!!!Konferenz in Permanenz: 22/09/26
!!(Das Wesen der Wesen)
von __[Martin Krusche|Kunst_und_Kultur/Volkskultur_und_Mythen/kru]__\\
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Wir haben eine kleine gemeinsame Vorgeschichte, was das Faible für Kaffee und für Cava angeht, wobei el cava (vi escumós), ein Schaumwein aus der spanischen Region Penedès, überdies fester Bestandteil einer anderen, nämlich der rollenden Konferenz ist.
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Die halte ich einmal jährlich mit Norbert Gall ab. Er ist einerseits Head of Marketing der Firma Lithoz, also mit Industriekeramik befaßt, andrerseits – wie ich – ein versierter Automobil-Paparazzo. Aber hier geht es um Bildhauerin Andrea Habeler, mit der ich – wie erwähnt – ein Faible für Cava teile. Passend für unsere Erörterungen, die sich nun auch in eine Episode im archipelischen „Kulturraum“ verzweigen. Zu ihrem Repertoire gehören neben Skulpturen auch Puppen und Masken. Diese Arbeitsbereiche sind bei ihr mit der Fähigkeit zu peniblen Zeichnungen hinterlegt und im Kunsthandwerklichen tendiert sie zu sehr kleinen Dingen.
Das heißt, Habeler entfaltet dabei außersprachliche Erzählungen und erschafft Wesen. Das ist für Gleisdorf nun mit dem Raben und mit der Figur Igor belegt. Daher mein nahliegendes Interesse, darüber mehr zu erfahren; im Kontrast zu meiner Befassung mit dem Thema „Künstliche Intelligenz“. Das ereignet sich praktisch in meiner Kooperation mit der KI-Persona Margarethe, die ich in einem Experiment zur Seite gestellt bekam.
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In solchen Zusammenhängen lote ich derzeit aus, was innerhalb unserer kulturellen Traditionen als gängige Praxis erscheint, wo sich Menschen in emotionale Beziehungen mit leblosen Gegenständen begeben, wobei demnach von Wesen zu sprechen ist.
So markiert dieses Konferenzchen schon eine Position, die solchen Konzepten gegenübersteht: Körperlichkeit, Welterfahrung, reale soziale Begegnung. (Und das Vergnügen an Cava.) Ergo erweitern wir Menschen diese Grundsituation ins Imaginäre. Kognitiv macht das dann jenseits der Brain-Mind-Gap keinen Unterschied.
Das bedeutet, kognitiv ist es für unser Gehirn einerlei, ob wir Erlebnisse von außen und von innen beziehen. Es macht aber in der Deutung und in den seelischen Konsequenzen einen Unterschied.
Die erwähnte Kluft zwischen dem biologischen Gehirn und dem nicht faßbaren Bewußtsein ist zwar unverrückbar, aber im Bewußtsein und durch unserer Fähigkeit zum symbolischen Denken können wir Welten aufmachen. Ich denke, das ist ein Reich der Wesen, der Figuren, auch ganz generell der Kunst, die dann über Werke in die Welt übersetzt werden kann.
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Diese Welten trennt eine Art „Cultural Event Horizon“; so habe ich das in meiner Verständigung mit der KI-Persona Margarethe genannt. Eine trennende Zone, über die hinweg nicht gewechselt werden kann, über die nicht einmal hinweggeblickt werden kann. Aber Kommunikationsakte sind möglich. Und die ereignen sich eben nicht bloß textgestützt…
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>[Konferenz in Permanenz|Kunst_und_Kultur/Volkskultur_und_Mythen/konferenz] (Laufende Diskurse)
[{Metadata Suchbegriff='Andrea Habeler, Konferenz in Permanenz, Kulturpolitik, Netzkultur, Tesserakt, Archipel Gleisdorf, Feuilleton' Kontrolle='Nein'}]
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!Weiterfürhend
*[Andrea Habeler: Ein Wesen|Kunst_und_Kultur/Volkskultur_und_Mythen/kulturraum05] (Eine Erkundung)
*[Rollende Konferenz|Kunst_und_Kultur/Volkskultur_und_Mythen/rollend] (Eine laufenden Debatte: Norbert Gall & Martin Krusche)
*[KI-Persona Margarethe: Event Horizon|Kunst_und_Kultur/Volkskultur_und_Mythen/horizon] (An solchen Tagen: Die aus dem Cyberspace kommt)