[{Image src='flocke098.jpg' align='right' width='500' height='375' caption='Ein Beispiel, die einstige k.k. Poststation als Galerie.'}]
!!!Flocke: Kultur und Geschichte
!!(Worin wir verwoben sind)
von __[Martin Krusche|Kunst_und_Kultur/Volkskultur_und_Mythen/kru]__\\
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Kultur ist kein Park der Denkmäler, auch kein geistreich initiiertes Gräberfeld, sondern eine Dünung, die sich ständig bewegt; quer durch die Zeiten. Im Zentrum von all dem steht die menschliche Fähigkeit zum symbolischen Denken. (Die ältesten Artefakte, welche in diesem Sinn gedeutet werden, sind etwa 70.000 Jahre alt.)

Was immer uns in der Kunst gelingt, beruht auch auf den Vorleistungen anderer Menschen. Unsere eigenen Wahrnehmungserfahrungen und Kognitionsprozesse, unser Bearbeiten von Themen und Aufgaben mit künstlerischen Mitteln, all das hat zur Bedingung, daß wir unsere Sinne und unser Denken vielfältig schulen konnten.

Dazu kommt, daß Werke aller Epochen, die wir vorfinden, ihrerseits Anlaß zu Debatten über die Welt und über Fragen zur Kunst bieten, aber speziell auch über die Conditio humana. Es gibt demnach eine ganze Reihe guter Gründe, darauf zu achten, wer in unserem unmittelbaren Lebensraum schon vor uns tätig war, um uns in solchen Zusammenhängen etwas zu hinterlassen.

Damit meine ich nicht bloß künstlerische Werke, sondern vor allem auch Impulse, welche beigetragen haben, die Provinz an manchen Stellen weniger provinziell erscheinen zu lassen. Es war überdies anregend, das alte Denkschema „Zentrum /Provinz“ aufzubrechen. Solches Denken stammt in aktuellen Varianten aus dem 19. Jahrhundert und nützt uns heute nicht mehr, kulturelle Verhältnisse zu erklären.

In solchem Sinn widmen wir uns beim Archipel einer Wissens- und Kulturarbeit abseits des Landeszentrums, die grundlegend andere Bedingungen hat, als vergleichbares Engagement in Graz oder Wien. Deshalb auch die Metapher „Archipel“ als Namen für unsere autonome Kulturformation.

Das betrifft nicht nur die Anregung, wie sie so eine Topographie der Vielfaltbietet. Wir beziehen uns damit auch auf den karibischen Philosophen Édouard Glissant, der uns gezeigt hat, wie ein „archipelisches Denken“ über die alten eurozentristischen Denkmuster hinausführen kann.
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Das „Archipel: Forum für Kunst, Kultur und Bildung“ steht in der Tradition der eigenständigen Regionalentwicklung und ist einem Prinzip verpflichtet, das verlangt, Aktion und Reflexion beisammenzuhalten. Siehe dazu auch:
*[Die Tangente: Zur Zeitenwende|Kunst_und_Kultur/Volkskultur_und_Mythen/tangente002] (Ein kulturpolitisches Positionspapier)
*[History|Kunst_und_Kultur/Volkskultur_und_Mythen/histo] (Projektverläufe)