[{Image src='troll001a.jpg' align='right' width='500' height='375' caption='Ich bin der Hausmeister dieser Abteilung'}]
!!!Troll: Beherzte Aufdringlinge
!!(Eine Konfrontation)
von __[Martin Krusche|Kunst_und_Kultur/Volkskultur_und_Mythen/kru]__\\
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Zivilisationsforscher Fred E. Schrader notierte in seinen Anmerkungen über die Formierung der bürgerlichen Gesellschaft (1550 – 1859):'' „Zwei unterschiedliche Modelle existieren in der Vorstellungswelt des 18. Jahrhunderts: parteiische Meinungen, die sich öffentlich befehden, die Gesellschaft spalten, zerreißen, sie destabilisieren, letztlich sogar in den Bürgerkrieg führen; oder eine kohärente öffentliche Meinung, welche als Medium funktioniert, indem sie Synthesen herstellt, private Meinungen vermittelt und gegensätzliche Interessen miteinander versöhnt. Genau dies wird dann auch als eine Aufgabe der politischen Repräsentation benannt.“''

Ich sage es mit meinen Worten: ''Begründen statt verkünden!'' Wir müssen doch nicht hinter das 18. Jahrhundert zurückrutschen. Wer mich näher kennt, weiß vermutlich, daß ich den Mangel an Esprit für einen strafbaren Tatbestand halte. Es konnte bloß bisher kein passendes Gesetz verabschiedet werden.

Wo jemand meint, diese Eigenschaft, zuzüglich fehlender Sachkenntnis, in einer großen Klappe verbergen zu können, um dann in einer meiner Gassen Programm zu fahren, wird erleben, daß der Ernst des Lebens beginnt.

Ich bin ferner überzeugt, daß gesellschaftliche Realität nicht nur, aber sehr wesentlich, durch Medienanwendung generiert wird. Dabei geht es in etlichen Bereichen sowie Aspekten um Redaktionsarbeit und Aufmerksamkeitsökonomie.

In diesem Zusammenhang empfinde ich Trolle und Schwätzer als Zumutung, denn sie greifen ohne nennenswerte Leistung nach der Aufmerksamkeit jenes Publikums, das ich aufgebaut habe, betreue, indem ich mich zu Themen sachkundig mache und an über 300 Tagen im Jahr Redaktionsarbeit leiste. (Das verteilt sich auf mehrere Terrains im Internet.)

Da ich freilich seit der zweiten Hälfte der 1980er Jahre ein Netizen bin, ein Bewohner der Netze, fühle ich mich der Trittbrettfahrerei mancher Menschen nicht ausgeliefert. Es gibt allerhand Strategien und Mittel, den Großklapperatismus im Web wenigstens stellenweise einzudämmen, sogar abzudrehen. Möge auf dem Boulevard getrieben werden, was jemand treiben möchte, in der Nische meiner Webpräsenz geht sowas nicht durch.

Die Corona-Krise war eine Glanzzeit der Aufdringlinge. Seither mangelte es nicht an Themen, für die man sich begeistern, an denen man sich erregen konnte, vorzugsweise in klingender Ömpörung. Dazu gehört es, sich beleidigt zu fühlen und darauf mit Argumenten zur Person zu reagieren, auf Argumente zur Sache weitgehen zu verzichten.

Wer darauf beharrt, meine Aufmerksamkeit mit derlei Verhaltensoriginalität zu belasten, wird gut gerüstet sein müssen, denn als Schriftsteller komme ich mit einem textgestützen Medium wie Facebook etc. ganz gut zurecht. Nun hat der Schnösel von Ilz anläßlich des Themas Künstliche Intelligenz einen Akzent gesetzt, der mich bewegt, diesem Thema eine eigene Leiste zu widmen.
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[{Metadata Suchbegriff='Troll, Stalker, Aufdringling, Künstliche Intelligenz,  Netzkultur, Diskurs, Archipel Gleisdorf, Feuilleton' Kontrolle='Nein'}]
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