[{Image src='table03.001a.jpg' class='image_right' width='500' caption='Hebel, Zahnräder und Wellen: Das Wunderwerk der Kräftespiele.' height='375'}]
!!!Drehmomente und Angelpunkte
!!(Wo wir angekommen sind)
von __[Martin Krusche|Kunst_und_Kultur/Volkskultur_und_Mythen/kru]__\\
\\
Um zu verstehen, was die aktuelle industrielle Revolution ausmacht, scheint es mir nützlich, einen Eindruck zu schaffen, was die Geschichte der Mechanik ist. Ein prägendes Phänomen, das schließlich in der Elektrotechnik und in der Elektronik staunenswerte Begleitumstände erhalten hat.

Ich muß das freilich über einen Umweg angehen, da mir zum Beispiel das Drehmoment eine völlig rätselhafte Kraft ist. Deshalb verstehe ich auch nicht, weshalb ein Hebel funktioniert und ich nehme an, der Flaschenzug verdankt seine Wirkung den gleichen Ursachen, aber ich kann sie mir nicht vorstellen.

Ich war im Ringen darum, etwas von der Mechanik zu begreifen, freilich einen kleinen Schritt weiter, als ich begriffen hab, daß ein Satz von Zahnrädern in einem Getriebe zwei Kränze von Hebeln sind, die auf Wellen gesetzt wurden. Da ist also eine Menge an Drehmoment im Spiel, welches über die verschiedenen Über- und Untersetzungen verwaltet werden kann.

Falls Sie je Gelegenheit haben, in ein Getriebe hineinzuschauen, tun Sie das unbedingt. Diesen Typ eines Apparates finde ich extrem anregend, wenn man ein wenig über Physik nachdenken möchte.

Das ändert sich freilich umgehend, falls man am Thema Quantenphysik anstreift. Da, so habe ich begriffen, würde es mir nützen, ein begabter Mathematiker zu sein. Aber ich greife vor. Gehen Sie doch in Gedanken einmal durch, was alles unser Leben erleichtert, indem es den Hebelgesetzen folgt. (Raten Sie jetzt selbst, was eine Kurbel ist!)

Ich stürze mich derweil wieder in eine frühere Ratlosigkeit, die mich erfaßt hat, als ich zu kapieren versuchte: Was ist eigentlich Elektrizität? (Ja, unter anderem etwas mit Teilchen, die Ladung tragen, und solchen, die keine haben. Etwas mit Feldern.)
[{Image src='Wissenssammlungen/Essays/Mensch_und_Maschine/Industrielle_Revolutionen/rev14.jpg' caption='1871: Horizontale Maschine von Powis & Co. – (Grafik: The Mechanic’s Magazine)' align='right' width='500' height='333'}]

Gesamt bin ich in solche Überlegungen hineingerannt, als ich unseren kommenden Round Table zum Thema mit „Vom Getriebe zur KI“ überschrieben hab. Ich wollte mich von der aktuellen Marktschreierei bezüglich KI abwenden können, mich mit sachkundigen Menschen aus verschiedenen Berufszweigen verständigen. Und das in einem Kontext, den wir eben erst bearbeitet haben.

Ich hatte im Verlagsbüro der Edition Keiper zu einem Treffen bezüglich „Mythos Puch“ gebeten, wobei dieser Umbruch eine wichtige Themenlinie ausgemacht hat. Es kamen Personen aus mehreren Alterskohorten an den Tisch, ein Generationen-Spektrum, das ab den 1940er Jahrgängen bis zu den 1980ern jedes Jahrzehnt betraf.

Das bedeutet unter anderem, wir 1940er- bis 1960er Jahrgänge wurden noch in die Zweite Industrielle Revolution hineingeboren, haben die Digitale Revolution durchlebt und sind in einer technisch grundlegend anderen Ära angekommen. Wir waren teils Passagiere, teils Akteurinnen und Akteure dieses Prozesses „Vom Getriebe zur KI“. Daher mein Wunsch: Reden wir miteinander, um Klarheiten zu finden, wo wir angekommen sind.
----
>[Startseite: Künstliche Intelligenz|Kunst_und_Kultur/Volkskultur_und_Mythen/table03] (Ein junges Assistenzsystem)
>>[Mythos Puch: Ein größeres Ganzes|Kunst_und_Kultur/Volkskultur_und_Mythen/mythos_puch25]

[{Metadata Suchbegriff='KI, Künstliche Intelligenz, Archipel Gleisdorf, Konvergenzzone, Kunst Ost, Konferenz in Permanenz' Kontrolle='Nein'}]