!!!Episode 68: Chris (†) II
!!(Ein Abschied)
!Von __[Martin Krusche|User/krusche martin]__
Ich habe die Scheuer-Episode erweitert, weil sich gerade in auffallender Dichte allerhand Dinge ereignen, die mir das nahelegen. Dieser Sommer gibt Menschen meiner Generation nächste Anlässe, um über gelebtes Leben nachzudenken, was in meinem Fall bedeutet: Es liegt eine enorme Fülle hinter mir.
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[{Image src='69chris01.jpg' align='center' width='600' caption='Graphic Novelist Chris Scheuer' height='450'}]
*[Chris (†) II|Kunst_und_Kultur/Volkskultur_und_Mythen/slot02_69_chris02] (Mythos Puch)
Diese Fülle ist von Markierungen durchzogen, welche einerseits persönlicher und privater Natur sind, andrerseits waren Menschen des öffentlichen Lebens für mich einflußreich. Das fügt sich derzeit in mein Nachdenken ein.
Also bleibe ich im „Zeit.Raum“ momentan noch bei diesem Memento für Chris Scheuer. Im August sind drei Persönlichkeiten gegangen, welche ich als Markierungen empfinde. Menschen, die auf unterschiedliche Arten in meinen Erinnerungen flackern: Schauspieler Tim Curry (Jg. 46), Malerin Yayoi Kusama (Jg. 29) und Sängerin Dolly Parton (Jg. 46).
Chris Scheuer war Jahrgang 1952, vier Jahre älter als ich. Er lebte in der Kunst. Was das bedeutet? Neben allen individuellen Aspekten und Varianten birgt das im Kern wohl eine Konzentration, wie sie Markus Lüpertz zusammengefaßt hat: Ein Ringen um Qualität und Vollendung.
Das sind beides keine Fixpunkte, sondern Orientierungspunkte für Prozesse. Ich neige zur Ansicht, daß Vollendung etwas ist, was sich mit dem Verlöschen eines Lebens ereignet. Das enthält natürlich eine Frage nach Qualität. Ich hänge da einem Kulturgut an, das einstmals „Ars moriendi“ genannt wurde. Ziel ist es, daß man einen Zustand erreicht, in dem sich dieses Gefühl einstellt: ''Es darf enden''.
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[{Image src='69chris02.jpg' align='center' width='600' caption='Das Fenster mit Tei II der Episode.' height='450'}]
Deshalb ist auch Nonna Grill zu erwähnen, die in jener Nacht gegangen ist, als ich mit Norbert Gall von unserer „Rollenden Konferenz“ zurückgekommen bin. Wir saßen um 23:09:58 Uhr auf den Kirchriegel-Stufen, um da – wie jedes Jahr – zum Abschluß unserer Tages-Tour eine Flasche kalten Cava zu leeren und zu bereden, was wir erlebt haben.
Davor hatten wir noch kurz den archipelischen „Kulturraum“ in der Weizerstraße besucht. Auf dem Rückweg zum Kirchriegel fiel mir auf, daß links über dem Tor der alten Poststation ein Fenster offen stand, das hell erleuchtet war. Ungewöhnlich. Tags darauf erfuhr ich vom Tod der Nonna Grill.
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>[Episode 68: Chris (†)|Kunst_und_Kultur/Volkskultur_und_Mythen/slot02_68_chris] (Ein Abschied)
>>[Die Episoden|Kunst_und_Kultur/Volkskultur_und_Mythen/start04] (Slot II)
[{Metadata Suchbegriff='Chris Scheuer, Mythos Puch, Graphic Novel, Archipel, Zeitraum, Zeit.Raum, Gleisdorf, Kunst Ost, Archipel' Kontrolle='Nein'}]
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