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!!!200 Jahre Wiener Stadttempel - Kulturelles Erbe

!!Sondermarke

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Der Stadttempel, das Herzstück der jüdischen Gemeinde in Wien, feiert im heurigen Jahr sein 200-Jahr-Jubiläum. Die Österreichische Post gratuliert mit einer Sonderbriefmarke.

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts erlebte das jüdische Leben in Wien einen Aufschwung, und in diese Zeit fällt auch der Bau des Wiener Stadttempels nach Plänen des renommierten Wiener Architekten Joseph Kornhäusel. Nichtkatholische Gotteshäuser, sogenannte „Toleranzbethäuser“, durften jedoch nach außen hin nicht erkennbar sein, und so musste der Stadttempel unauffällig in die benachbarten Häuser in der Seitenstettengasse eingebettet werden. Die eigentliche Synagoge befindet sich daher hinter dem straßenseitigen Gebäude. Sie umfasst einen von einer Kuppel überwölbten ovalen Gebetsraum, die zwölf Säulen repräsentieren die zwölf Stämme Israels. 

Die Eröffnung des Stadttempels fand am 9. April 1826 statt. Im Jahr 1938 wurde die Synagoge während des Novemberpogroms von den Nationalsozialisten schwer verwüstet, als einzige in Wien wegen ihrer Lage im eng verbauten Wohngebiet jedoch nicht völlig vernichtet. Nach Ende des Krieges wurde der Tempel wieder instandgesetzt und im Laufe der Jahre modernisiert und erweitert. Heute ist er die Hauptsynagoge der jüdischen Gemeinde und ein Symbol für die Kontinuität des Wiener Judentums. Als Ort der Begegnung wird er regelmäßig für Gottesdienste, Kantorenkonzerte und weitere Veranstaltungen der jüdischen Gemeinde genutzt. Die Jubiläumsbriefmarke gibt einen Einblick in den Innenraum der Synagoge mit den Tafeln der Zehn Gebote über dem Thoraschrein.

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