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CNSystems Medizintechnik AG

Bezeichnung der Firma
CNSystems Medizintechnik AG
Branche
Humantechnologie
Organisationsform
AG
Gründungsjahr
1998
UID-Nummer
ATU45370209
Auszeichnungen
Fast Forward Award Gewinner
Staatspreis Gewinner
Geschäftsbereich
Entwicklung-, Erzeugung und Vertrieb von medizintechnischen Produkten (Blutdrucküberwachungsgeräte, Hämodynamikmonitore, Herz-Kreislauf Diagnosegeräte)
Stichworte
Humantechnologie
Medizintechnologie
Cluster
Human.technology Styria
Adresse
Reininghausstraße 138020 Graz
Kontakt
http://www.cnsystems.com
office@cnsystems.com
Bewertung
3,92

Unternehmensprofil#

Die CNSystems Medizintechnik AG wurde 1998 in Graz gegründet.

Das Unternehmen entwickelt und produziert nichtinvasive Geräte, die eine kontinuierliche Überwachung von Blutdruck und allen essenziellen Vitalparametern gewährleistet.

Erfolgsgeschichte#

Chinesische Raumfahrt setzt auf Technologie aus der Steiermark#

China hat gestern seinen sechsten bemannten Weltraumflug gestartet.

Zwei Taikonauten haben sich auf den Weg zum Weltraumlabor Tiangong 2 gemacht. An der Mission ist auch ein High‐Tech Gerät des Grazer Unternehmens CNSystems beteiligt.  

„CNAP®“ nennt sich das Gerät von CNSystems, das die nächsten 30 Tage die Herz‐Kreislaufparameter der beiden Taikonauten Jing Haipeng und Chen Dong im chinesischen Weltraumlabor Tiangong 2 überwachen wird.

Im September brachten die Chinesen ihr Weltraumlabor ins All, gestern machten sich die beiden Taikonauten auf den Weg dorthin. 30 Tage sollen die beiden im All verbringen und dabei Wartungsarbeiten und Experimente durchführen. Wenn die Internationale Raumstation ISS 2024 ihren Dienst einstellen wird, ist China übrigens das einzige Land, das eine Weltraumstation unterhält.      Die chinesischen Weltraumspezialisten sind nicht die ersten, die auf die innovative Technologie „Made in Styria“ setzen.

„Die amerikanische Weltraumbehörde NASA hat bereits im Jahr 1999 die ersten sogenannten  ʺTask Force® Monitoreʺ für die Erforschung der Vitalfunktionen ihrer Astronauten eingesetzt. Das Johnson Space Center in Houston war unser erster Kunde“, erzählt Jürgen Fortin, Vorstand und Co‐Gründer von CNSystems.

Drei Jahre später bedienen sich auch das Deutsche Zentrum für Luft‐ und Raumfahrt gemeinsam mit der russischen Weltraumbehörde des Systems.

CNAP Technologie
CNAP® Technologie
Quelle: cnsystems

Mittlerweile wurde das Gerät zu einer Erfolgsgeschichte. Über 4.000 Geräte sind in unterschiedlichen Anwendungsbereichen im täglichen klinischen Einsatz. Aus dem Expertensystem „Task Force® Monitor“ heraus wurde die Technologie für die Anästhesie und Notfall‐Medizin weiterentwickelt. Diese neuen Geräte werden für die Herz‐Kreislauf‐ Überwachung während Operationen eingesetzt. Sie tragen wesentlich dazu bei, dass kritische und mitunter lebensbedrohliche Zustände des Herz‐Kreislaufsystems frühzeitig erkannt und so bis zu 40% der Komplikationen vermieden werden können.    Möglich macht diese Art der Messung der Doppelfingersensor  ʺCNAP®ʺ, der die Blutdruckkurve im Finger erfasst und kontinuierlich, also Herzschlag für Herzschlag, anzeigt. Durch die einfache Handhabung erhält der Arzt sofort ein lückenloses und vollständiges Bild über den Zustand des Herz‐Kreislaufsystems. Diese bahnbrechende Methode ist durch rund 80 Patente weltweit geschützt und durch viele Studien mit über 1000 Patienten klinisch getestet.

CNAP® Fingersensor
CNAP® Fingersensor
Foto: © CNSystems

CNAP® steht dabei für „Continuous Non‐invasive Arterial Pressure“, also der kontinuierlichen Blutdruckkurve, aus der alle weiteren essenziellen Vitalparameter abgeleitet werden können. Diese Messmethode ist komplett nicht‐invasiv d.h. ʺunblutigʺ, so dass der Patient im Rahmen der Überwachung nicht gestochen werden muss. In Kooperation mit der französischen Forschungseinrichtung CNES (Centre National D’études Spatiales) wurde nun CNAP® in das CARDIOSPACE Programm integriert, das sich seit September dieses Jahres an Bord der chinesischen Raumstation befindet. „Wir sind stolz darauf, dass sich so viele Jahre nach unserer ersten Weltraummission der Kreis nun schließt“, sagt Jürgen Fortin.