!!!Einige Innenansichten
!!(Die k.k. Poststation, Gleisdorf)
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Die Poststation war keine staatliche Einrichtung, sondern ein privater Betrieb. Das bedeutet, hier mußten betriebswirtschaftliches Denken und praktische Tüchtigkeit zusammenwirken. Historiker Robert F. Hausmann notierte für das 18. Jahrhundert: ''„Die postalischen Sendungen wurden weiterhin mit Reitpferden befördert, da eine Beförderung mit Postkutschen auf den schlechten Wegen undenkbar war. In Gleisdorf wurden die Pferde der Postkuriere und Boten gewechselt. Der Postmeister hatte dafür zu sorgen, dass jeden Tag mindestens sechs ausgeruhte Pferde zur Verfügung standen.“''
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Die historischen Fotografien auf dieser Seite stammen aus dem Archiv von Ulrike Kurtz, die hier aufgewachsen ist. Sie sehen am Seitenende, daß die ebenerdige Betriebsstätte Motive bietet, wie sie in der alten agrarischen Welt hier allgemein vertraut waren. Der Wohnbereich macht da einen merklich anderen Eindruck. Das ist zwar nicht fürstlich, aber zeigt uns, was man sich seinerzeit wohl unter „gutbürgerlich“ vorstellen durfte. (Natürlich nicht ohne Klavier!)
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Das bedeutet: wirtschaftlich erfolgreiche Menschen hatten sich in der Stadt Standesregeln gegeben, um das Gedeihen des Ortes und die eigene Position zu sichern. So wurde zwischen rund 1820 und 1920 aus dem Markt eine Stadt. Ein bemerkenswertes Detail auf beiden Fotos: Bücher waren lange Zeit eher teure Wertgegenstände.
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Das änderte sich vom 19. in das 20. Jahrhundert nur langsam; etwa durch Angebote wie die „Reclam-Hefte“ oder später durch jene „Paperbacks“, die wir als „Taschenbücher“ kaufen konnten. Was sie auf den Fotos an Büchern sehen, war seinerzeit sicher keine allgemein übliche Ausstattung von Gleisdorfer Haushalten. (''Martin Krusche'')
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