Wir freuen uns über jede Rückmeldung. Ihre Botschaft geht nur an das Administrator Team. Danke fürs Mitmachen, das zur Verbesserung des Systems oder der Inhalte beitragen kann. Ihre Nachricht (optional mit Ihrer E-Mail):
unbekannter Gast

Tag der Briefmarke 2019#

Sondermarke#

Briefmarke, Tag der Briefmarke 2019
© Österreichische Post

Anlässlich des 100-Jahr-Jubiläums des BSV Wiener Neustadt wird die diesjährige ÖVEBRIA in ebendieser Stadt veranstaltet. Einen besonderen historischen Bezug hat Wiener Neustadt zu Kaiser Maximilian I., dessen Todestag sich heuer zum 500. Mal jährt.#

Die Kaiserresidenz#

1459 kam Maximilian in der Wiener Neustädter Burg zur Welt. Schon lange davor, im Jahr 1194, wurden die Stadt und die Burg zu Wiener Neustadt von Herzog Leopold V. als Verteidigungsbastion gegen die Ungarn gegründet. Finanziert wurde der Bau teilweise aus dem Lösegeld, das Leopold von England für König Richard Löwenherz erhalten hatte. Nach einem Erdbeben wurde die völlig zerstörte Burg im 14. Jahrhundert neu errichtet, Kaiser Friedrich III., der Vater Maximilians, ließ sie weiter ausbauen und machte sie zu einer seiner Hauptresidenzen.

1751 beschloss Maria Theresia, in der Burg zu Wiener Neustadt die von ihr eingerichtete Militärakademie unterzubringen. Ein schweres Erdbeben richtete 1768 große Schäden an, und gegen Ende des Zweiten Weltkriegs wurde die Burg völlig zerstört. Sie wurde jedoch in ihrer historischen Form wieder aufgebaut und ab 1958 auch wieder als Militärakademie genutzt. Auf vielen der alten Mauerteile findet sich noch die Inschrift AEIOU, die Friedrich III. häufig verwendete und deren Bedeutung bis heute unklar ist.

Die St.-Georgs-Kathedrale#

Historisch bedeutend ist auch die St.-Georgs-Kathedrale, die um 1440 unter Kaiser Friedrich III. errichtet wurde. An ihrer Außenwand sind rund um ein lebensgroßes Standbild von Friedrich III. 107 teilweise fiktionale Wappen angeordnet, die Österreichs glorreiche Abstammung darstellen sollen. Friedrichs Sohn Maximilian I., der „letzte Ritter“, wurde nach seinem Tod 1519 in einem Sarkophag unter dem Hauptaltar der Kirche beigesetzt, sein Herz ist jedoch in Brügge im Grab seiner Ehefrau Maria von Burgund bestattet. Das Grabmal Maximilians, das sein Enkel Ferdinand I. in der Innsbrucker Hofkirche errichten ließ, ist leer.

Die Sondermarke zum Tag der Briefmarke hat ihren Ersttag im Rahmen der ÖVEBRIA 2019. Sie zeigt die Burg zu Wiener Neustadt mit der St.-Georgs-Kathedrale, die heute die Kathedrale für den österreichischen Militärbischof ist. Der Zuschlag von 1,55 Euro kommt wie jedes Jahr der Förderung der Philatelie zugute.