!!! Herta Margarete Habsburg-Lothringen: Habsburgs Garten 

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'' Herta Margarete Habsburg-Lothringen: Habsburgs Garten. Meine Imperialen Oasen. Deutsche und englische Ausgabe. Cadmos Verlag Wien. 96 S., ill. € 20,-'' \\ \\


''Die Habsburger waren seit jeher bekannt für ihre Leidenschaft für Blumen und das Gärtnern. Über Jahrhunderte hinweg entstanden prachtvolle Gärten und weitläufige Parks. … Diese Tradition wird bis heute in den Gärten und Schlossanlagen fortgeführt.'' Auch von Herta Margarete Habsburg-Lothringen, die ihren ''Imperialen Oasen'' jetzt ein Buch gewidmet hat. Die Autorin ist mit Erzherzog Sandor Habsburg-Lothringen-Toskana verheiratet. Die Autorin setzt sich in besonderer Weise für Friedensprojekte, die Erhaltung kultureller Werte und die Natur ein.

Die Buchpräsentation erfolgte standesgemäß. Es hätte kaum einen stilvolleren Rahmen und passenderen Termin geben können. Genau 170 Jahre nach der Grundsteinlegung der Votivkirche fungierte die Autorin dort als Taufpatin der "Habsburg-Rose". Anschließend pflanzte sie die großblütige, weiße  Edelrose bei der Kirche, die zum Dank für die Verhinderung eines Attentats auf Kaiser Franz Joseph errichtet wurde.

''Ich versuche im Einklang mit der Natur zu leben. Sie selbst liefert die Grundlage für das harmonische Gesamtbild meines Gartens. … Die Freude im und am Garten - das Säen, Erwachen, Wachsen und Ernten zu erleben - ist ein Geschenk, das mit nichts anderem zu vergleichen ist. Ich hege, pflege und achte die Natur. Als Dank empfange ich Lebenskraft, '' schreibt  Herta Margarete Habsburg-Lothringen. Nach dem Motto ''Träumen - leben - genießen - nützen - schützen - wertschätzen'' lädt sie zum Spaziergang durch ihr "Zauberreich" ein. 

Jahreszeitgemäß heißt das erste Kapitel ''Wenn der Frühling erwacht''. Das Schneeglöckchen ist der erste Bote. ''Kaum eine Blume steht so eindrücklich für Hoffnung und Neubeginn. Schneeglöckchen erinnern uns daran, dass nach der dunklen Jahreszeit das Licht zurückkehrt.''  Bald folgen Märzenbecher, Tulpen, Flieder und Maiglöckchen. 

Beim ''Einzug des Frühsommers'' lässt sich immer wieder Neues entdecken. Die Pfingstrose symbolisiert Schönheit, Reichtum, Glück, Gesundheit. Liebe und Romantik. In China, wo man sie seit mehr als einem Jahrtausend kultiviert, wird sie auch in der Medizin geschätzt, ebenso wie im Mittelmeerraum. Die Schwertlilie gilt als ''wahre Attraktion'', gibt dem Garten Struktur und Eleganz, vermittelt Stärke, Größe und Beständigkeit. In Frankreich wurde die Iris als ''Fleur-de-Lys'' zum königlichen Symbol. 

Im Sommer, der ''Hoch-Zeit des Gartens'', wird dieser zum ''Wohnzimmer im Freien''. Hortensien waren in der Barockzeit wegen ihrer festlichen Üppigkeit geschätzt, später wurden sie zum beliebten Zierstrauch in Bauerngärten, wie auch Stockrosen (Malven), Feuerlilien und Sonnenblumen. Die Zier- und Nutzpflanze ''verströmt Energie, Zuversicht und Positivität.''

Wenn die Tage kürzer werden, erfüllt ''Spätsommerleuchten'' die Gärten. Nun ist die Zeit der Kräuterernte. ''Ob Oregano, Sonnenhut, Arnika, Johanneskraut, Winterheckenzwiebel oder Rosmarin - sie alle verkörpern eine Vielfalt am Kreativität für Gaumen, Haut und Seele. Ihre Aromen und Düfte bereichern die Küche und sind seit Jahrhunderten Teil der Hausapotheke.'' In dieses Kapitel fallen auch Kapuzinerkresse, Ringelblume, Johanneskraut, Lavendel und der Raue Sonnenhut.

''Zwischen Spätsommer und Herbst'' freuen sich Gartenfans an Nachtkerze, Hibiskus, Dahlie und Chrysantheme. Diese, eine der ältesten winterfesten Staudenblumen der Welt, gilt in Japan als Blume des Kaisers, Symbol für Würde und Vollkommenheit. Zur Erntezeit Im Herbst ist ''die Kunst des Bewahrens'' gefragt. ''Durch Konservieren, Einlegen und Trocknen zieht der Herbst in die Küche ein und schenkt Vorräte für die stilleren Monate.''

''Im winterlichen Glanz verwandelt sich die Natur in ein stilles Kunstwerk. … Der Garten wirkt wie verzaubert, ein Ort der Besinnung und des Innehaltens. Bald erscheinen Schneerosen, als strahlende Boten von Kraft, Schönheit und Inspiration, die mit zeitloser Eleganz den Wandel der Jahreszeit einleiten. … Schon in der Antike wurde die Christrose geschätzt. Bis heute gilt sie als Symbol für langes Leben - ein Sinnbild dafür, dass selbst in der winterlichen Ruhe Lebenskraft und Hoffnung erblühen können.''

Das kleine, feine Buch schildert nicht nur das Gartenjahr, sondern bringt auch Sonderthemen wie ''Lebensraum für Fauna und Flora'', Bäume, ''Wasser, der Ursprung des Lebens'', Räuchern, ''Alles hat seine Zeit '' oder ''die Habsburgerblumen''. Als solche gelten weiße und gelbe Lilien, rote Rosen und schwarze Calla. Im Sommer 2026 ist die weiße "Habsburg-Rose" dazugekommen. \\ \\


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