!!!Netzkultur: Redaktionshoheit
!!(Manchen Leuten muß man auf die Sprünge helfen)
von __[Martin Krusche|Kunst_und_Kultur/Volkskultur_und_Mythen/kru]__\\
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Es ist längst Standard, daß Leute, die sich online innerhalb meiner Terrains anhaltend schlecht benehmen und daher rausfliegen, von „Zensur“ faseln. Sie haben also auch davon keine Ahnung. Zensur wäre es ja erst, wenn man ihnen überall eine freie Meinungsäußerung verbieten und unterbinden würde. Das World Wide Web ist weit, deshalb heißt es so. Da draußen können Marktschreier und Possenreißer tun, was ihnen gefällt. Aber bei mir gibt es Regeln.
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[{Image src='netz008.jpg' align='center' width='600' caption='Krusche by KI: Als leitendwr Redakteur bin ich bei Bedarf auch der leitende Rausschmeißer.' height='450'}]

 Worum mag es da gehen? Im sogenannten „Reality TV“ wird es von Akteurinnen und Akteuren offen angesprochen. Sie konkurrieren um „Sendezeit“, also um die Summe an Minuten, die sie dann in der Ausstrahlung zu sehen sein werden. Es geht um Aufmerksamkeitsökonomie und es geht um den Marktwert der Personen. Da geht es um Business und lukrierbaren Profit. Das ist in den sogenannten „Social Media“ prinzipiell nicht anders. (Was hier Realität und da sozial sei, halte ich für ein anderes Thema.)

Ich bin ein Netizen, ein Bewohner der Netze, und sorge in einigen Bereichen für Kontinuität des Angebotes an Stoffen. Wir wußten schon vor dem Jahr 2000: Internet ist ein 24/7-Medium. In den Anfängen des WWW kam es dann noch häufig vor, daß man ein Web-Adresse aufgerufen hat und da die Nachricht ''„site under construction“'' fand. (Das haben Leute wie ich für Stümperei gehalten.)

!Redaktionsarbeit
Ich war 1985 zum ersten Mal online, kenne also die Entwicklung der heimischen Netzkultur-Szene aus teilnehmender Beobachtung. Mir war recht bald klar, daß sich ein Webauftritt nur dann lohnen kann, wenn ich kontinuierlich für Inhalte sorge, die ich meinem Publikum, das laufend betreut werden muß, anbiete. Das verlangte von Anfang an Redaktionsarbeit.

Ich habe es so zusammengefaßt: Es geht um CCC! ''„Community, Content, Continuity“.'' In einem Punkt bin ich freilich strikt Old School. Meine Leisten im Web werden redaktionell betreutet, was bedeutet: die Redaktionshoheit liegt bei mir.

Komme ich zum Schluß, daß jemand meine Arbeit mißbräuchlich benutzt, um „Sendezeit“ zu rauben, für die selbst nicht angemessen gearbeitet wurde, verwarne ich die Person umgehend. Wird das ignoriert, fliegt die Person raus und bekommt bei mir keinen Zugang mehr.

Weshalb? Von 365 Tagen eines Jahres sorgen ich gewiß an über 300 Tagen für Content und Kontinuität in meinen Webbereichen. Wer das zur Selbstrepräsentation mißbraucht, Diskursbeiträge simuliert, bloß verkündet statt begründet, womöglich Abschätzigkeiten verbreitet, sich eventuell Gewalt durch Sprache gönnt, hat sofort den leitenden Redakteur am Hals, also mich.

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