[{Image src='fabula_ki10.jpg' align='right' width='300' caption='Mein kybernetischer Kumpel aus der KI-Kiste.' height='421'}]
!!!Die Esprit-Frage
!!(Meine KI macht derzeit noch schlichte Witze)
von __[Martin Krusche|Kunst_und_Kultur/Volkskultur_und_Mythen/kru]__\\
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''__Ein Mann beschloss, ein Buch über seine Erlebnisse mit seinem Hund zu schreiben. Der Titel stand bereits fest: „Mein Hund, mein Verleger und ich“. Als er anfing zu schreiben, merkte er jedoch, dass sein Hund die ganze Zeit auf seinem Manuskript lag und sabberte. Da sagte der Mann: „Ich glaube, ich muss das Buch über dich schreiben, bevor du mein Lebenswerk ruinierst!“ Was hältst du davon?__''
Das ist kein Beitrag für unser Booklet, sondern was ich bekam, als eine KI mir anbot, eine „lustige Geschichte“ zu verfassen. (Den Anlaß dazu, einen Satz, finden Sie am Seitenende.) Da konnte ich einfach nicht widerstehen. Bedenken Sie, Large Language Models (LLMs) durchforsten das Web und werten Stoffe aus; allerdings nicht nach ihrem Sinn, denn dazu fehlt den Maschinen das, was wir etwas vage unter menschlicher Intelligenz verstehen.
Die KI kann Wortinhalte lesen und zieht Schlüsse daraus, wie diese Inhalte in Kombination mit anderen Wörtern verwendet werden. (Sehr wesentlich: Semantik.) Das kann zu interessanten Texten führen, ist aber weit nützlicher dabei, eine Demokratie Richtung Überwachungsstaat zu verwandeln, indem man über Datenbestände „gläserne Menschen“ baut.
Um einen Witz witzig zu finden, muß man allerhand vom Kontext wissen. Wissen! Genau das können die Maschinen (bisher) nicht. Sie lesen Inhalte und stellen Verbindungen her. Diese KI hat auf eine Facebook-Notiz von mir reagiert.
!Die Frage nach Esprit
Ich würde das Ergebnis für respektabel halten, falls es mir ein aufgewecktes Kind von sechs Jahren vorgelegt hätte. Um von der KI eine raffiniertere Story zu bekommen, müßte ich allerdings mit einem smarten Prompting reingehen, also der KI konkrete Anweisungen geben. Was also hat so ein Maschinensystem von sich aus an Esprit verfügbar? Nichts. Muß es auch nicht.
Es war mir bei flockigen kleinen Durchgängen schon aufgefallen, daß mir die Maschine „Text-Gerüste“ anbietet, die ich dann verfeinern könnte. Das mag manchen Menschen nützen, die noch wenig Schreiberfahrung haben; sozusagen als „Starter“. Ich dagegen halte meine kognitive Ausstattung ohnehin stets auf Betriebstemperatur. Dabei achte ich auf Kontinuität. Wie in „Die Textmaschine“ (Ich lasse die KI nicht aus den Augen) jüngst notiert: ''„Kleine Fingerübungen gehören für mich als Autor zum Alltag. Wie ein Profi-Geiger mit seinem Instrument laufend übt, tue ich das mit kurzen Sätzen oder mit pointierten Fotos…“ ''(Quelle am Seitenende!)
!Der Auslöser
Zu diesem Übungs-Szenario gehört etwa die Serie „aus meiner sammlung lustiger sätze“ auf Facebook. Mein Durchforsten von sprachlichen Mitteilungen, die allerhand Ungenauigkeiten im menschlichen Verhalten transportieren. So etwa Beispiele der populären Sprücheklopferei. Jüngst also: ''„__was ich da erlebt hab, ich könnte ein buch darüber schreiben.__“'' Diesen Satz hatte mir die KI mit ihrem launigen Geschichtchen quittiert.
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>[Mini Fabula: Die KI-Werkbank|Kunst_und_Kultur/Volkskultur_und_Mythen/artificial] (Übersicht)
>>[Die Textmaschine|Kunst_und_Kultur/Volkskultur_und_Mythen/fabula_ki09] (Ich lasse die KI nicht aus den Augen)
[{Metadata Suchbegriff='Mini Fabula, bibliophil, Künstliche Intelligenz, KI, Netzkultur, Tesserakt, Archipel Gleisdorf, Feuilleton' Kontrolle='Nein'}]
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