[{Image src='bachmann019a.jpg' align='right' width='500' caption='Sozialdemokrat Harald Ettl' height='375'}]
!!!Konferenz in Permanenz
!!(In Sachen Bachmann, die Dokumentation)
von __[Martin Krusche|Kunst_und_Kultur/Volkskultur_und_Mythen/kru]__\\

Während der zweiten Hälfte der 1980er Jahre liefen in unserer Region Debatten mit verschiedenen Denkrichtungen, bei denen die politische Relevanz einen gut erkennbaren Stellenwert hatte. Da waren Menschen miteinander im Gespräch, die sich mit „Dorferneuerung“ befaßten, mit „Eigenständiger Regionalentwicklung“, da kamen Beiträge aus einem „Ring Österreichischer Bildungswerke“.

Ein „Steirisches Volksbildungswerk“ bot ebenso Anregungen wie eine bundesweite „Arge Region Kultur“. Durch all das zog sich immer wieder diese Empfehlung: „Aktion und Reflexion beinanderhalten“. Darüber waren sich etliche Leute aus Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft einig.

Ich nehme zur Kenntnis, daß es heute bei uns keinen Diskursraum gibt, in dem sich so verschiedene Interessensgruppen austauschen würden. Man kann am Stand der kulturpolitischen Problemlagen gut ablesen, was das für Konsequenzen hat. Posen und Belehrungen erweisen sich dabei als irrelevant. Jeder Kreis wählt seinen Modus. Wir im „Archipel“ diesen:

Am Samstag hieß es: „Wie funktioniert die Kulturformation Archipel?“ Eine Session der „Konferenz in Permanenz“. Wissens- und Kulturarbeit: Impuls & Arbeitsgespräch. Da wurde erwartungsgemäß eine überschaubare Runde.
[{Image src='bachmann019b.jpg' align='right' width='500' height='375' caption='Arzt Georg Kurtz und Künstlerin Monika Lafer.'}]

!Praxis der Kontraste
Mindestens in den bewegten Zeiten mit jenen Krisen-Höhepunkten von 2010 und 2020 habe ich keine einzige größere Runde erlebt, in der eine konsequente Debatte geführt worden wäre; im Sinn von Meinungsaustausch. Austausch bedeutet auf meinem Inselchen im Archipel, daß man unterschiedliche Positionen kennenlernt, um dann überprüfen zu können: a) Was trennt uns? b) Was teilen wir dennoch?

Das ist übrigens eine Grundsituation im „Archipel“, denn der Vorstand setzt sich aus vollkommen unterschiedlichen Persönlichkeiten zusammen, die grundverschiedene Leben führen. Allein das macht unsere Konferenz in Permanenz unverzichtbar.

Diesmal konnten wir uns über Grundlegendes freilich vor allem mit zwei Männern aus vollkommen anderen Metiers austauschen. Georg Kurtz ist praktischer Arzt mit seiner speziellen Erfahrung als Notarzt, was bedeutet: Einsatzfahrten ins Ungewisse. Kurtz betont, er sei dabei ein Anhänger von Checklisten, die ein bewährtes Prozedere abbilden.

Harald Ettl ist Sozialdemokrat, Gewerkschafter, vormaliger Gesundheitsminister, also erfahren, was die Bundesebene der Politik Österreichs angeht. Aber er war auch im Europäischen Parlament tätig.

Ettl machte, wie auch Kurtz, unmißverständlich klar, was gelingende Kommunikation bedeutet. Vor allem über Barrieren hinweg. Muß ich jetzt noch betonen, wie sehr mir genau das in meinem Milieu derzeit fehlt? Nämlich in einem Genre, das sich gerne als „Szene“ versteht und laufend von einer Vernetzung redet, die ich in der Praxis kaum finden kann.
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>[Die Dokumentation: Böhmen liegt am Meer |Kunst_und_Kultur/Volkskultur_und_Mythen/26juli03doku] (Übersicht)
>>[Konferenz in Permanenz|Kunst_und_Kultur/Volkskultur_und_Mythen/konferenz] (Laufende Diskurse)
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[{Metadata Suchbegriff='Kulturpolitik, Netzkultur, Tesserakt, Archipel Gleisdorf, Feuilleton' Kontrolle='Nein'}]