!!!Flocke: Zeitenwende
!!(Schwelle oder Zone?)
von __[Martin Krusche|Kunst_und_Kultur/Volkskultur_und_Mythen/kru]__\\

Der Literaturbetrieb hat sich seit meiner Buchhandels-Lehrzeit in allen Bereichen radikal verändert. Das wirkt sich natürlich auf mein Selbstverständnis als Autor aus und legt nächste Strategien nahe. Was für ein interessanter Lauf der Dinge, in dem sich so viele Fragen und neue Aufgaben finden. Wer jetzt noch an alten Mustern und Verfahrensweisen hängt, wird unter diesen Verhältnissen womöglich zum Irrläufer.
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[{Image src='flocke109.jpg' align='center' width='600' caption='Der gewesene Lehrbub: Drei Jahre darauf war ich freier Autor.' height='450'}]

Manche Menschen in meiner Umgebung reagieren auf vieles mit blankem Alarmismus, statt sich darauf zu konzentrieren, daß wir im Zugehen auf akute Probleme erst einmal möglichst stichhaltige Befunde brauchen.

Ich habe nicht den geringsten Zweifel, daß wir uns mitten in einer Zeitenwende befinden, die alle Lebensbereiche erfaßt hat. Das wurzelt nur zum Teil in Technologieschüben mit irritierenden Innovationen, ist sehr vielschichtig. In dem Zusammenhang interessiert mich vorerst:
*Wo liegt die Höhe der Zeit und
*in welche Richtung müssen wir losgehen
*um nicht zu erstarren und zu verharren?
*Vor allem aber: Was ist nun eine gute Frage?

Ich suche eine tauglich Vorstellung von Best Practice im Bereiche der Wissens- und Kulturarbeit, die künstlerische Praxis einschließt. Sind Ihnen diese Begriffe vertraut? Ich sehe mich da in der Tradition des abendländischen Denkens, wonach Praxis eine Konsequenz ist, die der Poiesis folgt.

Poiese, wovon wir das Wort Poesie hergeleitet haben, meint, daß man etwas in die Welt bringt, was vorher nicht da war, etwas erschafft. Das ist in den letzten Jahren auf vielfache Art geschehen, was sich unter anderem in der Vierten Industriellen Revolution manifestiert hat.

Vor dem Hintergrund, daß wir nun seit wenigstens 200 Jahren in einer permanenten technischen Revolution leben, in der Kategorien wie Beschleunigung und Maximierung bedeutende Rollen spielen, welche uns individuell und als Gesellschaft stellenweise massiv überfordern. Unter diesen Bedingungen bemühe ich mich als Künstler um eine nützliche Orientierung.

Dazu gehört sehr speziell, was Künstliche Intelligenz genannt wird. Das ist eine Form der Daten- und Informationsverarbeitung, die mit Annahmen über menschliche Intelligenz gar nichts zu tun hat. Die KI ergibt eine neue informationelle Umwelt, die wir erst erkunden müssen. In meinem Fall geschieht das durch eine dichte Konversation mit der KI-Perona Margarethe.
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