!!!Tiergarten Schönbrunn
von ''Antonia Kienreich''; HS Markt Hartmannsdorf, 2a; Betreuung: Zoller; 53 Punkte;

!Geschichte

[{Image src='tiergarten.jpg' class='image_left' caption='Tiergarten Schönbrunn. [Bild ist aus dem Austria-Forum|Heimatlexikon/Tiergarten_Schönbrunn]' width='300' alt='Tiergarten Schönbrunn' height='197'}]

1452 wurde im Stadtgraben von Wien der erste "Tiergarten" eingerichtet. Dieser bestand bis 1462. Der heutige Tierpark Schönbrunn liegt im Park des [Schlosses Schönbrunn|Sparkling_Science/Aufsatzsammlung/Schloss_Schönbrunn]. Die Entstehung des Tiergarten Schönbrunn geht auf Franz Stephan von Lothringen, Ehemann von Kaiserin Maria Theresias, zurück. Er beauftragte den Architekten Jean Nicolas Jadot de Ville-Issey mit dem Entwurf für eine Menagerie im Park der  Sommerresidenz Schönbrunn. Die Anlage bestand aus zwölf Gehegen mit jeweils gleich großen Tierhäusern, einem Verwaltungsgebäude und einem vorgelagerten Gartenteil. Der 31. Juli 1752 gilt als Geburtstag des Tiergarten. An diesem Datum besuchte Kaiser Franz I. Stephan die fast fertig gestellte Menagerie im Schlosspark von Schönbrunn.



[{Image src='Menageriepavillon.jpg' class='image_right' caption='Menageriepavillon im Zentrum des Schönbrunner Tiergartens. [Bild ist aus Imagno.|http://www.imagno.at]' width='300' alt='Menageriepavillon' height='253'}]


Als letzter Bauteil der Menagerie wurde im Jahr 1759 der Zentralpavillon fertig gestellt. Der achteckige Pavillon im Zentrum der Menagerie war ursprünglich als Frühstücksraum und Gesellschaftsraum gedacht. Er stellt bis heute das historische Kernstück des Tiergartens dar.  Seit 1949 wird er als Café-Restaurant genutzt. Die Menagerie Schönbrunn war bis gegen Ende der Regierungszeit Maria Theresias (Maria Theresia starb 1780) der kaiserlichen Familie vorbehalten. Danach wurde die Menagerie zusammen mit Schloss und Park für "anständig gekleidete Personen" geöffnet -zunächst jedoch nur an Sonntagen. Unter dem Einfluss der Napoleonischen Kriege und der damit verbundenen sozialen Veränderungen nahm die Bedeutung der Menagerie weiter zu. Um 1800 war der Tiergarten bereits täglich zu besichtigen.
Die Anlage blieb aber bis zum Ende der österreichisch-ungarischen Monarchie Privatbesitz der kaiserlichen Familie.



!Tiere

[{Image src='Zebra.jpg' class='image_left' caption='Steppenzebras im eingeschneiten Schönbrunner Tiergarten. [Bild ist aus Imagno.|http://www.imagno.at]' width='300' alt='Zebra' height='210'}]

Der erste [Elefant|Sparkling_Science/Aufsatzsammlung/Elefanten] kam 1770 nach Schönbrunn. 10 Jahre später kamen mit [Wölfen|Sparkling_Science/Aufsatzsammlung/Wölfe] und [Bären|Sparkling_Science/Aufsatzsammlung/Braunbären] die ersten "Raubtiere" nach Schönbrunn. Um 1800 kamen die ersten Eisbären, Großkatzen, Hyänen und Kängurus. 1828 schenkt der Vizekönig von Ägypten Schönbrunn eine Giraffe, die zum Publikumsmagneten avancierte.  Ihre Ankunft beeinflusste in Wien Mode und Gesellschaftsleben und führte zu einem nie da gewesenen Zustrom von Besuchern.


Zu Beginn des 20. Jahrhunderts, nach Neuerungen und Erweiterungen wurde der Park ein moderner "zoologischen Garten", der zu den schönsten Tiergärten der Welt gehörte.
Er beherbergte knapp 3500 Tieren, darunter Elefanten, Nashörner, Flusspferde, Tapire, Giraffen, Ameisenbären, Robben, zahlreiche Großkatzen- und Bärenarten. 

Während des Ersten Weltkrieges und danach ging der Tierbestand um beinahe 85 Prozent auf knapp 400 Tiere zurück.  
Unter Otto Antonius (Direktor 1924-1945) stieg der Tierbestand bis 1930 wieder auf mehr als 3000 Individuen.
Antonius führte die Idee der Nachzucht vom Aussterben bedrohter Tierarten ein, er engagierte sich auch in der Volksbildung und warb für den Naturschutz. Gegen Ende des Zweiten Weltkrieges kosteten Bombentreffer auf Tiergarten und Schlosspark vielen Tieren das Leben. Nach 1945 standen zunächst vor allem der Wiederaufbau der zerstörten Gehege und Verbesserungen der technischen Infrastruktur im Vordergrund. Unter Walter Fiedler (Direktor 1959-1987) erreichte der Tiergarten Schönbrunn nahezu eine Verdopplung seiner ursprünglichen Fläche auf zwölf Hektar. Trotz zum Teil herausragender Zuchterfolge - so gelang bereits 1960 die Handaufzucht eines Eisbärenbabys („Kara") - hatte der Tiergarten bald mit Imageproblemen zu kämpfen. Tierhaltung galt als veraltet und immer weniger Besucher kamen. 

Diskussionen über die Auflösung des Tiergartens wurden 1991 durch die Gründung der „Schönbrunner Tiergarten GmbH" beendet.
Seither hat sich der älteste Zoo der Welt auch zu einem der schönsten und modernsten entwickelt. Der Tiergarten Schönbrunn bietet seinen Besuchern ein breites Informationsangebot und arbeitet auf nationaler und internationaler Ebene an vielen wichtigen Arterhaltungs- und Naturschutzprojekten mit.
Der Tierbestand umfasst heute gesamt 8504 Tiere mit 632 Arten und Rassen (Stand 2. März 2011). 


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