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Wadi El Natrun - Monastery of Saint Pishoy#

Wadi El Natrun - Monastery of Saint Pishoy
Wadi El Natrun - Monastery of Saint Pishoy, December 2008, © Gerhard Huber, under CC BY-NC 4.0 +Edu

Ein Besuch in den Klöstern des Wadi Natrun macht deutlich, warum die koptische Kirche überlebte. Die Wüste war lange Zeit die Beschützerin des Glaubens. Dorthin zogen sich im 4. Jahrhundert Tausende Christen zurück, um den Verfolgungen der Römer zu entgehen. Zeitgleich hatte der aus Mittelägypten stammende heilige Antonius die Askese und die Einsiedelei als Mittel zur Gotteserfahrung entdeckt. Er zog sich in die Wüste zurück und scharte einige Schüler um sich. Das christliche Mönchstum hatte demzufolge seinen Ursprung in der ägyptischen Wüste. Aus den Einsiedeleien der geflohenen Christen im Wadi Natrun entstanden schließlich Klöster, deren mönchische Traditionen später von den europäischen Christen übernommen wurden. Früher existierten 60 Klöster im Tal. Heute sind noch vier übrig und in regem Betrieb. Religiöse Zeremonien werden immer noch in koptischer Sprache, einer Mischung aus altägyptisch und altgriechisch, abgehalten. Das größte Kloster geht auf den heiligen Bischoi zurück. Sein Leichnam, aufbewahrt in einem Sarkophag, soll angeblich nach 1600 Jahren immer noch vollkommen unversehrt sein. Den inbrünstig Gläubigen reiche er sogar die Hand zur Begrüßung, behaupten zumindest die Mönche.