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vom 25.12.2015, aktuelle Version,

Walter Le Coutre

Walter Le Coutre (* 21. November 1885 in Halle; † 14. September 1965 in Meersburg) war ein deutscher Betriebswirtschaftler und Bilanztheoretiker.

Leben

Le Coutre studierte an der Handelshochschule in Berlin. 1906 wurde er Mitglied des Corps Holsatia Berlin.[1] 1909 schloss er das Studium ab. 1918 wurde er in Greifswald bei Wilhelm Kähler über „Die Grundgedanken der Deutschen Preispolitik im Weltkrieg 1914-1918“ promoviert. 1920–1923 war er Professor, ab 1921 Ordinarius an der Handelshochschule Königsberg. Ab 1924 bis zu deren Auflösung 1933 war er an der Handelshochschule Mannheim tätig.

Danach wirkte er freiberuflich und wurde 1943 Honorarprofessor an der Universität Heidelberg. Von 1946, dem Jahre der Wiedereröffnung der Handelshochschule Mannheim als Wirtschaftshochschule, bis zur Emeritierung am 31. März 1954 war er wieder in Mannheim tätig, von 1949 bis 1950 als deren Rektor.

Walter Le Coutre wurde vor allem bekannt durch die Entwicklung der Statischen Bilanzauffassung, die er seit den 1920er Jahren vertrat und zur sogenannten totalen Bilanzauffassung weiterentwickelte.

Ehrungen

  • Ehrendoktorwürde der Hochschule für Welthandel Wien
  • Ehrenmitglied des Verbandes der Hochschullehrer für Betriebswirtschaft
  • 1955 Verleihung der Schillerplakette Mannheims
  • 1958 Bundesverdienstkreuz 1. Klasse für Betriebswirtschaft
  • 1960 Ehrensenator der Wirtschaftshochschule Mannheim (heute Universität Mannheim)
  • die Verleihung des Großen Verdienstkreuzes zum 80. Geburtstag wurde durch den Tod vereitelt

Literatur

  • Curt Sandig: „Walter le Coutre, ein Leben für Klarheit und Wahrheit der Rechnungslegung“, in ZfhF 1966, S. 355–362.

Einzelnachweise

  1. Erwin Willmann (Hrsg.): Verzeichnis der Alten Rudolstädter Corpsstudenten. (AH. Liste des RSC.), Ausgabe 1928, Nr. 737