hüttl. Academia Europaea, abgerufen am 29. Juni 2017 (englisch).