!!!Einstimmung

[{Image src='seite21.jpg' alt='Heilkräuter' class='image_left' width='184' height='311' popup='false'}]

%%coolborder-500
''__Der Größte ist der, der die Natur und die Wunder weiß, lernt
und erfährt. Der nichts kann, noch erfährt, noch weiß, ist tot__''\\%%(text-align:right)
''Paracelsus''%%
%%

Heilpflanzen werden seit tausenden von Jahren eingesetzt und waren nie wirklich
vergessen, wohl aber zurückgedrängt. Die Erfahrung mit ihnen gründet sich
auf berühmte Namen wie Pythagoras, Galen oder Hippokrates, aber auch auf
die Beobachtungen, die berühmte Biologen oder Mediziner über Jahrhunderte
hinweg gemacht haben, es sind auch etliche aus dem vergangenen Jahrhundert
dabei.

Heilkräuter haben vielen Kranken die völlige Gesundheit zurückgegeben. Sie
haben das Lebensglück und die Lebenskraft vieler Menschen bis ins hohe Alter
unterstützt. Mit den Pflanzen ist man auf dem rechten Weg und persönliches
Wissen und Erfahren ihrer Wirkungen sind die Meilensteine auf der Gesundheitsstraße, die in ein lebenswertes Alter führt. Heilkrauter sind aus allen Prüfungen, denen man sie unterzogen hat, immer als Sieger hervorgegangen. Und sie werden weiter Sieger bleiben, sie sind die mit allen guten Mächten ausgestatteten
Energien, die unsere Yollkommenheit unterstützen.

%%coolborder-500
''__Einem jeglichen Land wächst seine Krankheit
selbst und auch seine Arznei selbst.__''\\
%%(text-align:right)
''Paracelsus''%%
%%



Nie zuvor hat es solche Möglichkeiten gegeben wie heute: Wir
reisen zu den entferntesten Winkeln der Welt und lernen Regionen kennen - die unseren Vorfahren noch verschlossen waren.
Dies erweitert natürlich auch unseren heilpflanzlichen Radius.
Während bis vor einigen Jahrzehnten noch die strikte Regelung galt, ausschließlich das zu verwenden, was Mutter Natur vor der eigenen Haustüre bietet, greift man heute auf vielerlei
Pflanzen zurück, die nicht bei uns heimisch sind. Die Welt ist
klein geworden, sie ist - scheinbar - geschrumpft. Heute liegt
namlich fast alles vor unserer Haustüre. Im 19. Jh. benötigte
man für die Entfernung Linz - Wien etwa 2 Tage, je nachdem,
wie sehr die Rosse angetrieben wurden. Heute kann man - per
Flugzeug - in der selben Zeit den Erdball umkreisen.

Viele der Heilkrauter und Nutzpflanzen, die uns selbstverständlich sind und in unseren Garten wachsen, stammen ursprünglich ausweit entfernten Regionen. Sie wurden während einer Eiszeit nach Mitteleuropa transportiert, sie wurden aus anderen Kontinenten eingeführt, sie verbreiteten sich unbeabsichtigt als Samen-Mitbringsel von langen Reisen - und das weltweit. Viele der eingebürgerten Heilpflanzen stammen ursprünglich aus Nord- oder Südamerika, aus dem Orient oder aus China. Sie wachsen gern und üppig in unseren Garten und
fühlen sich ausgesprochen wohl, manche von ihnen sogar so
sehr, dass sie mit den ursprünglich heimischen Pflanzen in eine
Art Verdrängungswettbewerb treten.

Mächtige Pflanzen, mit den Heileigenschaften, die wir Menschen heute brauchen, finden einen Weg, sich zu offenbaren.
Deshalb waren wir hellhörig, wenn über neue Wundermittel
aus fernen Landern berichtet wurde und haben diese Pflanzen
in unser Lexikon aufgenommen. Viele dieser Kräuter wachsen
bei einiger Pflege auch bei uns, dies haben findige Gärtner
längst entdeckt und bieten Jungpflanzen-Spezialitäten in ihren
Gärtnereien an. Dies soll nicht heißen, wir sollen uns nur auf
diese neuen Pflanzengruppen stürzen und das, was bescheiden bereits seit Jahrhunderten am Wegrand wächst, aus dem
Auge verlieren. Ganz im Gegenteil! Aber immer dann, wenn ein
Mensch, der sein Heilmittel unter den Pflanzen sucht, mehrere
Male auf ein bestimmtes Kraut aufmerksam wird, das kann auf
unterschiedlichste Weise geschehen, sollte er sich diese Pflanze
näher ansehen können. Es kann nämlich ein Hinweis aus dem
Unbewussten (viele nennen es Engelwelt) sein.

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Viele von uns, die einen Urlaub in einem anderen Kontinent
verbrachten, fühlten sich dort auf eine Weise wohl und fanden
sich zurecht, die ungewöhnlich war. Sie wollen immer wieder
dort hin zurückkehren, ein geheimnisvolles Band verbindet sie
mit diesen Orten. Sie fühlen sich natürlich auch besonders zu
den Pflanzen dieser Regionen hingezogen. Wer von uns kann
wirklich mit Sicherheit behaupten, dass dies nicht seinen Sinn
hatte? Auch für diese Menschen haben wir uns um Vollständigkeit bemüht, wiewohl wir natürlich nicht alle Heilpflanzen

der Erde auflisten konnten - nurjene, die in den
Jahren als herausragend aufgetreten sind und sich
der Menschheit mitteilten.

Seit man 1804 das Alkaloid Morphin aus der
Mohnpflanze und 1820 Chinin aus der China-
rinde isoliert hatte, wurde es Usus, eine rein phy-
sikalische Erklarung c'1. •' • ieistoffe anzustreben.
Tausende Stoffe sind seitdem aus Pflanzen isoliert
und nachgebautworden. Wie kann man da noch
von einer besonderen Qualitat eines lebenden Or-
ganismus, wie es eine Heilpflanze ist, reden?

Viele Jahre wurde der Gebrauch von Heilpflan-
zen u,: -Volksmedizin« hochmutig abgetan. Men-
schen, die sich dennoch den Pflanzen zuwandten,
den (Un-)Krautern einen Platz in ihrem Garten und
in ihrem Herzen einraumten, wurden belachelt.
Das hat sich in letzter Zeit grundlich geandert,
denn trotz aller gegenteiligen Versicherungen der
Chemiker hat sich herausgestellt, dass einzein
isolierte Wirkstoffe einer Pflanze nicht dieselbe
Wirkung haben wie das ganze Heilkraut. Johan-
na Paungger fasst das in ihrem Buch »Aus eigener
Kraft« in folgendes Bild: »Wer ein Heilkraut in
seine Bestandteile zerlegt ":   i° Wirkstoff'- i^-
rauszulosen, der handelt wie jemand, der einen
Singvogel zerlegt, um hinter das Geheimnis seines
Gesangs zu kommen.«

Man bekommt heute in jeder Apotheke (auch
Hausapotheke) Tees von einer Vielzahl von Pflan-
zen. Zunehmend werden Kapsein, Tinkturen, Ex-
trakte, Salben, Safte, und vieles mehraus Krautern
angeboten und verschrieben. Krauter sind salon-
fahig geworden. Viele der »Zauberkrafte« eines
Krautes lassen sich heute wissenschaftlich exakt
erklaren, manche »Heilkraft« lasst sich durch das
personliche Gefuhl, durch die Sympathie, die den
einzelnen zu einer bestimmten Pflanze hinzieht,
nachvollziehen. Aber es ware naturlich leichtsin-
nig, wollte man uber den selbst verschriebenen
Krauteranwendungen eine Therapieform versau-
men, die eine effizientere und bessere Behandlung
einer Krankheit ermoglicht. Krauter helfen zwar,
heil zu bleiben, die langjahrigen Fehler einer un-
gesunden Lebensfuhrungjedoch konnen sie nicht
uber Nacht ruckgangig machen.

Wenn es fur Sie stimmt, dass Sie Ihre person-
liche Gesundheit nicht nur als Auftrag an einige
Spezialisten verstehen wollen, sondern dieVerant-
wortung dafur selbst ubernehmen, werden Sie mit
Hilfe dieses Buches manchen verloren gegangenen
Kontakt mit der Natur wieder knupfen konnen
und die Fahigkeiten, die Sie schon immer besaBen,
anwenden lernen. Die echten Segnungen, die uns
unsere Welt gebracht hat, mussen deshalb nicht

uber Bord geworfen werden. Eventuell schaffen Sie
in Ihrer Wohnung Platz, indem Sie einige unnutze
Dinge hinaus werfen und einen Schrank mit Ihren
Krautervorraten fullen.

Einige Pflanzen in diesem Buch sind rundherum
cuftiq. Wir beschreiben sie trotzdem ausfuhrlich,
'- ei ; i sie sind zumeist auBergewohnlich schon und
haben ihren Sinn und Platz unter den Krautern in
unserem Garten, der Erde.

Eine ganze Reihe der beschriebenen Pflanzen
ist strong geschutzt und darf in d:_  .,• ,,ir nicht
mehr gesammelt werden. Versuchen Sie, Samen
oder Ableger zu bekommen, und siedein Sie diese
Krauter in Ihrer Umgebung an.

Auch Sie konnen aus dem vollen Krautertopf der
Natur schopfen. Seit Jahrtausenden wird er in der
Volksmedizin angewandt und wirkt fur unsere
seelische und korperliche Gesundheit. Das Wissen
uber Aussehen und Wirkung der einzelnen Heil-
und Nutzpflanzen finden Sie auf den folgenden
Seiten. Treten Sie ihnen mit Respekt entgegen, ge-
ben Sie ihnen in Ihrem Garten ein Zuhause, beugen
Sie durch richtige Krauterernahrung einem Mangel
an Mineralstoffen und Spurenelementen vor, denn
Krauter sind ebenso hochwertige Nahrungsmittel
wie Heilmittel.

Ein Krauterbuch kann keinen Arzt ersel7'-' ; i-'rid
oft auch keine Apotheke. Aber es kann den Men-
schen zeigen, wie man sich in Notfallen und bei
leichteren Krankheiten und Wehwehchen selbst
helfen kann. Es gibtja auch Situationen, wo Arzt
oder Apotheke nicht zu erreichen sind. Dann ist es
gut, wenn man auf die Hilfe der Heiler des lieben
Gottes zuruckgreifen kann. AuBeru^i ;  i v auf
die Weisheit unserer Vorfahren, die oft recht gut
uber die Wirksamkeit der »Hausmittel« Bescheid
wussten.

Wir haben uns bemuht, diese alien Rezepte und
Tipps weiterzugeben. Auch Sie sollten das tun,
damit altes Wissen aus unserer eigenen Kultur
nicht verloren geht.

Wir mochten bei dieser Gelegenheit unserem
Lehrer Ignaz Schlifni (Grander der Krautergemein-
schaft FNL, Freunde naturgemaBer Lebensweise)
herzlich fur die vielen Stunden danken, die wir mit
ihm in angeregtem Gesprach verbringen durften.
Er hat uns unschatzbares botanisches Wissen ver-
mittelt und den Weg zu unserer groBen Liebe, den
Krautern, gewiesen.

MOGE UNSERE ARBETT AUF
FRUCHTBARES ERDREICH FALLEN.

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