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vom 02.10.2016, aktuelle Version,

Walther Jaroschek

Walther Jaroschek

Walther Jaroschek (* 22. Februar 1903 in Freiwaldau; † 15. Juni 1968) war ein deutscher Politiker (NSDAP).

Leben und Wirken

Nach dem Besuch der Volksschule, eines Realgymnasiums in Freiwaldau und der Handelsakademie in Olmütz, die er 1922 mit der Matura verließ, arbeitete Jaroschek von 1922 bis 1925 als Speditionsbeamter in Wien. Danach ließ er sich als Spediteur und Kaufmann in Freiwaldau-Gräfenberg und als Kurhausleiter in Gräfenberg nieder.

Politisch engagierte Jaroschek sich seit seiner Jugend im Deutschen Turnverband und in der völkischen Jugendbewegung. 1921 wurde er Leiter des nationalen Jugendrings in Olmütz und seit 1925 bekleidete er Führungsämter in Turnverbandsgliederungen.

In den 1930er Jahren war Jaroschek aufgrund seiner politischen Tätigkeit in seiner Heimat, die zur Tschechoslowakei gehörte, in eine Reihe politischer Schutzgesetzprozesse verwickelt. In einem dieser Prozesse wurde er zu einer zweieinhalbmonatigen Haftstrafe verurteilt. Von 1934 bis 1935 war er Ortleiter der Sudetendeutschen Partei (SdP) und ab 1936 Bezirksleiter der SdP.

Im Oktober 1938 wurde er zum Beauftragten für den Aufbau der NSDAP im Kreis Freiwaldau ernannt. Zudem war er später Kreisleiter der NSDAP im Sudetenland.

Jaroschek zog nach einer Ergänzungswahl am 4. Dezember 1938 als Abgeordneter für die sudetendeutschen Gebiete in den nationalsozialistischen Reichstag ein, dem er bis zum Erlöschen seines Mandates am 23. September 1944 angehörte.

Literatur

  • Joachim Lilla (Bearbeiter): Statisten in Uniform. Die Mitglieder des Reichstags 1933–1945. Droste Verlag, Düsseldorf 2004, ISBN 3-7700-5254-4.
  • Joachim Lilla: Die Vertretung des „Reichsgaus Sudetenland“ und des „Protektorats Böhmen und Mähren“ im Grossdeutschen Reichstag. In: Bohemia. Zeitschrift für Geschichte und Kultur der böhmischen Länder, Band 40, Ausgabe 2, 1999, S. 459