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Mystic Seaport: The Museum of America and the Sea#

Mystic Seaport: The Museum of America and the Sea
Mystic Seaport: The Museum of America and the Sea, October 2013, © Gerhard Huber, under CC BY-NC 4.0 +Edu

Weil die Amerikaner so stolz auf ihre kurze Geschichte sind, widmen sie fast jeder Epoche und jedem Wirtschaftszweig ein aufwändig gestaltetes Freilichtmuseum. Mystik Seaport Mystic Seaport, Connecticut in Connecticut erzählt vom Fischfang vor 150 Jahren. Dazu hat man einen historischen Hafen möglichst authentisch restauriert und nachgebaut. Schon im 18. Jahrhundert mauserte sich Mystic Seaport zum wichtigsten Schiffsbauzentrum an der Ostküste. Das Zauberwort hieß Kabeljau. Zu seiner Jagd setzte man nicht auf robuste Fangboote, sondern auf schnelle Segelklipper. Damals erlebte auch der Seehandel eine neue Dimension. Befreit von den kolonialen Fesseln sandten die Kaufleute Neuenglands ihre Klipper um das Kap Horn herum bis nach Asien. Zurück kehrten sie mit Seide, Porzellan und Gewürzen, die märchenhafte Gewinne in die Kassen spülten. Als drittes Standbein spielte der Walfang eine große Rolle, wobei man es auf die Fettschicht des Tieres und den Walrat abgesehen hatte. Ein einziger Pottwal produziert bis zu 7000 Liter dieser öligen Substanz in seinem Kopf. Das ausgekochte Öl diente damals als Energiequelle für Öllampen. Erst um 1850 setzte der Niedergang des lukrativen Geschäftes ein – bedingt durch die Dezimierung der Walbestände. Den endgültigen Todesstoß erhielt die Walfangindustrie durch die Erfindung des Petroleums. Geblieben sind nur mehr die Geschichten von mutigen Männern und gesetzlosen Piraten wie im Roman 'Moby Dick' von Hermann Melville.