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vom 26.04.2018, aktuelle Version,

Stephan Kirste

Stephan Kirste (2012)

Stephan Kirste (* 12. November 1962 in Oldenburg) ist ein deutscher Rechtswissenschaftler. Kirste hat an der Universität Salzburg einen Lehrstuhl für Rechts- und Sozialphilosophie inne und ist Präsident der Deutschen Sektion der Internationalen Vereinigung für Rechts- und Sozialphilosophie.

Werdegang

Nach dem Abitur studierte Kirste von 1982 bis 1990 Rechtswissenschaften, Neuere und Neueste Geschichte und Philosophie an den Universitäten Regensburg und Freiburg. 1994 legte er seine Zweite juristische Staatsprüfung vor dem Landesjustizprüfungsamt Stuttgart ab. 1997 folgte die Promotion mit einer Arbeit zum Thema "Die Zeitlichkeit des positiven Rechts und die Geschichtlichkeit des Rechtsbewusstseins" an der Juristischen Fakultät der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. Von 1997 bis 2004 war Kirste zunächst wissenschaftlicher Angestellter und ab 1998 wissenschaftlicher Assistent am Juristischen Seminar der Universität Heidelberg am Lehrstuhl von Winfried Brugger. 2004 habilitierte er sich mit einer Arbeit zum Thema "Theorie der Körperschaft öffentlichen Rechts - verwaltungsgeschichtliche, organisationstheoretische und verwaltungsorganisationsrechtliche Aspekte". 2009 nahm Kirste einen Ruf auf eine Professur für Öffentliches Recht, Europarecht und Rechtsphilosophie an der deutschsprachigen Andrássy Universität in Budapest an. Dort war er von 2009 bis 2011 Dekan der Fakultät für Vergleichende Staats- und Rechtswissenschaften. Zum 1. März 2012 erhielt er einen Ruf an die Universität Salzburg auf einen Lehrstuhl für Rechts- und Sozialphilosophie.[1]

Kirste ist Mitbegründer des Arbeitskreises Ideengeschichte in der Deutschen Sektion der Internationalen Vereinigung für Rechts- und Sozialphilosophie e. V., sowie seit 2010 Präsident dieser Sektion.[2] Außerdem ist er Mitherausgeber der Enzyklopädie zur Rechtsphilosophie.[3]

Forschungsschwerpunkte

Die Forschungsschwerpunkte von Kirste liegen im Bereich der Rechtsphilosophie, insbesondere auch der Ideengeschichte der Rechtsphilosophie, der Verfassungstheorie mit der Verfassungsvergleichung sowie des Verfassungs- und Verwaltungsrechts mit seinen europarechtlichen Bezügen. Themenbereiche sind etwa: Recht und Zeit; Menschenrechte; Partizipation.

Publikationen (Auswahl)

Eine vollständige Publikationsliste befindet sich auf der Website des Lehrstuhls.

Als Autor

  • Die Zeitlichkeit des positiven Rechts und die Geschichtlichkeit des Rechtsbewußtseins: Momente der Ideengeschichte und Grundzüge einer systematischen Begründung, Duncker & Humblot, Berlin 1998, ISBN 978-3428093182 (Dissertation, Albert-Ludwigs-Universität, 1997).[4]
  • Einführung in die Rechtsphilosophie, Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 2010, ISBN 978-3534205882.[5]
  • Introdução à Filosofia do Direito, Editora Fórum, Belo Horizonte 2013, ISBN 978-85-7700-722-6.[6]

Als Herausgeber

Einzelnachweise

  1. Stephan Kirste auf der Website der Universität Salzburg
  2. Internationale Vereinigung für Rechts- und Sozialphilosophie e.V. (Sektion Deutschland), Vorstand
  3. Enzyklopädie zur Rechtsphilosophie (Onlinelexikon), Herausgeber
  4. Duncker & Humblot, Artikelübersicht, Dissertation
  5. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Artikelübersicht
  6. Editora Fórum, Artikelübersicht (portugiesisch)
  7. Franz Steiner Verlag, Artikelübersicht
  8. Nomos Verlag, Artikelübersicht
  9. Franz Steiner Verlag, Artikelübersicht
  10. Suhrkamp Verlag, Artikelübersicht
  11. Mohr Siebeck Verlag, Artikelübersicht
  12. Berliner Wissenschafts-Verlag, Artikelübersicht
  13. Franz Steiner Verlag, Artikelübersicht
  14. Nomos Verlag, Artikelübersicht
  15. Franz Steiner Verlag, Artikelübersicht
  16. Mohr Siebeck Verlag, Artikelübersicht
  17. Duncker & Humblot, Artikelübersicht