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vom 26.08.2016, aktuelle Version,

Zivilcourage und Anti-Rassismus-Arbeit

ZARA - Zivilcourage und Anti-Rassismus-Arbeit
Zweck: Anti-Rassismus-Arbeit
Vorsitz: Pia Ettenauer (Obfrau)
Gründungsdatum: 1999
Sitz: Wien
Website: www.zara.or.at

Der Verein ZARA – Zivilcourage und Anti-Rassismus-Arbeit ist ein in Wien ansässiger Verein, der im Jahr 1999 gegründet wurde. Ziele des Vereins sind, Zivilcourage und eine rassismusfreie Gesellschaft in Österreich zu fördern sowie alle Formen von Rassismus zu bekämpfen.

Definitionen

Rassismus

Als rassistische Diskriminierung gilt für ZARA, wenn ein Mensch oder eine Gruppe aufgrund der Hautfarbe, der Sprache, des Aussehens, der Religionszugehörigkeit, der Staatsbürgerschaft oder der Herkunft in irgendeiner Form benachteiligt wird.[1]

Zivilcourage

Zivilcourage definiert ZARA folgendermaßen: Zivilcourage beginnt mit Wahrnehmung und Verantwortungsgefühl und mündet in zivilcouragiertem Handeln. Dies bedeutet den Mut zu haben, sich für jemanden, dem Unrecht geschieht einzusetzen. Dies kann das Risiko eigener Nachteile beinhalten und unter Umständen den gesellschaftlichen und staatlichen Regeln oder Tendenzen zuwiderlaufen.[2]

Arbeitsgebiete

Die Antirassismusarbeit beruht auf den drei Säulen Beratung, Prävention und Sensibilisierung der Öffentlichkeit.

Beratung

Seit Jänner 2000 betreibt ZARA in Wien eine Beratungsstelle, bei der sich Opfer und Zeugen von Rassismus kostenlos beraten lassen können. Das Beratungsteam besteht aus juristisch und sozial geschulten Beratern. Empowerment der betroffenen Personen ist dabei ein Ziel.

Prävention

Zentraler Bestandteil der Präventionsarbeit des Vereins ist das Weiterbildungsangebot im Bereich Antirassismus. ZARA bietet Trainings, Workshops und interaktive Vorträge, den ZARA-Lehrgang “Kompetenzvermehrung Anti-Rassismus & Zivilcourage” sowie Module im Bereich Diversity-Management und Unternehmensarbeit an.

Sensibilisierung der Öffentlichkeit

Die wichtigste Publikation des Vereins ist der jährlich erscheinende Rassismus Report. Er ist die einzige qualitative Datenquelle über Struktur und Ausmaß von Rassismus in Österreich und zeigt anhand von Einzelfall-Berichten, in welchem Ausmaß sich rassistische Diskriminierung durch alle Lebenslagen zieht. Er ist elementar für die Bildungs- und Sensibilisierungsarbeit des Vereins. Darüber hinaus leistet der Verein kontinuierliche Informationsarbeit, um das Problembewusstsein betreffend Rassismus in Österreich zu steigern und die Öffentlichkeit für die Thematik zu sensibilisieren. Unter anderem gibt es in unregelmäßigen Abständen Kolumnen oder Gastbeiträge in verschiedenen Medien z.B. der Straßenzeitung Augustin. Zudem veranstaltet der Verein in Kooperation mit der Hauptbücherei der Stadt Wien einmal im Monat den ZARA:Talk um die Öffentlichkeit über verschiedene Aspekte von Rassismus und Diskriminierung zu informieren.

Netzwerk

Der Verein ist Mitglied in mehreren Netzwerken:

  • Klagsverband zur Durchsetzung der Rechte von Diskriminierungsopfern
  • Netzwerk Soziale Verantwortung
  • RAXEN Focal Point für Österreich
  • UNITED against Racism - European Network against Nationalism, Racism, Fascism and in Support of Migrants and Refugees
  • In@ch – The international Network against CyberHate

Auszeichnungen

Ähnliche Organisationen in Österreich

In Linz agiert eine Plattform Zivilcourage etwa in Fällen von Verdacht der Diskriminierung etwa aufgrund von Hautfarbe sowohl im öffentlichen Leben als auch bei Handlungen der Staatsgewalt.[3]

Einzelnachweise

  1. http://www.zara.or.at/index.php/ueber-zara/grundsaetze
  2. http://www.zara.or.at/index.php/ueber-zara/grundsaetze
  3. http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20031009_OTS0195/landesrat-josef-ackerl-begruesst-die-plattform-zivilcourage Landesrat Josef Ackerl begrüßt die "Plattform Zivilcourage", 9. Oktober 2003, abgerufen 11. April 2016.