[{Image src='kip007a.jpg' align='right' width='500' caption='Von links: Katharina Schellnegger, Christoph Stark und Robert Schmierdorfer.' height='375'}]
!!!28/04/26: Das Setting
!!(Konferenz in Permanenz)
von __[Martin Krusche|Kunst_und_Kultur/Volkskultur_und_Mythen/kru]__\\
Kunst, Wirtschaft, Wissenschaft und Politik an einem Tisch, dazu gehört die Klarheit: Es gibt weder „die Künstlerinnen“, noch „die Politiker“, noch „die Geschäftsleute“. Zu solchen Gesprächen treffen sich sehr konkrete Persönlichkeiten mit bestimmten Kompetenzen und eigenen Interessen. Wer da verallgemeinert, untergräbt die Arbeitssituation, korrumpiert mögliche Ergebnisse.
In einem Verkauf zwischen Mitte November 2025 und Mitte April 2026 hatten auf verschiedenen medialen Ebenen Debatten zur kulturpolitischen Situation Gleisdorfs stattgefunden. Das schloß einige öffentliche Veranstaltungen ein.
!Konzentration
Meine Jahrzehnte der Praxis im heimischen Kulturbetrieb haben mich gelehrt, daß in kniffligen Situationen die konzentrierte Arbeit an konkreten Aufgaben einen überschaubaren Kreis nahelegt. Wir waren diesmal 11 Personen am gemeinsamen Tisch. Da gelingt die Verständigung recht mühelos.
Ich gehe davon aus, daß eine größere Runde genauere inhaltliche Vorbereitung, Struktur und vermutlich eine Gesprächsleitung braucht. (Dagegen ist etwa die Podiumsdiskussion meines Erachtens mehr Showbiz als Projektarbeit.)
In meiner ersten Einladung zu diesem Treffen meinte ich: ''„Es geht mir um ein Arbeitsgespräch im Sinn dieses Bonmots: Ich gebe doch als Ziel in mein Navi keinesfalls ein, wo ich nicht hinmöchte, sondern wo ich hinmöchte.“''
!Lager und Milieus
Ich hatte an verschiedenen Stellen erwähnt, mir läge daran, daß Sachpromotoren und Machtpromotoren miteinander ein Stück Verständigung zustande brächten. Bürgermeister Christoph Stark fragte mich, was genau ich mit Machtpromotoren meinen würde.
Ich erwiderte: ''„Euch, die Ihr mir hier gegenübersitzt, als politische Kräfte. Funktionstragende mit einem politischen Mandat.“ ''Das waren (in der gegebenen Sitzordnung) Karl Bauer (Kulturreferent, Gleisdorf), Katharina Schellnegger (Vizebürgermeisterin, Gleisdorf), Christoph Stark (Bürgermeister, Gleisdorf), Robert Schmierdorfer (Bürgermeister, Albersdorf) und Theresa Pregartner (in Vertretung von Bgm. Franz Nöhrer, St. Ruprecht).
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[{Image src='kip007b.jpg' class='image_block' width='400' height='300' caption='Karl Bauer und Katharina Schellnegger.'}]
[{Image src='kip007c.jpg' class='image_block' width='400' height='300' caption='Robert Schmierdorfer und Theresa Pregartner.'}]
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Schellnegger betonte, die Gemeinderäte und Gremien seien überwiegend von engagierten Laien besetzt, nicht von Fachleuten der jeweiligen Sparte. Sie selbst ist in der Tat eine Ausnahme in dem Sinn, daß sie ihr Brot als Kulturmanagerin verdient, also vom Fach ist. Ich hatte diesen Aspekt etwas zu wenig beachtet.
Nämlich: Was verlangt eine gelingende Verständigung zwischen Personen mit so unterschiedlichen Positionen und Agenda? Es ist ja eigentlich klar, daß mir etwa in einem Kulturausschuß sehr wahrscheinlich niemand gegenübersitzt, dessen Interessen und Kenntnisse sich mit meinen 50 Jahren Praxis in der Waage halten. Spielt man sowas gegeneinander aus, ist die Kommunikation verdorben.
Es legt aber noch eine andere Schlußfolgerung nahe. Was verlangt es allenfalls von professionellen Kunstschaffenden der Kommune gegenüber a) zu berücksichtigen und b) allenfalls anzubieten? Das halte ich für einen wichtigen Aspekt im Sinn unserer Kultur- und Geistesgeschichte.
Seit der Antike kennen wir die Vorstellung, Politik sei das, was aus dem Zusammenspiel zweier Lager entstehe: Staatskunst und Gemeinweisen. Im heutigen Sprachgebrauch: Funktionstragende und Zivilgesellschaft. Ich möchte unsere gehabte Session der „Konferenz in Permanenz“ in diesem Sinn verstanden wissen.
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>[Konferenz in Permanenz: 28/04/26|Kunst_und_Kultur/Volkskultur_und_Mythen/kip260428] (Startseite)
[{Metadata Suchbegriff='Konferenz in Permanenz, Kulturpolitik, Netzkultur, Tesserakt, Archipel Gleisdorf, Feuilleton' Kontrolle='Nein'}]
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!Die Runde vom 28.4.26
*Karl Bauer (Kulturreferent, Gleisdorf)
*Martina Brandl (Malerin, Archipel-Vorstand)
*Jürgen Kapeller (IT-Techniker)
*Martin Krusche (Autor, Archipel-Vorstand)
*Monika Lafer (Malerin, Archipel-Vorstand)
*Richard Mayr (Fotograf, Archipel-Vorstand)
*Theresa Pregartner (in Vertretung von Bgm. Franz Nöhrer, St. Ruprecht)
*Katharina Schellnegger (Vizebürgermeisterin, Gleisdorf)
*Robert Schmierdorfer (Bürgermeister, Albersdorf)
*Christoph Stark (Bürgermeister, Gleisdorf)
*Bernhard Weber (Geschäftsführer, Unicorn Start-up & Innovation Hub)