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Valentin, hl.#

Hl. Valentin

Valentinus von Terni und/oder Valentinus von Rom war(en) Priester, der/die um das Jahr 268 in Rom Opfer der Christenverfolgung wurde(n). Beide haben ihren Gedenktag am 14. Februar und ihre Legenden sind eng miteinander verwoben. Sie enthalten auch Elemente aus der Vita des Bischofs Valentinus von Rätien, der am 7. Jänner 475 bei Meran eines natürlichen Todes starb. 

Nach der Legende war Valentinus von Rom ein armer, ehrsamer Priester, der ein blindes Mädchen heilte. Hilfe und Trost Suchenden schenkte er eine Blume aus seinem Garten. Weil er vor der Anerkennung des Christentums Paare nach christlichem Zeremoniell traute, wurde er enthauptet. Valentinus, Bischof von Terni, heilte den verkrüppelten Sohn des Rhetors Kraton in Rom. Er wurde hingerichtet, weil er vor dem Kaiser die Anbetung eines heidnischen Standbildes verweigerte. 

Der Kult des/der hl. Valentin begann im 4. Jahrhundert. Damals gab es an der Via Flaminia in Rom zwei Begräbnisstätten, bei denen Gebeine je eines hl. Valentin verehrt wurden: beim 2. Meilenstein, noch im Stadtgebiet, und beim 63. Meilenstein in der Nähe von Terni. Beim 2. Meilenstein errichtete Papst Julius I. (er regierte 337-352) eine Valentins-Basilika, die im 7. Jahrhundert renoviert wurde und ein beliebtes Pilgerziel war. Wahrscheinlich trug diese Kirche ihren Namen aber nach einem Stifter namens Valentinus. Am 63. Meilenstein stand seit dem 8. Jahrhundert eine Kirche, die einem Märtyrer Valentin geweiht war. Von diesem Valentin gibt es eine im 5./6. Jahrhundert entstandene Märtyrerlegende, die ihn als Bürger und Bischof von Terni bezeichnet, der in Rom im Jahre 268 hingerichtet, aber von seinen Schülern in der Nähe des Geburtsortes beigesetzt wurde. 1605 wurden die Reliquien in die Basilika von Terni überführt. Das Heiligengedächtnis wird am 14. Februar begangen, ist aber nur noch in Fulda, Limburg und Mainz (Deutschland) ein nicht gebotener Gedenktag.

Darstellungen zeigen Valentinus mit Schwert und Hahn, oft befindet sich ein krankes Kind zu seinen Füßen.

Der hl. Valentin ist der Patron der Bienenzüchter, Jugendlichen, Liebenden, Reisenden; für Keuschheit, gute Verlobung und Heirat; gegen Epilepsie (Fallsucht), Ohnmachtsanfälle, Pest und Wahnsinn.

Der Valentinstag als Brauchtermin ist populär wie wenige Festtage.


Quellen: 
Alle heiligen Zeiten. Lieder und Texte im Jahresreis. Atzenbrugg 2010. S. 47
Bautz: Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon Herzberg 1997. Bd. XII/Sp.1051-1055 (ISBN 3-88309-068-9)
Hiltgart L. Keller: Reclams Lexikon der Heiligen und der biblischen Gestalten. Stuttgart 1970. S. 495
Otto Wimmer, Hartmann Melzer: Lexikon der Namen und Heiligen (Bearb. Josef Gelmi). Innsbruck 1988. S. 817f.
Helga Maria Wolf: Österreichische Feste & Bräuche im Jahreskreis. St. Pölten 2003. S. 28
Heiligenlexikon

Bild:
Heiliger Valentin, Ölbild von Leonhard Beck, um 1510. Aus Wikipedia, gemeinfrei