!!!Stromlinie: Zeitenwende
!!(Das junge Tempo)
von __[Martin Krusche|User/krusche martin]__\\
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Vom Puch-Schammerl zur Endorphin-Maschine, nun zur Stromlinie… Sie sehen, die aktuelle Themenentwicklung macht einen Fächer auf. Ich halte zwar im Kern am Thema „Mythos Puch“ fest, denn das ist für die Steiermark ein sehr gewichtiger Angelpunkt. Aber ich finde es reizvoll, über den größeren Zusammenhang in die Gegenwart heraufzukommen.
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[{Image src='puch27_06a.jpg' align='center' width='600' caption='2025er Abgesang Nummer 1.' height='450'}]

Dabei erscheint mir das gesamte 20. Jahrhundert rasend interessant. Es legt nahe, neben der Technologie- und Mobilitätsgeschichte, über die Schnittstelle Sozialgeschichte, auch Kunst und Kunsthandwerk zu beachten. Hier habe ich im Industriedesign einen wichtigen Knotenpunkt.

So komme ich auch zu subkulturellen Themen und zur Volkskultur in der technischen Welt. Das mein beispielsweise allerhand Clubs, die das soziale Leben der Oststeiermark bereichern. Vereine, deren Mitglieder sich mit Mopeds und Motorrädern, mit Youngtimers, US-Cars oder Motorsport befassen.
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[{Image src='puch27_06b.jpg' align='center' width='600' caption='2025er Abgesang Nummer 2.' height='360'}]

Genau diese Milieus sorgen teilweise auch für Wissensarchäologie, graben vergessenes Know how wieder aus. Und es werden in solchen Gruppen Kompetenzen erhalten, die sonst verloren gingen, weil die Wirtschaft sie nicht mehr braucht, ergo nicht mehr bezahlt.

!Aber das Tempo der Entwicklung
Neurobiologe Gerald Hüther bietet dazu einen interessanten Denkanstoß. Rund zehntausend Jahre waren Gesellschaften sehr starr hierarchisch organisiert. Es wurde von oben nach unten regiert, befohlen, verfügt. Sozialer Aufstieg, der Wechsel von einem sozialen Milieu in das nächst höhere, gelang meist nur, wenn einem etwas Spezielles einfiel, wenn man etwas Besonderes leisten konnte, vielleicht etwas verbesserte oder überhaupt erfand.

Hüther sieht einen Zusammenhang zwischen boomendem Erfindergeist und dem Wunsch, aus der Untertänigkeit herauszukommen. Da ortet der Wissenschafter einen der Gründe für dieses Innovationstempo, dem ganze Gesellschaften kaum noch hinterherkommen.
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[{Image src='puch27_06c.jpg' align='center' width='600' caption='Design matters!' height='300'}]

Da mein Opa noch ein Untertan des Kaisers gewesen ist, mein Vater einem Diktator unterstellt war, könnten wir bedenken, wie jung unsere inzwischen gewohnten Freiheiten sind. Nun, mitten in der Vierten Industriellen Revolution, haben wir gute Gründe, einige Klarheiten zu suchen, was genau uns wie in diese Zeit gebracht hat, denn ich meine, es ist unübersehbar, daß sich eine Zeitenwende vollzieht. Ein Umbruch, der alle Lebensbereiche trifft.
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>[Die Startseite: Stromlinie|Kunst_und_Kultur/Volkskultur_und_Mythen/mythos_puch27] (Mythos Puch Nr. 12)
[{Metadata Suchbegriff='Stromlinie, Streamline, Mythos Puch, Mobilitätsgeschichte, Tesserakt, Archipel Gleisdorf' Kontrolle='Nein'}]
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!Postskriptum
Via Social Media bekomme ich laufend Schleifen zu früheren Schritten gezogen. Und dann reagiert jemand, wie kürzlich Künstler Nikolaus Eberstaller. Anlaß dazu bot eine Erinnerung an den famosen Buick Riviera, den ich hinter dem Gleisdorfer Rathaus entdeckt hatte. Nun also: ''"24. September 2026 / unbestreitbar: design matters! (der 1971er boattail-riviera stammt von bill mitchell.)"''
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[{Image src='puch27_06d.jpg' align='center' width='600' caption='Der 1971er Boattail-Riviera' height='428' popup='false'}]
*Darauf Nikolaus Eberstaller: ''„HALLELUJA! Endlich! Ich war damals mit einer mittelalterlichen Partie der Selbsthilfegruppe Kunst unterwegs. A schware Partie. Wir haben bis in die frühen Morgenstunden unsere Diagnosen ausgebreitet. Die Gleisdorfer phantasierten von einem eigenen Kunstverein, sie wollten das Innenstädtchen erobern. Friseurladenbesetzungen, Poststationsumfunktionierung und so. Totale Realitätsverweigerer. Einer von denen fieberte so hoch, dass er davon sprach, das Lagerhaus als Galerie zu etablieren. Nach drei Toast Hawaii, 32 Jägermeistern, einem fünfstelligem Synapsenverlust, einem dräuenden Magendurchbruch und der Rückkehr zum Vierfüßlergang wurde ich orientierungslos. Den Buick fand ich trotz mehrerer Reanimationen der Gleisdorfer nicht mehr. Ich musste mit einem gestohlenen Bonanza-Rad zurück in die pannonische Tiefebene. Übrigens: Meine Nokia-Banane war damals schon überreif. Sie muss aber noch auf dem Beifahrersitz liegen. Ruf' mich an, das sollte funktionieren, ich hatte den Buckelakku! Ahhh Shit .... D-Netz!“''