[{Image src='extern061a.jpg' align='right' width='500' caption='Einstein gab sich alle Mühe, seine anhaltende Skepsis zu bezähmen.' height='286' popup='false'}]
!!!Verschränkungs-Experimente
!!(The Brat Pack of Quantum Mechanics)
von __[Martin Krusche|Kunst_und_Kultur/Volkskultur_und_Mythen/kru]__
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Albert Einstein mochte sich mit dem Phänomen der Quantenverschränkung nicht recht anfreunden. Er nannte das einen Spuk, eine spukhafter Fernwirkung. Hat er mir jüngst erzählt, als wir - dank einer tauglichen Zeitmaschine - miteinander auf einen Drink gehen konnten. Mir fällt die Befassung mit all dem sehr schwer.
Etliche Physiker im Kielwasser von Max Planck waren so viel jünger, als ich es heute bin, während sie Dinge ausdachten, die meine Auffassungsgabe übersteigen: ''„The theoretical foundations of the subject had been laid down in the first three decades of the century, from Max Planck’s great 1900 paper implying the quantization of energy through Pauli’s postulating of the neutrino (Gino Segrè’s research specialty) at the end of 1930.“''
Das notierte John Derbyshire in ''„The Brat Pack of Quantum Mechanics“''. Und zwar in einem Magazin, das ausgerechnet „The New Atlantis“ heißt. In dessen Redaktion meint man: ''„Our culture finds itself in a moment in which the term ‚science and technology‘ has become fraught.“'' Paßt ja hervorragend zu meinem aktuellen Zustand.
!Knabenphysik
Quantenmechanik wurde ursprünglich übrigens „Knabenphysik“ genannt. Das bezog sich auf „The Boys’ Club of Early Quantum Mechanics“. Dazu schrieb Vasudevan Mukunth in „The Wire“: ''„They were Wolfgang Pauli, Paul A.M. Dirac, Werner Heisenberg and Enrico Fermi, all born at the turn of the century. Until about 1930, these four physicists, almost growing up together in various parts of Europe, extending Max Planck’s revolutionary idea of energy being transported in discrete packets to various areas of the natural sciences in parallel, laid the first robust conceptual foundations of theories that would come to rule the 21st century. One of those was the famous exclusion principle, formulated by Pauli in January 1925…“''
In diesen Zusammenhängen kam auch Niels Bohr ins Spiel. Zu all dem passend, nämlich um meine Vorstellungskraft weiter ächzen zu lassen, hieß es vor einige Jahren, ein Team von Anton Zeilinger habe mit dem acht beziehungsweise zwölf Milliarden Jahre alten Licht von zwei Quasaren die Quantenverschränkung bestätigen können.
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[{Image src='extern061b.jpg' class='image_block' height='300' caption='Wolfgang Pauli war mit mir sehr geduldig. width='450' width='450'}]
[{Image src='extern061c.jpg' class='image_block' height='300' caption='Ingeborg Bachmann fand das auf Anhieb nicht rasend interessant.' width='525' popup='false'}]
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Hamish Johnston schrieb in „Physics World“ über das Ereignis von 2017:'' „Light that has travelled billions of light-years from now-ancient quasars has been used by physicists to close the ‚freedom-of-choice‘ loophole in Bell tests of quantum entanglement.“'' (Bell-Test beziehen sich auf den Physiker John Stewart Bell.)
In „Rudolphina“, dem Wissenschaftsmagazin der Universität Wien, hieß es zu oben erwähnten Freie-Wahl-Schlupfloch: ''„Mit dem acht bzw. zwölf Milliarden Jahre alten Licht der beiden Quasare wollten die Physiker sicherstellen, dass die Entscheidung darüber, wie die verschränkten Teilchen gemessen werden, völlig unabhängig von den Forschern und ihrer Umgebung getroffen wird.“''
Nun das noch: Quasare sind aktive Kerne von Galaxien, extrem stark leuchtende Gebilde, die von einem extrem massereichen Schwarzen Loch angetrieben werden. Alles klar? Na, mir noch nicht!
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%%subErstmals 2026 auf der v@n-site publiziert.%%
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[{Metadata Suchbegriff='Knabenphysik, Quatenphysik, Teilchenphysik, Quasar, Albert Einsten, Tesserakt, Archipel Gleisdorf' Kontrolle='Nein'}]
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