!!!Episode 63: Sascha
!!(Joachim Karner)
!Das Fenster III

Der „Sascha“ ist eine Markierung auf dem Weg zu kompakten Automobilen. Im Österreich der Zweiten Republik waren Steyr-Fiat 600 und Steyr-Puch 500 wesentliche Schritte in diesem Sinn. Zuerst die italienische Lizenz (der 600er), dann das italienische Häusel mit der steirischen Technik (der 500er).
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In dieser Verlaufsgeschichte gibt es schließlich einen Prototypen, der nicht in Serie ging. Das ist die eigenständige Grazer Konstruktion des Puch 600 M (Kübelwagen). Dieses Fahrzeug wurde dann ausgemustert, verschenkt, und vor rund 50 Jahren auf der Teichalm verbuddelt. Wir haben die Reste 2025 ausgegraben. Von diesem äußerst kompakten Automobile kann man derzeit freilich nur KI-Kreationen zeigen, die sich an zwei historischen Fotografien des 600 M orientieren. (Mehr blieb aus den 1950ern nicht erhalten.)

Im realen Leben hat dann in den 1970er Jahre ein anderes Fahrzeug Furore gemacht. Während der äußerst schnelle Steyr-Puch 650 TR II meist Experten vorbehalten blieb, kam 1976 der GOLF GTI auf den Markt.

Davor hatten VW und Designer Giugiaro mit dem Design eine eigene Kategorie geschaffen, die kompakte „Golf-Klasse“. In diesem Sinn steht das Fahrzeug durchaus in der Tradition, für die Porsche mit dem Austro-Daimer „Sascha“ einen Meilenstein gesetzt hatte. Relativ geringes Gewicht in günstigem Verhältnis zur passablem Motorleistung machten nennenswerte Tempo möglich.
[{Image src='kru63d2.jpg' align='center' width='700' caption='Puch Kübelwagen per KI' height='525'}]

Fotograf Richard Mayr hat drei Golf GTI besessen, wovon allerdings keine Bilder erhalten sind. Daher diese KI-Version. Was nun mich angeht, ich bin als junger Kerl eine ausgemusterte Motorsport-Granate gefahren, einen hochgerüsteten Ford Escort Mk I. Allerdings mangelt es mir an Talente für hohes Tempo, also hatte diese Episode ein zeitiges Ablaufdatum.

Da ist diese KI-Phantasie, die mich als Rennfahrer neben einem Roush Mustang stehen läßt, also amüsant. Ein Hirngespinst. Aber zugleich ein Hinweis, daß es einerseits diese irrationale Obsession zum Tempo gibt, um den „Speed Demon“ zu treffen. Andrerseits ist der Rennsport von Beginn an Labor für Entwicklungen, die dann in Großserien zur Wirkung kommen.
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[{Image src='kru63d3.jpg' class='image_block' width='400' caption='KI: Mayr beim Golf GTI' height='514'}]
[{Image src='kru63d4.jpg' class='image_block' width='400' caption='KI: Krusche beim Roush Mustang' height='514'}]
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