[{Image src='mir001a.jpg' class='image_right' width='500' height='375' caption='Der Abgang zum MiR in der Umbauphase des Rathauses.'}]
!!!Museum im Rathaus: Abgesang
!!(Eine Erinnerung)
von __[Martin Krusche|Kunst_und_Kultur/Volkskultur_und_Mythen/kru]__\\
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Im März 2026 gibt es eine letzte Ausstellung. Damit endet diese Geschichte: 2008 bis 2026 ein zentraler Ort für künstlerisches Geschehen und eigenwillige Erzählungen. Der Keller des Rathauses, einstmals langfristig vermietete Lagerräume, wurde zu einem passablen White Cube umgebaut, dessen Türen auf den Vorplatz zu bei Bedarf verblendet werden konnten. Das ist nun praktisch Geschichte.
Das „Museum im Rathaus“ hat zwar die amtliche Adresse Rathausplatz 1, aber ich halte das für eine Kuriosität der Verwaltung. Ich bin so frei, das „MiR“ dem Florianiplatz zuzurechnen, zumal schon allein dessen südlichste Spitze mehr Freiflächen hat als der ganze Rathausplatz. Das „MiR – Museum im Rathaus“ wurde also 2008 in den Kellerräumen des denkmalgeschützten Gebäudes eingerichtet. Die Museums-Artefakte sind ausgelagert, unter dem Service Center verstaut. (Ein unterirdischer Gang verbindet die Räume.)
Ich gehöre (mit dem damaligen Team von Kunst Ost) zu den ersten Kulturschaffenden, die im MiR Gastspiele realisiert haben. Meinen Streifzug durch die neu adaptierten Räume hatte ich gemeinsam mit Winfried Kuckenberger, dem damals maßgeblichen Kulturbeamten der Stadt, am 11. Jänner 2008. Wir besprachen Optionen.
Kuckenberger erwies sich in der Folge als ein ebenso engagierter wir kooperativer Partner, mit dem ich davor schon „next code: love“ umgesetzt hatte. Gleisdorf war damit 2007 das erste Mal als Ereignisort im Festival „steirischer herbst“ vorgekommen. Diese Aktivitäten (in Zusammenarbeit mit Kunsthistorikern Mirjana Peitler) konnte ich dann 2008 fortsetzen. Unser „next code: divan“ wurde mit der Session „augenhöhe: blicke worte“ (Juli 2008) im Bezirk Weiz zur einzigen Veranstaltung des damals neuen Festivals: „regionale08“ unter dem Gesamttitel „DIWAN – Grenzen und Kongruenzen“. (Die künstlerischer Leitung hatte Dieter Spath, Spath Arquitectos).
[{Image src='mir001b.jpg' class='image_right' width='500' caption='11. Jänner 2008: Lokalaugenschein mit Winfried Kuckenberger.' height='375'}]
Es ging in diesem Sinn weiter, denn ich hatte für Kunst Ost festgelegt, daß wir jeweils zwei Jahresschwerpunkte umsetzen. Im ersten Halbjahr das „Aprilfestival“ mit hauptsächlich regionalen Kunstschaffenden, im zweiten Halbjahr das Kunstsysmposion mit internationaler Besetzung. Dabei war das MiR für uns ein wichtiger Ereignisort. Und heute? Die Lokalpolitik und der „Kulturpakt Gleisdorf“ haben andere Wege eingeschlagen. Was daraus nun werden soll, könnte am 9. Februar 2026 etwas genauer geklärt werden.
Wir haben freilich im „Archipel“ unser Jahresvorhaben längst in der Umsetzung. Dazu ergibt ein programmatischer Text des serbischen Künstlers Selman Trtovac, der einige Male im MiR zu Gast gewesen ist: „Epoche Null“ (Link am Seitenende!), die „Startflagge“ für unseren nächsten Abschnitt. Gewissermaßen Neuland, denn wir befinden uns global unübersehbar in einer Zeitenwende.
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>>[Selman Trtovac: Epoche Null|Kunst_und_Kultur/Volkskultur_und_Mythen/epoche001] (Ein Statement)
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