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vom 30.05.2018, aktuelle Version,

Richard J. Daley

Richard J. Daley (links) mit Präsident Johnson im Weißen Haus 1966

Richard Joseph Daley (* 15. Mai 1902 in Chicago, Illinois; † 20. Dezember 1976 ebenda) war ein US-amerikanischer Politiker. Von 1955 bis zu seinem Tod war er Bürgermeister von Chicago.[1] Mit 21 Amtsjahren prägte er nicht nur maßgeblich die Politik der Großstadt, sondern spielte auch in der Demokratischen Partei eine bedeutende Rolle, etwa bei der Unterstützung der Präsidentschaftskandidaturen von John F. Kennedy 1960, Lyndon B. Johnson 1964 und Hubert H. Humphrey 1968. Daley wurde überregional bekannt, als er beim demokratischen Nominierungsparteitag in Chicago Ende August 1968 die Polizei gegen Anti-Kriegsdemonstranten einsetzte. Die Ordnungskräfte gingen dabei besonders hart gegen die Protestierenden vor, was auch über die Grenzen der USA hohe Beachtung fand.

Er ist Vater des ehemaligen Bürgermeisters Richard M. Daley und des ehemaligen US-Handelsministers und vormaligen Stabschefs des Weißen Hauses William M. Daley.

Nach ihm wurde das Richard J. Daley Center benannt, ein 197 Meter hoher Wolkenkratzer, der von 1965 bis 1969 das höchste Gebäude der Stadt Chicago war.

Auszeichnungen

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Einzelnachweise

  1. Richard J. Daley. In: Der Spiegel. Nr. 53, 1976, S. 92 (online).
  2. Aufstellung aller durch den Bundespräsidenten verliehenen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich ab 1952 (PDF; 6,9 MB)