[{Image src='vol70.jpg' align='right' width='400' caption='Monika Lafer, 2026, Takern, 70 x 50 cm, Acryl auf ungrundierter Baumwolle' height='554'}]
!!!Zeit.Raum, Slot I, Vol. 70
!!Fingerübung in Demut, Teil 2
von __Monika Lafer__\\
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Malen im gegenständlichen Bereich ist das Übersetzen des Geschauten in die malerische Sprache. Das bedeutet nicht das sklavische Nachzeichnen mit dem Pinsel, sondern etwas ganz anderes.
Einerseits mache ich mich gerne mit neuen Strukturen vertraut – das heißt, ich male etwas, das ich noch nicht mit dem Pinsel erfasst habe, und schaue, wie ich es begreifen kann. Andererseits ist da aber auch das Altbekannte, das ich neu erforschen möchte.
Das ist etwa das Umsetzen eines Ausschnittes eines Stallgebäudes in der Oststeiermark – von Kindheit auf sind mir diese Dinge bekannt: Vordächer von Kuh- und Schweinestallungen mit Seilzügen und Ähnlichem. Und natürlich war ich als Dreikäsehoch überall kletternd drin, sehr zum Leidwesen der älteren Generationen.
In diesem Gemälde ging es künstlerisch darum, etwas Bekanntes neu sehen zu lernen. Nicht ein „Kenne ich“, sondern neugieriges Befragen des Motivs. Was ist wesentlich? Was kann weggelassen werden? Was sind die typischen Farben, die mir in Erinnerung sind? Wie formuliere ich die Stimmung?
Für die Umsetzung habe ich ein grobes ungrundiertes Leinengewebe gewählt und die Acrylschichten mit einer Sgraffito-Technik kombiniert. Die Formen wurden stark vereinfacht, die Farben sehr plakativ eingesetzt.
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Das Bild war fertig, als nichts mehr wegzulassen war.
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[{Metadata Suchbegriff='Monika Lafer, Zeitraum, Archipel, Gegenwartskunst' Kontrolle='Nein'}]