[{Image src='600-m-018a.jpg' align='right' width='500' height='375' caption='So ein Fund verlangt viel Zuversicht.'}]
!!!Puch 600-M: Entwicklungskurve
!!(Der einstige Beginn von etwas)
von [Martin Krusche|Kunst_und_Kultur/Volkskultur_und_Mythen/kru]\\
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Ich habe meinen jüngsten Besuch bei den alten Meistern genutzt, mir ihre Einschätzung zu einem meiner Gedanken anzuhören. Ich wollte wissen, ob sie meiner Annahme zustimmen, daß der Prototyp des Puch Kübelwagens, den wir 2025 ausgegraben haben, für die Zweite Republik als relevanter Auftakt der heimischen Allrad-Historie gelten darf.
Ausgegraben übrigens im Sinn des Wortes: Mit Bagger, Krampen und Schaufeln aus der Erde geholt. Das heißt, dieses Fahrzeug mit einigen Schlechtweg-Eigenschaften markiert den Beginn einer Entwicklungskurve, auf der jener Kübelwagen-Prototyp bald ausgemustert und entsorgt wurde. Der weit effizienter konzipierte Haflinger bewährte sich.
Der „Hafi“ ist ein bis heute beeindruckender Offroader im kompakten Format. Dem folgten weit größer dimensionierte Pinzgauer-Varianten und 1979 hatte der „Haflinger zwo“ seine Marktauftritt, also der Puch G.
Was heute die G-Klasse von Mercedes-Benz ist, wurde freilich über die Jahrzehnte ein grundlegend anderes, auch merklich größeres Fahrzeug. Aber es läßt sich redlich behauten, daß diese Geschichte nach 1945 mit dem Puch Kübelwagen begonnen hat. Meine Ratgeber, Fredi Thaler und Manfred Hasliger, sind Wegbegleiter dieser heimischen Allradgeschichte in der Zweiten Republik. Hasliger hatte im Bereich Versuch und Entwicklung gearbeitet, Thaler im After Sales-Bereich, wo allerhand Probleme der frühen Serienmodelle gelöst werden mußten. Sie stimmten meiner Deutung zu.
[{Image src='600-m-018b.jpg' align='right' width='500' caption='Vorschau per KI: Die Software hat mich (samt dem Lenkrad) auf die falsche Seite gesetzt.' height='375'}]
Die G-Klasse hat sich seit damals zu einem außergewöhnlichen Erfolg entwickelt. Also vermute ich, daß man bei Mercedes-Benz jetzt schon an den Vorbereitungen für eine weltweite Sause im Jahr 2029 arbeitet, um dann 50 Jahre G-Wagon zu feiern.
Aus der Vorgeschichte reichen Spuren bis in die Oststeiermark. Die Steyr-Daimler-Puch AG hatte vor Jahrzehnten im Grazer Einser-Werk eine Allradwerkstatt eingerichtet, um dort Fahrzeuge des Bundesheeres zu warten. Dort sind die Wurzeln der Firma S-Tec in Albersdorf (nahe Gleisdorf), wo man heute noch mit alten Puch-Fahrzeugen, aber längst ach mit anderen Allradern ankommen kann.
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[{Metadata Suchbegriff='Fredi Thaler, Manfred Haslinger, Walter Pillich, Puch 600 M, Kübelwagen, Prototyp, Mythos Puch, Mobilitätsgeschichte, Tesserakt, Archipel Gleisdorf' Kontrolle='Nein'}]