!!Corrida: Ambivalenz
!!(Fenster #1, Nutzen und Traum)
von [Martin Krusche|Kunst_und_Kultur/Volkskultur_und_Mythen/kru]\\

Es geht hier um triviale Mythen, um jene Narrative, mit denen wir unseren Alltag hinterlegen, damit wir einen tieferen Bedeutungsraum bewohnen können, als das, was uns oft die banale Alltagsbewältigung übrig läßt.
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[{Image src='corrida018a.jpg' align='center' width='600' caption='Wir ließen es krachen!' height='450'}]

Dies ist die Sektion, in der Erinnerungen und Phantasien ineinander gehen. Alte Fotos, aber auch Bilder von einer generativen KI, ergeben ein Albumblatt, das eine Erzählung illustriert. Das beginnt mit Auto Crash-Rennen, die bei uns auch Stock Car-Rennen hießen, was freilich nichts mit Stock Car Racing in den USA zu tun hat.
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[{Image src='corrida018b.jpg' align='center' width='600' caption='Gemischter Blechsalat.' height='450'}]

Diese Spektakel wurden formell nie als Motorsport anerkannt. Das scherte uns überhaupt nichts, um uns auf diesem Weg als Rennfahrer zu fühlen, was auch mit wenig Geld und Talent möglich war. Ich hab übrigens nie einen Pokal geholt. (Meine Mutter tröstete sich damals mit er Überlegung: ''„Ist der Bub wenigstens im Straßenverkehr fahrtüchtiger.“'')

Dann diese Traumsequenz. Da sitze ich mit Musiker Chet Baker in einem Highboy. Klassischer Hot Rod für meinen Joy Ride mit dem Jazz-Klassiker. Custom Cars und Hot Rods sind fixe Bestandteile der Popularkultur.

Danach der Ausflug mit dem Klassiker aus Graz. Für meine erste Ausfahrt im schweren Gelände hatte ich übrigens Altmeister Fredi Thaler persönlich als Instruktor zur Seite. Auf der alten Teststrecke der Puchwerke am Schöckl kann ein Neuling unterwegs öfter guten Rat brauchen.
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[{Image src='corrida018c.jpg' class='image_block' width='400' caption='Mit Chet Baker im High Boy.' height='287'}]
[{Image src='corrida018d.jpg' class='image_block' width='400' caption='Mit dem Opuch G im Gehackten.' height='300'}]
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Schließlich die Traumsequenz. Da sitze ich im Puch Kübelwagen, einem Unikat, das vor rund 50 Jahren auf der Teichalm vergraben worden ist. Die Reste des Prototyps haben wir vor einer Weile ausgegraben und bis er wieder fahrbereit ist, wird es wohl noch einig Zeit dauern.

Aber auch ein Stück Realität, mit der ich mich per KI verknüpft habe. Hier der Caracal 6x6 auf G-Basis. Zitat der Waffenschmiede Rheinmetall: ''„Eine modulare Plattform für anspruchsvolle Luftlandoperationen. Luftlande- und Spezialkräfte gehören zu den ersten Kräften, die in Krisen- und Konfliktszenarien eingesetzt werden. Sie benötigen Systeme, die strategische Verlegefähigkeit, hohe Mobilität und maximale Einsatzflexibilität vereinen.“'' (Das Foto vom Original hatte mir Konstrukteur Markus Rudolf geschickt.)
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[{Image src='corrida018f.jpg' align='center' width='600' caption='Caracal, der Wüstenluchs, ist eigentlich eine Katze.' height='337'}]

Das führt zum abschließenden Motiv. Den Roush Mustang hatten wir ja real vor Ort. Petra Schwarz war mit ihrem renntauglichen Ford kurz vorbeigekommen. Dieser Wagen ist für einen Durchschnittsfahrer wir mich nicht bewältigbar. Und wenn ich träume, dann sehe ich mich eben auch nicht in der Rolle des Piloten, sondern lieber in der Rolle des Mechanikers aus dem Rennstall von Jack Roush.
[{Image src='corrida018g.jpg' align='right' width='300' caption='In meinen Träumen bin ich ein Mechaniker.' height='300'}]

!Postskriptum
Willi G. hatte mir eben auf Facebook einen launigen Kommentar zu einem Foto geschrieben, das einen neuen Mustang Mach I auf einem Gleisdorfer Supermarkt-Parkplatz zeigt. (Ich bin als aktiver Automobilpaparazzo ja stets forografierbereit.) Willi schrieb: ''„Unnötiges Ding! Heizen nur die Luft auf!“''

Das kam von einem Mann, dessen Timeline ihn auf unzähligen Reisen mit seinem Wohnmobil zeigt, zu dem er vermutlich für den Alltag auch noch einen schlichten PKW besitzt. Ist doch rührend, auf welche Arten der irrationale Teil des Automobilismus oft zur Sprache kommt.

Ich antwortete Willi: ''„der stang läuft jenseits aller vernunft. (ich bin sicher, in deinem leben regiert der ernst... der ernst des lebens.)“ ''Und was die fotografisch dokumentierten Reisen des Willi G. angeht, fangen wir am besten gar nicht erst an, ökologische Fußabdrücke zu berechnen.

Ich fand auch Sandra H. bemerkenswert. Ihr knapper Kommentar: ''„Proletariats“''. (Hat da jemand Standesdünkel?) Sie sehen, bei diesen Themen regiert eben nicht die Ratio, sondern das Geschmäcklerische. Da wird oft dahinbehauptet, als gäbe es kein Morgen.
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>[Die Mustang-Story|Kunst_und_Kultur/Volkskultur_und_Mythen/corrida005] (Die Präsentationsfläche)
>>[Stang|Kunst_und_Kultur/Volkskultur_und_Mythen/stang] (Eine kleine Ford Mustang Story)
[{Metadata Suchbegriff='Corrida, Mustang Mach-E, Fastback, Roush Mustang, Endorphin-Maschine, Mythos Puch, Mobilitätsgeschichte, Tesserakt, Archipel Gleisdorf' Kontrolle='Nein'}]
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