[{Image src='flocke090a.jpg' align='right' width='500' height='375' caption='Arzt Georg Kurtz 2007 bei einer Arbeit von David Staretz im Rahmen des Festivals „steirischer herbst“.'}]
!!!Flocke: Kulturarbeit und Entertainment
!!(Zwei verschiedene Kategorien)
von __[Martin Krusche|Kunst_und_Kultur/Volkskultur_und_Mythen/kru]__\\
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Ich sehe, es besteht aktueller Klärungsbedarf, was die Gegenstände von Kulturpolitik sein mögen. Was muß man da unterscheiden können? Vorschlag! Können wir uns darauf einigen, daß Kulturmanagement erst in der Folge einer inhaltlich relevanten Kulturpolitik Sinn ergibt?
Damit meine ich: der inhaltlichen Arbeit (Politik) können auch publikumswirksame Umsetzungsschritte per Management folgen. Aber ohne die inhaltliche Arbeit wäre es bloß Entertainment.
!Was ist was?
Politik ist keineswegs bloß das, was ein „politikós“ tut, ein Mandatsträger. Erst wenn dieses Handeln in Wechselwirkung mit Aktivitäten aus der „pólis“ kommt, wenn Funktionstragende und Leute aus der Zivilgesellschaft interagieren, im besten Fall kooperieren, wird es Politik.
Wo öffentliche Gelder verwendet werden, sollte zwischen a) Wissens- und Kulturarbeit (pro Zukunftsfähigkeit) und b) Entertainment (pro gute Laune) ein passables Verhältnis bestehen, daß in einer Res publica natürlich zur Debatte steht.
Anders gesagt, ein Publikum zur Unterhaltung und Erbauung mit Veranstaltungen wie Konzerten, Kabarett und Theater etc. zu bespielen ist eine Sache, an Themen zu arbeiten eine ganz andere. Geht der Fokus eher zur Unterhaltung, damit Menschen die Gegenwart besser ertragen? Geht der Fokus eher zur Zukunftsfähigkeit eines Gemeinwesens?
[{Image src='flocke090b.jpg' align='right' width='500' height='357' popup='false'}]
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Einladung zur Ausstellung ([große Ansicht|Kunst_und_Kultur/Volkskultur_und_Mythen/flocke090_kupo/flocke090c.jpg])
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!Kulturstadt Gleisdorf
Es ist ja leicht dahingesagt: „Dies ist eine Kulturstadt“. Spätestens seit der Gründerzeit wissen wir in Österreich, daß ein wirtschaftlich erfolgreiches Bürgertum politische Partizipation im Gemeinwesen beansprucht und dabei einige Kriterien wirksam sind. Dazu gehören unter anderem feiner Geschmack und Kunstsinn. (Muß ich Ihnen das am Beispiel Gleisdorfs konkret anschaulich machen? Ist möglich!)
Man kann auch ohne diese speziellen kulturellen Kompetenzen geschäftlich sehr erfolgreich und eventuell politisch wirksam sein. Die steirischen Beispiele reichen von Johann Puch über Frank Polzler bis zu Frank Stronach.
Gleisdorf war ein Marktflecken, der 1920 zur Stadt erhoben wurde. Von 1920 bis 2020 wurden das kulturpolitisch interessante hundert Jahre. Was sich da im Raum Gleisdorf aus dem 19. Jahrhundert heraus an geistigem Leben entwickelt hat, ist ganz gut dokumentiert und hat ein paar ungebrochene Traditionen. (Ob das auch im Rathaus hinreichend bekannt ist, wäre aktuell zu klären.)
!Postskriptum
Ich deponiere hier ein paar Stichworte in alphabetischer Reihenfolge; genauer, ich nenne einige Personen aus der lokalen Mittelschicht, die kulturelle Markierungen gesetzt haben: Michael Geyer (†), Ulli und Georg Kurtz, Ulli und Richard Mayr, Helga Plautz, Ewald Ulrich. Erich Wolf... und zwar im oben genannten Sinn des geistigen Lebens, der Wissens- und Kulturarbeit. Wie erwähnt, Entertainment ist ein anderes Genre.
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[{Metadata Suchbegriff='Entertainment, Kulturpolitik, Kunstsymposion, Konferenz in Permanenz, Tesserakt, Archipel Gleisdorf, Flocke, Feuilleton' Kontrolle='Nein'}]
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