!!!Flocke: Fluchtpunkt
!!(Nein, kein Kriminalfall!)
von __[Martin Krusche|Kunst_und_Kultur/Volkskultur_und_Mythen/kru]__\\

Martina Brandl ist einerseits aktive Malerin, andrerseits aber auch als Lehrende tätig. In dem Zusammenhang hat sie den Architekten Joachim Karner gewonnen, in einem Workshop spezielles Know how anzubieten.
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[{Image src='flocke108a.jpg' align='center' width='600' caption='Joachim Karner: Was er lehrt, kann er auch selbst.' height='450'}]

Perspektivisch zu sehen ist uns angeboren. Perspektivisch zu zeichnen verlangt Know how und Übung. Menschen können das noch nicht sehr lange. Die Zentralperspektive im Bild, wodurch auch der Standort des Betrachters definiert wurde, ist in Europa erst seit der Renaissance zu finden.

Der damals prominenteste Vertreter in Sachen Fluchtpunktperspektive war; raten Sie! Baumeister Filippo Brunelleschi (1377 bis 1446); gewissermaßen ein Kollege von Karner.

Diese künstlerische Innovation wurde laut Kunsthistoriker Hans Belting möglich, weil man in Europa die Blicktheorie aus der arabischen Kultur studiert hatte. (Siehe dazu: „Florenz und Bagdad: eine westöstliche Geschichte des Blicks.“, 2008!)
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[{Image src='flocke108b.jpg' align='center' width='600' caption='Die Aufgabe: Drei Dimensionen müssen auch in zwei Dimensionen erkennbar bleiben.' height='450'}]

!Linien und Muster
Unser ist Gehirn gut geübt, Muster zu erkennen. Deshalb muß man keineswegs sachkundig sein, um es an einem Bild zu erkennen, falls Perspektiven und Proportionen nicht stimmen. Hat das jemand bewußt und kompetent als ein künstlerisches Mittel eingesetzt, werden derlei Abweichungen in einer Gesamtkomposition schlüssig erscheinen.

Passiert es aber aus mangelnder Sachkenntnis, taugt das Bild nichts. Daher ist ein Kon how-Gewinn in Fragen der Perspektive sehr nützlich, selbst wenn man zu abstrakten Bildern tendiert. Also besser, man weiß, was man tut. Zitat Karner vor Ort:'' „Ich hab nie gesagt, dass es leicht ist.“''

Der Vorteil an einer Session mit ihm, er ist nicht bloß Architekt, sondern auch ein erfahrener Zeichner. Karner braucht keinen Computer, um selbst komplexe Lösungen auf Papier zu bringen. Zitat: ''„Es hilft, wenn man akkurate Linien zeichnet.“'' Dazu gehören dann auch Momente, wo er zu einer Aufgabe murmelt: ''„Ich probier das jetzt selber, das ist gar net so leicht.“'' Diese Archipel-Session hatte allerhand Facetten.
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[{Metadata Suchbegriff='Architektur, Zentralperspektive, Joachim Karner, Einraum, Fotografie, Naturfotografie, Tesserakt, Archipel Gleisdorf, Flocke, Feuilleton' Kontrolle='Nein'}]
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