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vom 24.02.2017, aktuelle Version,

Wilhelm Eichler von Eichkron

Wilhelm Eichler von Eichkron, Lithographie von Eduard Kaiser, 1865

Karl Wilhelm Eichler von Eichkron (* 10. Dezember 1818 in Kötzschenbroda; † 23. Dezember 1892 in Wien; auch: Karl Wilhelm Eichler [Geburtsname]) war ein deutsch-österreichischer Eisenbahningenieur und -unternehmer. Er wurde aufgrund seiner Verdienste vom österreichischen Kaiser geadelt.

Leben und Wirken

Geboren am Anger des sächsischen Kötzschenbroda (Altkötzschenbroda 44) im väterlichen und großväterlichen Anwesen, studierte Eichler nach seinem Schulbesuch am Polytechnikum Dresden. Ab 1836 arbeitete er beim Bau der neuen Leipzig-Dresdner Eisenbahn mit, wo er einen Bauabschnitt verantwortlich leitete.[1]

Im Jahr 1839 ging Eichler nach Österreich, wo er in den nächsten Jahrzehnten maßgeblich die Entwicklung des dortigen Eisenbahnwesens mitbeeinflusste. So leitete er bis 1841 den Betrieb der Strecke Wien-Liesing, dann den Betrieb der Gesamtstrecke der Wien-Gloggnitzer Eisenbahn. Vorübergehend war Eichler für die Strecke Mürzzuschlag-Laibach der Südlichen Staatsbahn zuständig.

In den Jahren 1848 bis 1854 war er als selbstständiger Unternehmer am Bau der Semmeringbahn beteiligt. Ab 1855 erhielt Eichler Führungsaufgaben im Betriebsdienst der Österreichischen Staatseisenbahngesellschaft, ab 1864 bis 1885 war er Generalinspektor der Kaiser-Ferdinands-Nordbahn, deren Gesamtgeschäftsführung Eichler im Laufe der Zeit übernahm.

Der österreichische Kaiser Franz Joseph I. verlieh Eichler für seine Verdienste 1865 das mit dem Ritterstand verbundene Adelsprädikat von Eichkron[2] und erhob den zahlreich Ausgezeichneten, auf dessen Ansuchen, mit Diplom vom 10. September 1878[2] in den erblichen Freiherrnstand.

Eichler von Eichkron verstarb in seiner Wohnung im vierten Wiener Gemeindebezirk, Wieden, Heugasse 4 (seit 1911: Prinz-Eugen-Straße 4).[2]

In Eichlers Geburtsstadt Radebeul wurde 1991 im Stadtteil Kötzschenbroda eine Straße nach seinem Geburtsnamen benannt.

Literatur

Einzelnachweise

  1. Wilhelm Eichler. In: Gottfried Thiele: Von August bis Ziller; Historische Persönlichkeiten und ihre Spuren in der Lößnitz. Radebeul 1998, S. 11.
  2. 1 2 3 Hofrath Wilhelm Freiherr v. Eichler †.. In: Die Presse, 24. Dezember 1892, S. 9 Mitte. (Online bei ANNO)Vorlage:ANNO/Wartung/apr